Porträtfbild: Prof. Wilfried Rasch Wilfried Rasch 1925 - 2000

Professor Wilfried Rasch

Vordenker in Wissenschaft und Praxis

    Der Maßregelvollzug in Westfalen-Lippe hat Wilfried Rasch viel zu verdanken. Der Berliner Professor für Forensische Psychiatrie legte bereits 1982 in seinem Gutachten “Krank und/ oder Kriminell” über Entwicklungsmöglichkeiten in der großen forensischen LWL-Klinik in Lippstadt-Eickelborn den Grundstein für die Dezentralisierung und Modernisierung des Maßregelvollzuges in NRW.
    Nicht nur die Wissenschaft, besonders auch die Praxis der Behandlung und Betreuung von forensischen Patienten lagen ihm am Herzen. Gemeinsam mit LWL-Experten erarbeitete er in den 80er Jahren das erste Konzept für die zweijährige, berufsbegleitende Fortbildung zur “Sozialtherapeutischen Fachkraft im Maßregelvollzug”, die inzwischen LWL-weit von ca. einem Drittel des Pflege- und Erziehungspersonals absolviert wurde.
    Mit der Eröffnung der Wilfried-Rasch-Klinik hat nicht nur sein Dezentralisierungsgedanke einen ersten manifesten Ausdruck gefunden. Auch in seinem hohen Anspruch an eine qualifizierte Behandlung und eine gesicherte, aber humane Unterbringung von psychisch kranken Straftätern ist sein Name Verpflichtung.