Qualität und Qualifizierung

Sowohl fachlich fundierte Therapie und Pflege als auch vielfältige Sicherungsaspekte bestimmen die Arbeit in der forensischen Klinik. Daher sind kontinuierliche Qualitätskontrollen und ein hoher Qualifizierungsstandard besonders wichtig.

Die Wilfried-Rasch-Klinik verfolgt diese Ziele unter anderem folgendermaßen:
Knapp ein Viertel der Pflegekräfte haben bisher die zweijährige berufsbegleitende "Sozialtherapeutische Zusatzqualifikation zur Fachkraft im Maßregelvollzug" am Bielefelder Institut für Fortbildung, Organisationsberatung und Supervision (IFOBS) erworben. Angestrebt wird die vom LWL vorgeschlagene Quote von 25-30 Prozent des Pflege- und Erziehungsdienstes pro Klinik. Die praxisorientierte, berufsbegleitende Schulung umfaßt Inhalte wie Sozio- und Milieutherapie, Pflegeplanung, Recht und Kriminologie, Gruppenpädagogik, Beratungskompetenz und Gesprächsführung sowie berufsbezogene Selbsterfahrung. Die Finanzierung dieser Personalschulung trägt das Land NRW.
Innerbetrieblich werden darüber hinaus regelmäßig praxisorientierte Fortbildungen angeboten wie etwa Deeskalationstrainings oder Fortbildungen in professioneller Beziehungsarbeit oder zur zielgerichteten Zusammenarbeit mit der Polizei in Krisensituationen. Darüber hinaus gibt es organisierte Behandlungsfallbesprechungen im Kollegenkreis und inhaltliche Fortbildungsveranstaltungen etwa zu Krankheitsbildern und Behandlungsstrategien.