Porträtbilder von Friedrich Stiller und Brigitte Thiel

Der Klinikbeirat

Bindeglied zwischen Öffentlichkeit und forensischer Klinik

23 Frauen und Männer aus dem Umfeld der Klinik begleiten die Wilfried-Rasch-Klinik als beratendes Gremium: Als Beirat stehen sie für den Dialog zwischen Klinik und Öffentlichkeit. Laut LWL-Geschäftsordnung hat der Beirat die Aufgaben, die Klinikleitung bei organisatorischen und konzeptionellen Fragen zu beraten und zu unterstützen, die Resozialisierung forensischer Patienten zu fördern, sowie Verständnis und Akzeptanz für die Aufgaben des Maßregelvollzuges in der Öffentlichkeit zu wecken.

Mindestens viermal im Jahr tagt der Beirat in der Dortmunder LWL-Klinik für Forensische Psychiatrie. Seine Gesprächspartner sind die Klinikleitung und Vertreter der LWL-Maßregelvollzugsabteilung Westfalen. Mit ihnen diskutiert der Beirat die jüngsten Entwicklungen vor Ort, wie etwa Belegungszahlen, Behandlungsansätze oder die Umsetzung der Sicherheitsstandards. Darüber hinaus thematisiert er auch allgemeine Fragen des Maßregelvollzuges, wie etwa die landesweite Realisierung von Nachsorgeambulanzen. Bei Bedarf lädt der Beirat weitere Expertinnen und Experten zur Beratung ein. Als gut informiertes Bindeglied zur Öffentlichkeit trägt der Beirat den Dialog weiter in die Bevölkerung und fördert den Austausch zwischen „drinnen“ und „draußen“.

Beiratsmitglieder in der Holzwerkstatt Beiratsmitglieder informieren sich über die Arbeit in der ergotherapeutischen Holzwerkstatt.

Vorgeschlagen werden die Mitglieder des Beirats nach § 4 Maßregelvollzugsgesetz NRW von der Stadt Dortmund und dem LWL, dem Träger der Klinik. Gewählt werden sie vom Gesundheits- und Krankenhausausschuss des LWL, der sich zusammensetzt aus politischen Vertretern der Städte und Gemeinden in Westfalen-Lippe. Die Beiratsmitglieder sind für die Dauer der laufenden Kommunalwahlperiode berufen.

Unterschiedliche Gesellschaftsgruppen

In dem unabhängigen Gremium arbeiten die Beiratsmitglieder ehrenamtlich. Sie repräsentieren ein breites Spektrum gesellschaftlicher Gruppen: Hierzu gehören beispielsweise Kommunalpolitiker/innen und Kliniknachbarn, Vertreter der Kirchen, der Justiz und der Polizei, Gewerkschafter und Ärzte sowie Vertreter von Psychosozialen Einrichtungen. Gut die Hälfte der 23 derzeitigen Beiratsmitglieder hatte zuvor die Planungsphase und den Aufbau der neuen Klinik im so genannten Planungsbeirat begleitet.

Zwei Bilder zeigen unterschiedliche Beiratsmitglieder im Gespräch mit einem Patienten Beiratsmitglieder im Gespräch mit Patienten