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LWL-Kliniken mit modernen Sicherheitsstandards
Die Standards für bauliche und elektronische Sicherheitsmaßnahmen sind in den letzten Jahren aufgrund von intensivem Erfahrungsaustausch und technischem Fortschritt ständig weiter entwickelt worden. An den drei bestehenden forensischen Kliniken des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), in Lippstadt-Eickelborn, in Marsberg "Bilstein" und in Stemwede-Haldem, hat der LWL die Anpassung an moderne Sicherheitsstandards Schritt für Schritt umgesetzt.
Wesentlich für die Sicherheit ist, dass die forensische Klinik ein nach außen hin geschlossenes System mit nur einem zentralen Zugang bildet. Dies wird auf zweierlei Wegen erreicht: Zum einen gibt es die Möglichkeit, das gesamte Klinikgelände mit einer Außensicherung zu umgeben, wie es zum Beispiel in Lippstadt-Eickelborn der Fall ist. Ein speziell entwickelter, polizeilich geprüfter Plexiglaszaun mit einem hoch nach innen gebogenen Kronenschutz umfasst das gesamte Gelände. Zum anderen können speziell gesicherte Gebäudebereiche der Klinik in Verbindung mit Mauern Sicherungsfunktionen nach außen übernehmen. Beispiele für diese so genannte "Wagenburg"-Bauweise finden sich im Therapiezentrum Marsberg `Bilstein´ und in der neuen Klinik in Dortmund. Ergänzt wird die bauliche Sicherung durch elektronische Sicherungsvorrichtungen wie Überwachungskameras und Bewegungsmelder. Fenster sind entweder vergittert oder bestehen aus speziellem Sicherheitsglas.
Pfortenanlage als zentrale Kontrollstelle
Durch eine zentrale Pfortenanlage wird der Ein- und Ausgang der forensischen Kliniken an einer Stelle gebündelt und kontrolliert geregelt. Alle Personen, die die Klinik betreten oder verlassen, müssen diese Kontrollstelle passieren, dasselbe gilt für Lieferfahrzeuge und Feuerwehr- oder Rettungsfahrzeuge. Die Pforte ist rund um die Uhr besetzt und fungiert beim Betreten oder Verlassen des Gebäudes als Sicherheitsschleuse: Erst wenn die erste Tür geschlossen ist und nach der Kontrolle des/r Eintretenden wird die zweite Schleusentür von dem Pfortenpersonal geöffnet. Im Zuge der Modernisierungsmaßnahmen ist im Jahr 2003 am forensischen Zentrum in Lippstadt-Eickelborn eine solche moderne Pforte als Kernstück der neuen Zaunanlage in Betrieb gegangen. An den neuen Standorten ist eine moderne Pfortenanlage von vorneherein in der Bauplanung vorgesehen.
Innerhalb der Klinik sind Größe und Struktur der Wohngruppen und der Grundriss der Räume auf größtmögliche Überschaubarkeit angelegt. Auf den Stationen gibt es besonders gesicherte Räume, in denen einzelne Patienten zum Beispiel bei psychischen Krisen, Drohungen oder gar Gewalttätigkeiten einzeln untergebracht werden können. Alle forensischen Kliniken verfügen über ein elektronisches Kommunikations- und Notrufsystem zum Schutz des Personals. Da die Behandlung einer körperlichen Erkrankung außerhalb des gesicherten Klinikgeländes ein unnötiges Sicherheitsrisiko darstellen kann, gibt es in allen Kliniken entsprechend ausgerüstete Behandlungsräume, zum Beispiel für Zahnarztbehandlungen. Um eine zeitgemäße Therapie und Betreuung in Kleingruppen zu ermöglichen und die Sicherheit zu erhöhen, sind an den Kliniken mit älterer Bausubstanz, wie in Haldem oder Lippstadt-Eickelborn, umfangreiche Umbau- und Renovierungsarbeiten der Stationsgebäude im Gange.
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