Medizinisch-therapeutisches Personal

Fachärztinnen und –ärzte koordinieren die einzelnen Maßnahmen zur Behandlung und Betreuung der Patienten und tragen die Verantwortung für die Gesamttherapie. Sie sind zuständig für die medikamentöse Behandlung der Patienten und führen die psychiatrische und neurologische Diagnostik durch. Darüber hinaus entscheiden sie über die Durchführung aller Zwangsmaßnahmen, die im Behandlungsverlauf erforderlich werden können.
Psychologen/innen stellen die psychologische Diagnose für die Patienten. Sie sind zuständig für die psychologisch-psychotherapeutische Behandlung und Beurteilung der Patienten. So bieten sie etwa Gesprächstherapie in Einzel- und Gruppengesprächen an.
Anderweitig spezialisierte Therapeuten/innen setzen weitere Schwerpunkte: Ergotherapeuten (Arbeits- und Beschäftigungstherapeuten) arbeiten mit den Patienten in der Holzwerkstatt oder leiten sie beim kreativen Gestalten mit unterschiedlichen Materialien an. Eine Körper-Psychotherapeutin führt körperbezogene Therapien durch, ein Sport- und Bewegungstherapeut arbeitet sporttherapeutisch mit den Patienten.

Pflege- und Erziehungsdienst

Mit fast 50 Beschäftigten stellt der Pflegedienst die größte Berufsgruppe. Krankenschwestern und Krankenpfleger sowie Erzieher/innen stehen auf den Stationen ständig als professionelle Bezugspersonen in direktem Kontakt zu den Patienten. Sie organisieren und betreuen hier das tägliche Zusammenleben der Patienten im Sinne des sozio-milieutherapeutischen Konzeptes. Daher sind sie die wichtigste Berufsgruppe für die alltagspraktische und soziale Förderung und Beurteilung der Patienten. In der Forensik arbeiten examinierte Pflegekräfte mit dreijähriger Ausbildung.

Lehrpersonal

Viele Patienten haben keinen regulären Schulabschluss. Schulische Förderung beginnt oft mit den grundlegendsten Lese- und Schreibkenntnissen bis hin zu einem Hauptschulabschluss und schafft damit wichtige Voraussetzungen für die Resozialisierung der Patienten.

Sozialdienst

Sozialarbeiter bzw. -Sozialpädagogen/innen unterstützen die Patienten bei der Regelung ihrer formalen und persönlichen Angelegenheiten. Sie leisten Hilfestellung bei der außerstationären Förderung von Patienten, wie etwa der Organisation einer Arbeits- oder Beschäftigungsmaßnahme. Darüber hinaus spielen sie eine wichtige Rolle bei der Rehabilitation und Vorbereitung von geeigneten Entlassungs- und Nachsorgebedingungen, wie etwa Wohnheimplätzen oder Betreuung.

Pfortenpersonal

Das Pfortenpersonal hat - nicht nur im übertragenen Wortsinn - eine Schlüsselfunktion in der Klinik. Die Pfortenmitarbeiter kontrollieren jeden, der die Klinik betreten oder verlassen will und bedienen die Personen- und Fahrzeugschleuse. Sie wissen jederzeit, wer sich in der Klinik aufhält und behalten das umfassende Überwachungs- und Kontrollsystem im Auge. Die Pforte ist rund um die Uhr besetzt.

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