Eine psychische Erkrankung ist für jeden Menschen eine beunruhigende und erschreckende Erfahrung. Sie wird von ihm selbst und von der Umwelt vielfach noch als Makel erlebt, nur schwer akzeptiert oder gar verleugnet und wirkt auch dann noch lange nach, wenn die primäre Symptomatik längst abgeklungen ist.
Oftmals treten in der Folge psychischer Erkrankungen Behinderungen auf, die die Fähigkeiten und Fertigkeiten zu einer möglichst selbständigen und eigenverantwortlichen Lebensführung und Alltagsgestaltung erheblich einschränken.
"Nichts ist mehr so wie es einmal vor der Erkrankung war"
Hier setzt die medizinische Rehabilitation im Hans Peter Kitzig Institut an. Wir wissen: Menschen mit einer psychischen Erkrankung benötigen zur Gesundung eine unterstützende und fachkundige Begleitung in einem vertrauensvollen Umfeld.
Unser Denken und Handeln ist ausgerichtet auf den einzelnen Rehabilitanden unter Berücksichtigung seiner ganz besonderen Geschichte und persönlichen Lebenssituation. Wir legen Wert darauf, dass unsere Rehabilitanden verantwortlich in ihren Rehabilitationsprozess eingebunden werden und aktiv mitarbeiten.
Die ganzheitlich ausgerichtete Rehabilitation im Hans Peter Kitzig Institut schließt sowohl stationäre als auch teilstationäre Leistungen ein. Der Therapieansatz geht über das Erkennen, Behandeln und Mindern der psychischen Erkrankung oder Behinderung hinaus. Er ermöglicht eine differenzierte Betrachtung und Erfassung der Krankheitsfolgen und berücksichtigt die aus der Schädigung folgenden funktionellen Einschränkungen/Fähigkeitsstörungen und die durch diese bedingten sozialen Beeinträchtigungen in der Teilhabe am beruflichen und gesellschaftlichen Leben.
Der Rehabilitation liegt ein bio-psycho-soziales Modell von Krankheit und Behinderung zugrunde, das Gesundheit und Krankheit als Ineinandergreifen körperlicher, seelischer und sozialer Vorgänge beschreibt.
Somit ist die umfassende Berücksichtigung aller Belastungsfaktoren die Voraussetzung für einen bestmöglichen Rehabilitationserfolg sowohl im Hinblick auf die Wiedereingliederung in das Erwerbsleben als auch im Hinblick auf die Lebensqualität der Rehabilitanden.