Die Patienten der LWL-Maßregelvollzugsklinik Rheine

In der gesicherten LWL-Maßregelvollzugsklinik Rheine werden ausschließlich männliche Patienten behandelt, die aufgrund ihrer psychischen Erkrankung eine Straftat begangen haben und nicht oder nicht voll für die Tat verantwortlich gemacht werden konnten. Zum Schutz der Allgemeinheit sind sie von einem Gericht zur Behandlung in einer besonders gesicherten Fachklinik, einer Maßregelvollzugsklinik, untergebracht worden.

In Einzelfällen nimmt die Übergangsklinik auch Patienten auf, die aufgrund einer Suchtkrankheit im Maßregelvollzug untergebracht sind. Einige wenige der insgesamt 84 Plätze können darüber hinaus von Patienten eingenommen werden, die im Rahmen ihres Gerichtsverfahrens zur Diagnose und Begutachtung (nach § 126 a StPO ) eingeliefert werden. Bis der Gerichtsbeschluss zur Rückverlegung rechtskräftig ist, können solche Patienten bei Bedarf in der Übergangsklinik untergebracht werden.

Die Therapiefortschritte der Patienten, die in der LWL-Maßregelvollzugsklinik Rheine behandelt werden, lassen (noch) keine Lockerungen zu, wie etwa einen begleiteten Einzel- oder Gruppenausgang. Falls ein Patient so große Therapiefortschritte macht, dass Lockerungen notwendig werden, um diesen Prozess zu festigen und voranzutreiben, wird er in eine andere Einrichtung verlegt.

Aufgrund ihrer Krankheit und Vorgeschichte müssen die Patienten grundlegende soziale Fähigkeiten des zwischenmenschlichen Umgangs meist mühsam erlernen und einüben. Die gemeinsame Alltagsgestaltung auf den Stationen ist daher Teil der Therapie: So lernen die Patienten, sich sozial zu integrieren, Verantwortung zu übernehmen und Konflikte zu bewältigen. Wie im "normalen" Leben sind unterschiedliche Lebensbereiche wie "Wohnen", "Arbeiten", "Freizeit" räumlich getrennt.