Eine moderne Fachklinik mit 90 gesicherten Behandlungsplätzen für psychisch kranke Rechtsbrecher entsteht auf einem ehemaligen Zechengelände an der westlichen Stadtgrenze von Herne. Ende 2010 soll der Bau fertiggestellt werden. Die künftige LWL-Maßregelvollzugsklinik Herne wird speziell ausgerichtet sein auf die Therapie und Sicherung von männlichen Patienten mit Psychosen und Persönlichkeitsstörungen, die aufgrund ihrer Erkrankung eine Straftat begangen haben.
Die LWL-Maßregelvollzugsklinik Herne ist eine von sechs neuen forensischen Kliniken, die das Land Nordrhein-Westfalen zur dringend notwendigen Entlastung der bestehenden Einrichtungen bauen lässt. Insgesamt entstehen dabei rund 500 neue Plätze in NRW. Die Herner Klinik deckt nach dem Regionalisierungskonzept des NRW-Gesundheitsministeriums den Bedarf an Maßregelvollzugsplätzen für den Landgerichtsbezirk Bochum. Die Trägerschaft hat der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) übernommen.
Gegen die Pläne zur Ansiedelung einer forensischen Klinik formierte sich in Herne unmittelbar nach der Ankündigung ein breiter Widerstand bis in die Stadtspitze hinein, der in einen langen Rechtsstreit um den Forensik-Standort mündete. Erst acht Jahre später, nach dem Ende des Verfahrens über mehrere Instanzen, konnten Ende 2008 die Bauarbeiten beginnen. Seit Anfang 2005 begleitet ein Beirat mit Mitgliedern aus verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen die Planungs- und Aufbauarbeiten als beratendes Gremium.
Schild: LWL-Sprechstunde Forensik
LWL-Sprechstunde Forensik
Forensik-Fachleute und Beiratsmitglieder beantworten Fragen zum Maßregelvollzug.
Nächster Termin: 2.9.2010
Sieben Personen halten Zertifikate und ein Foto der Forensik
Frisch qualifizierte Fachkräfte für die Herner Forensik
Fünf erfahrene LWL-Pflegekräfte schließen Weiterbildung ab.
Jüngste Bearbeitung:
16.8.2010
