Der Beirat

Bindeglied zwischen Öffentlichkeit und forensischer Klinik

19 Frauen und Männer aus Rheine und Umgebung begleiten die forensische Übergangsklinik als beratendes Gremium: Als Beirat stehen sie für den Dialog zwischen Klinik und Öffentlichkeit. Laut LWL-Geschäftsordnung hat der Beirat die Aufgaben, die Klinikleitung bei organisatorischen und konzeptionellen Fragen zu beraten und zu unterstützen, die Resozialisierung forensischer Patienten zu fördern, sowie Verständnis und Akzeptanz für die Aufgaben des Maßregelvollzuges in der Öffentlichkeit zu wecken.

Mindestens viermal im Jahr tagt der Beirat in der forensischen Klinik. Seine Gesprächspartner sind die Klinikleitung der Mutterklinik, das Leitungsteam vor Ort und Vertreter der LWL-Trägerabteilung. Mit ihnen diskutiert der Beirat die jüngsten Entwicklungen vor Ort, wie etwa Belegungszahlen, Behandlungs-ansätze oder die Umsetzung der Sicherheitsstandards. Darüber hinaus thematisiert er allgemeine Fragen des Maßregelvollzuges, wie etwa die landesweite Realisierung von Nachsorgeambulanzen. Bei Bedarf lädt der Beirat weitere Expertinnen und Experten zur Beratung ein. Als gut informiertes Bindeglied zur Öffentlichkeit trägt der Beirat den Dialog weiter in die Bevölkerung und fördert den Austausch zwischen „drinnen“ und „draußen“.

In dem unabhängigen Gremium arbeiten die Beiratsmitglieder ehrenamtlich. Sie repräsentieren ein breites Spektrum gesellschaftlicher Gruppen: Hierzu gehören beispielsweise Kommunalpolitiker/innen, Vertreter der Kirchen, der Justiz und der Polizei, Gewerkschafter, Ärzte und Medienvertreter sowie Vertreter von Psychosozialen Einrichtungen. Auch die Bürgerinitiative Rheine nimmt an der Diskussion im Beirat teil. Weit über die Hälfte der 19 derzeitigen Beiratsmitglieder hatte zuvor die Planungsphase und den Aufbau der neuen Klinik im so genannten Gründungsbeirat begleitet.


Vorgeschlagen werden die Mitglieder des Planungsbeirats

nach § 4 Maßregelvollzugsgesetz NRW

von der Stadt Rheine und dem LWL, dem Träger der Übergangsklinik. Gewählt werden sie vom Gesundheits- und Krankenhausausschuss des LWL, der sich zusammensetzt aus politischen Vertretern der Städte und Gemeinden in Westfalen-Lippe. Die Beiratsmitglieder sind für die Dauer der laufenden Kommunalwahlperiode berufen, das heißt aktuell bis 2009.