Männer sitzen auf mehreren Parkbänken

Handgefertigte Bänke für die Plutohalde

Forensik stiftet sechs Parkbänke

„Wie könnte man das Jubiläum unseres Trägers besser feiern als mit einem Geschenk an die Wanner Bürgerinnen und Bürger“, sagt Heinz Augustin, Kaufmännischer Direktor der Forensik. Den Umbau der Halde Pluto nebenan vor Augen, hätten die Arbeitstherapeuten die Idee gehabt, sechs stabile Holzbänke mit den Patienten zu bauen – eine Bank für jedes Jubiläumsjahrzehnt des LWL, der 60 wurde im Jahr 2013.

Fertig sind die Bänke, sie können aber nicht mehr im Jubiläumsjahr aufgestellt werden, da der Haldenumbau sich verzögert. Symbolisch hat Bezirksbürgermeister Ulrich Koch am 26. November in der Forensik eine kleine Modellbank in Empfang genommen und auf den massiven Holzbänken Probe gesessen. „Sehr bequem!“ so sein Urteil.

Er freue sich, dass die Halde Pluto mit den gestifteten Bänken auch gemütliche Sitzgelegenheiten bekomme, die zum Verweilen einladen. „Ein Geschenk, von dem die Bürger in Wanne auch etwas haben“, betont Koch.

„Aufgestellt werden die Bänke spätestens im kommenden Frühjahr, sobald auch die Wege auf der Halde befestigt werden“, verspricht Bernd Eigemann, Projektleiter des Regionalverbandes Ruhr für die Erschließung der Halde Pluto. Geplant sei, die Bänke am Weg hoch zur Aussichtsplattform, am Zugang zur Erzbahntrasse, an der zentralen Wegegabelung und weiter östlich Richtung Thiesstraße mit Blick auf den Förderturm aufzustellen. Jede Bank werde mit einem soliden Betonfundament an ihrem Standort verankert.

Heinz-Jürgen Kuhl, Leiter des Fachbereichs Stadtgrün der Stadt Herne, erwartet keinen erhöhten Pflegebedarf durch das Aufstellen der Bänke. „Die Bänke sind aus massivem, unbehandelten Eichenholz, das den Witterungseinflüssen standhält und keine spezielle Instandhaltung benötigt. „Wenn die späteren Nutzer mitspielen, ist das auf jeden Fall eine Bereicherung für die Halde“, sagt Kuhl.

Andreas Gerhard, Leiter der Holzwerkstatt, hofft, dass die Bänke von vielen Haldenbesuchern genutzt werden. „Damit zeigen wir doch auch, was wir leisten können und bekommen vielleicht auch Aufträge rein“, sagt der gelernte Zimmermann mit Meisterbrief.

Wichtig sei aber, betont der Kaufmännische Direktor, dass die Forensik den Wanner Bürgerinnen und Bürgern auf diese Weise etwas zurückgeben können. „Als kleines Dankeschön dafür, dass sie der Klinik letztlich doch eine Chance gegeben haben und hier mit uns leben“, so Augustin.