Fachärztinnen und -ärzte koordinieren die einzelnen Maßnahmen zur Behandlung und Betreuung der Patienten und tragen die Verantwortung für die Gesamttherapie. Sie sind zuständig für die medikamentöse Behandlung der Patienten und führen die psychiatrische und neurologische Diagnostik durch. Darüber hinaus entscheiden sie über die Durchführung aller Zwangsmaßnahmen, die im Behandlungsverlauf erforderlich werden können.
Pfleger, Krankenschwestern und Erzieher/innen stehen auf den Stationen bzw. in den Wohngruppen ständig als professionelle Bezugspersonen in direktem Kontakt zu den Patienten. Sie organisieren und betreuen hier das tägliche Zusammenleben der Patienten im Sinne des sozio-milieutherapeutischen Konzeptes. Daher sind sie die wichtigste Berufsgruppe für die alltagspraktische und soziale Förderung und Beurteilung der Patienten.
Ein großer Teil der Patienten verfügt über keinerlei regulären Schulabschluss. Schulische Förderung - oft beginnend mit den grundlegendsten Lese- und Schreibkenntnissen bis hin zu einem Hauptschulabschluss - ist eine wichtige Voraussetzung für die Resozialisierung der Patienten.
Sozialpädagogen/-arbeiter
Neben der praktischen Hilfe und Begleitung in formalen Fragen, zum Beispiel im Umgang mit Ämtern und Behörden, leisten männliche und weibliche Sozialpädagogen/-arbeiter vor allem Hilfestellung bei der außerstationären Förderung der Patienten. Sie begleiten Patienten im Rahmen der Beurlaubung und helfen nach der Entlassung bei der Suche nach Wohnraum oder geeigneten Hilfeangeboten, zum Beispiel in Wohnheimen.
