Erfolg versprechende Leistungen zur medizinischen Rehabilitation erfordern die intensive Zusammenarbeit aller am Rehabilitationsgeschehen Beteiligter. Darüber hinaus sind regionale und damit institutionsübergreifende Kooperationsformen zu fördern und möglichst gemeindenah zu nutzen.
Das Hans Peter Kitzig Institut ist eine kooperativ arbeitende Institution auf den unterschiedlichsten Ebenen. Bereits im Informationsgespräch überlegen wir gemeinsam mit dem Bewerber, wie er die Zeit bis zu einer möglichen Aufnahme überbrücken kann. Ideal sind hier aktivierende und auf die Rehabilitation vorbereitende Maßnahmen.
Während der Rehabilitation nutzen wir die gute Arbeitsinfrastruktur der Region Gütersloh für die Erbringung der Rehabilitationsleistung Ergotherapie. Die Arbeitsdiagnostik erfolgt in der Abteilung für Rehabilitationsabklärung der am Ort befindlichen LWL-Klinik. Hier durchlaufen die Rehabilitanden in den ersten 10 Wochen 5 unterschiedliche Arbeitsbereiche, die jeweils von einem Ergotherapeuten geleitet werden.
Sich anschließende Arbeitstherapien und Belastungserprobungen werden in der LWL-Klinik, Selbsthilfefirmen, Beschäftigungsinitiativen, Industrie- und Handwerksbetrieben, Verwaltungen und Bildungseinrichtungen der Region durchgeführt.
In den Rehabilitationsprozess werden Angehörige und weitere Bezugspersonen in Form von Gesprächen, Hausbesuchen und eines Angehörigengesprächskreises regelmäßig einbezogen. Ihre Akzeptanz und Unterstützung der Rehabilitation ist mitentscheidend für eine erfolgreiche Rehabilitation.
Ein Schwerpunkt unserer Arbeit ist die Vorbereitung und Befähigung der Rehabilitanden zu einer sich an die medizinische Rehabilitation im Hans Peter Kitzig Institut anschließenden beruflichen Rehabilitation. Um dieses Ziel zu realisieren, ist eine hohe Kompetenz im Rehabilitationsmanagement und eine enge Kooperation und Vernetzung mit infrage kommenden Leistungsträgern und Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation notwendig.
Das Hans Peter Kitzig Institut kooperiert auf Leistungsträgerebene regelmäßig mit den zuständigen Rehabilitationsberatern der Arbeitsämter und den Rehabilitationsfachberatern der Rentenversicherer. Die Einleitung beruflicher Rehabilitationsmaßnahmen erfolgt auf der Basis des Gesundheitszustandes und Leistungsvermögens der Rehabilitanden.
Auf Leistungserbringerebene arbeiten wir vorrangig mit den zuständigen Mitarbeitern der Fachdienste Integration, den Berufstrainingszentren in Gütersloh, Paderborn, Dortmund, dem beruflichen Trainingslehrgang der BAG in Bielefeld, den Berufsförderungswerken in Dortmund, Hamm, Bad Pyrmont und Oberhausen zusammen.
Die Realisierung einer beruflichen Perspektive ist ein wichtiges, jedoch nicht alleiniges Ziel einer medizinischen Rehabilitation. Bei der Begleitung der Rehabilitanden in ihr eigenes Lebensfeld nutzen wir im Rahmen der Entlassvorbereitungen die vorhandenen Angebote der jeweiligen Region.
Wir arbeiten vorrangig mit den vormals behandelnden Fachärzten, sozialpsychiatrischen Diensten und Institutionen, die Betreutes Wohnen anbieten, zusammen. Wichtig ist uns auch hier die Einbeziehung und Information der Angehörigen über die Entlassung vorbereitende Maßnahmen.
Last not least führen wir regelmäßig Gespräche mit den Leistungsträgern der medizinischen Rehabilitation. Hauptansprechpartner sind die Deutsche Rentenversicherung Westfalen und die Landesverbände der Krankenkassen, mit denen jährlich der Tagessatz verhandelt wird.
Zur Gewährleistung der Qualität und zum Austausch von Fachinformationen, arbeitet das Hans Peter Kitzig Institut in den unterschiedlichsten Gremien mit.
Das Institut ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Rehabilitationseinrichtungen für psychisch Kranke (RPK) in Deutschland und war eine von bundesweit 10 Einrichtungen, die in die bis Ende 1993 dauernde Erprobungsphase RPK einbezogen waren. Auf Landesebene sind wir Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der medizinischen Rehabilitationseinrichtungen Westfalens.
Auf der örtlichen Ebene sind wir eingebunden in die regionale psychosoziale Arbeitsgemeinschaft. Wir sind Mitbegründer des regionalen "runden Tisches" der medizinischen und beruflichen Rehabilitation und Integration. Dieser Arbeitskreis hat das Ziel, eine engere Kooperation und Vernetzung der unterschiedlichen Leistungserbringer zu bewirken.