Psychotraumatologie - traumazentrierte Beratung und Begleitung
Wer braucht traumazentrierte Fachberatung?
Unmittelbar Traumatisierte
Nach einem traumatisierenden Ereignis, das immer mit dem Erleben von tiefer Hilflosigkeit und Ohnmacht einhergeht (Reddemann & Sachse,1997), benötigt der Betroffene Beratung und Begleitung durch geschulte Fachleute , um z.B. die Notwendigkeit einer Therapie abzuklären und gegebenenfalls eine solche einzuleiten, um seine Rechte einzufordern und evtl. seine Ansprüche durchzusetzen (Opfer-Schutz-Gesetz 2001), gegebenenfalls Anzeige zu erstatten.
Mittelbar Traumatisierte
Wenn Angehörige der Helferberufe (sog. Blaulichtberufe), Helfer, Aufräumer nach Katastrophen, Journalisten, Ermittler im Kinderpornographiegeschäft, Mitarbeiter in Therapie und Beratung sexuell mißbrauchter Kinder, Mitarbeiter der Psychiatrie mit dem, was sie sehen und gehört haben, nicht mehr fertig werden und fachliche Hilfe benötigen.
Ein psychisches Trauma ist eine Verletzung der Seele durch
ein belastendes Ereignis oder eine Situation außergewöhnlicher
Bedrohung oder katastrophalen Ausmaßes, z.B. Vergewaltigung,
Folterung, gewalttätiger Angriff auf die eigene Person, gewaltsamer Tod nahestehender Personen, Beteiligung an Kampfhandlungen, schwere Verkehrsunfälle, Geiselnahmen, Naturkatastrophen, ggf. auch die Diagnose einer lebensbedrohenden Krankheit etc.
Trotzdem benötigt nicht jeder Traumatisierte eine Therapie. Häufig ist soziale Unterstützung zur Re-Stabilisierung sinnvoll und ausreichend.
Ein Drittel aller psychischen Traumata allerdings hat langanhaltende gesundheitlichen Schädigungen zur Folge und neigt zur Chronifizierung.
Die Zeit heilt eben nicht alle Wunden, im Gegenteil:
Häufig führen die Auswirkungen eines psychischen Traumas zu merkbaren Behinderungen im Alltagsleben und werden mit der Zeit immer schlimmer.
Ansprechpartner für unmittelbar und mittelbar Betroffene:
Gudrun Schulz-Schlörke
Diplom Psychologin
Zertifizierte traumazentrierte Fachberaterin
Telefon 02902 82-2810
Telefax 02902 82-2819
Ansprechpartner für zuweisende Institutionen:
Dietmar Böhmer
Leiter des Instituts
LWL-Institut für Rehabilitation Warstein
Hermann Simon Institut
Franz-Hegemann-Str. 23
59581 Warstein
Telefon 02902 82-2800
hsi@lwl.org