Skizze Runder Tisch mit Schriftzügen: Schulen, LWL-Klinikträger, Kirchengemeinden, Verbände, Nachbarschaft, Lokalpolitik, Klinikleitung, Migranten, Kindergärten, Justizangestellte, NRW-Gesundheitsministerium, Polizei, Gewerkschaften, Gemeindepsychiatrie

Dialog und Beratung

Bindeglied zwischen Öffentlichkeit und forensischer Klinik

21 Frauen und Männer aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen begleiten die LWL-Maßregelvollzugsklinik Herne als beratendes Gremium: Als Beirat stehen sie für den Dialog zwischen Klinik und Öffentlichkeit. Laut LWL-Geschäftsordnung hat der Beirat die Aufgaben, die Klinikleitung bei organisatorischen und konzeptionellen Fragen zu beraten und zu unterstützen, die Resozialisierung forensischer Patienten zu fördern, sowie Verständnis und Akzeptanz für die Aufgaben des Maßregelvollzuges in der Öffentlichkeit zu wecken.

Porträtfoto: Karsten Herbers Beiratsvorsitzender Karsten Herbers

Mindestens viermal im Jahr tagt der Beirat in der Herner LWL-Forensik. Seine Gesprächspartner sind die Klinikleitung und Vertreter der LWL-Maßregel-vollzugsabteilung Westfalen. Mit ihnen diskutiert der Beirat die jüngsten Entwicklungen vor Ort, wie etwa Belegungszahlen, Behandlungsansätze oder die Umsetzung der Sicherheitsstandards. Darüber hinaus thematisiert er auch allgemeine Fragen des Maßregelvollzuges, wie etwa die landesweite Realisierung von Nachsorgeambulanzen. Bei Bedarf lädt der Beirat weitere Expertinnen und Experten zur Beratung ein.

Als gut informiertes Bindeglied zur Öffentlichkeit trägt der Beirat den Dialog weiter in die Bevölkerung und fördert den Austausch zwischen 'Drinnen' und 'Draußen'.  „Kaum jemand beschäftigt sich gerne damit, dennoch bin ich davon überzeugt, dass eine aufgeklärte und kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Forensik für die Menschen insbesondere im Umfeld der Klinik wichtig ist“, so der Beiratsvorsitzende, Pfarrer Karsten Herbers (Bild).

Breites gesellschaftliches Spektrum

Die ehrenamtlichen Beiratsmitglieder sind größtenteils Wanner bzw. Herner Bürgerinnen und Bürger. Als unabhängiges Gremium repräsentieren sie ein breites gesellschaftliches Spektrum: Dazu gehören zum Beispiel die Kirchen, die Justiz, die Polizei und die Stadtverwaltung Herne, ebenso wie Politiker aus dem Rat der Stadt Herne und der Bezirksvertretung Wanne. Aus der unmittelbaren Nachbarschaft sind Vertreter von Schulen, Kindergärten, Kleingartenvereinen und der allgemeinen Bürgerschaft vertreten. Auch das Stadtteilzentrum Pluto und die benachbarte RAG-Niederlassung sind repräsentiert ebenso wie verschiedene psychosoziale Einrichtungen und Verbände.

Vorgeschlagen werden die Mitglieder des Beirats nach § 4 Maßregelvollzugsgesetz NRW von der Stadt Herne und dem LWL, dem Träger der Klinik. Berufen werden sie vom Gesundheits- und Krankenhausausschuss des LWL, der sich zusammensetzt aus politischen Vertretern der Städte und Gemeinden in Westfalen-Lippe. Die Beiratsmitglieder sind jeweils für die Dauer der laufenden Kommunalwahlperiode berufen.

 

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