Mauern und Zäune

Kliniken für den Maßregelvollzug

Fachkliniken für Therapie und Sicherheit

In speziellen Fachkliniken, den so genannten forensischen Kliniken, wird der Maßregelvollzug durchgeführt. Die Kliniken sind mit besonderen baulichen und elektronischen Sicherheitsvorkehrungen ausgerüstet. Ihre räumliche und personelle Ausstattung folgt den Anforderungen einer sachgerechten Therapie. Gut ausgebildetes Fachpersonal sichert eine qualifizierte Behandlung und Betreuung der forensischen Patienten.
In Westfalen-Lippe führt der LWL in seinen sechs forensischen Kliniken in Dortmund, Herne, Lippstadt-Eickelborn, Marsberg, Rheine und Stemwede-Haldem die staatliche Aufgabe Maßregelvollzug für das Land durch.

Die Kliniken in Dortmund und Herne sind im Rahmen einer ersten Erhöhung und Dezentralisierung von Maßregelvollzugsplätzen durch das Land NRW in den Jahren 2006 und 2011 eröffnet worden. Bei der forensischen Klinik in Rheine handelt es sich um einen Übergangsstandort zur Überbrückung von Kapazitätsengpässen, der nach aktuellen Vereinbarungen bis 2016 in Betrieb bleiben wird.

Auch für die drei 2013 vom Gesundheitsministerium NRW festgelegten neuen Forensik-Standorte in den Landgerichtsbezirken Dortmund (Lünen), Essen (Haltern) und Münster (Hörstel) hat das Land den LWL als Träger benannt. Insgesamt sollen 750 neue Maßregelvollzugsplätze in fünf neuen Klinik geschaffen werden.

Einzelne forensische Patienten, die nach sorgfältiger fachlicher Prüfung aufgrund ihres Therapiefortschritts und Delikthintergrunds dafür geeignet sind, werden auch in allgemeinpsychiatrischen Kliniken behandelt.