Maßregelvollzug

Zunächst Entlassung auf Bewährung

Vor der geplanten Langzeitbeurlaubung eines erfolgreich therapierten forensischen Patienten wird grundsätzlich die Staatsanwaltschaft informiert. Wenn sich der Patient während der Beurlaubung als stabil und zuverlässig erweist, gibt das Gericht ein Entlassungsgutachten in Auftrag und entscheidet über eine bedingte Entlassung. Hierbei handelt es sich zunächst um eine Entlassung auf Bewährung. Das Gericht ordnet eine Führungsaufsicht für die Dauer von mindestens zwei Jahren an; ein Bewährungshelfer überprüft regelmäßig, ob der Patient sich an seine Auflagen hält. Wesentlich für eine erfolgreiche und stabile Rehabilitation des Patienten ist die kontinuierliche Nachsorge. Das Gericht kann die bedingte Entlassung jederzeit aufheben, wenn der Patient gegen Auflagen verstößt oder erneut straffällig wird. Erst wenn der Patient sich nach Ablauf der Führungsaufsicht als zuverlässig erwiesen hat, endet der Maßregelvollzug - der Patient ist entlassen.

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