„Wir brauchen viel mehr Angebote für eine frühzeitige Behandlung von jugendlichen Sexualtätern.“ Nachdrücklich fordert Professor Sabine Nowara Ende Oktober bei der gemeinsamen Fachtagung „Forensik im Diskurs“ der forensischen LWL-Klinik in Dortmund und der LWL-Klinik Hemer einen Ausbau der präventiven Behandlungsangebote. Die von ihr vorgestellte Studie habe gezeigt, dass Prävention das beste Mittel sei, um weitere Übergriffe zu verhindern.
„Der ist aber schön bunt!“ – Immer wieder bleiben Besucherinnen und Besucher des Aplerbecker Apfelmarktes stehen und bewundern die kunstvoll bemalte Elefantenfigur, die ein Patient in der Ergotherapie gefertigt hat. Als Hauptpreis des Forensik-Gewinnspiels wird der „Elefant Brilliant“ an eine Teilnehmerin aus Aplerbeck verlost. Insgesamt haben fast 80 Teilnehmer die drei Fragen zur Forensik richtig beantwortet.
Die Beschäftigten der Wilfried-Rasch Klinik haben sich gemeinsam mit Beiratsmitgliedern als Gesprächspartner angeboten und zahlreiche Fragen zur Forensik beantwortet. Auch die Werkstücke aus den ergotherapeutischen Werkstätten fanden sehr guten Absatz zu moderaten Preisen. Die zweit- und drittplatzierten Gewinnspielteilnehmer erhielten jeweils eine LWL-Museumscard.
Zwei Wochen lang hat RTL-Produzent Wolfram Kuhnigk Patienten und Beschäftigte der Wilfried-Rasch-Klinik begleitet - in der Arbeitstherapie, bei Psychotherapie-Sitzungen, beim Gottesdienst, beim Kochen in der Stationsküche oder beim Ausgang. Aufbereitet hat er seine Eindrücke in der Wochenserie "Gefährlich krank - Straftäter in der Psychiatrie", die ausgestrahlt wird vom 22.6. (Mo) bis 26.6. 2009 (Fr) täglich in "Punkt 12 - Das RTL-Mittagsjournal“ (12:00 -14:00 Uhr) und „Explosiv - Das Magazin“ (18:00 -18:30 Uhr).
„Vor so viel Publikum haben wir schon lange nicht mehr gespielt“, freut sich Horst Schlüter (Name geändert) nach dem Tischtennis-Match gegen Patienten der Wilfried-Rasch-Klinik. Gemeinsam mit fünf weiteren „Alten Herren“ des DJK TuS Körne war er in der Klinikturnhalle zu einem Freundschaftsspiel gegen sechs Patienten der Tischtennisgruppe angetreten. Für die fast 40 Patienten und Beschäftigten im Publikum war es ein ganz besonderer Anlass: Erstmalig spielten Patienten innerhalb der Klinikmauern gegen externe Sportler.
Ob er sich als plastischer Chirurg oder wahlweise als plastischer „Pyschiater“ vorstellt – der Geist aus der Waschmaschine erntet bei jedem Auftauchen Szenenapplaus. Die Theatergruppe der Wilfried-Rasch-Klinik unter der Leitung von Körperpsychotherapeutin Andrea Radandt hat sich diesmal für ein komödiantisches Stück entschieden und landete mit „Nachtwasche“ einen vollen Erfolg.
Die Klage über die “Jugend von heute“ ist so alt wie die Menschheit. Unter dem Tagungstitel „Die Patienten von heute, die Täter von morgen?“ nutzten gleich zwei Referenten am 22. Oktober die antike Klage des Sokrates über die schlechten Manieren der jungen Leute als Einführung in die Problematik. Jedoch beleuchtete das zweite Fachgespräch „Forensik im Diskurs“ jenseits der „üblichen“ Generationenkonflikte vielmehr die Problematik der Kinder- und Jugendkriminalität aus unterschiedlichen Perspektiven.
Vor über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern skizzierten die Referenten die Ursachen für Kinder- und Jugendkriminalität und schilderten praxiserprobte Handlungs- und Therapieansätze, um Verhaltensänderungen zu erreichen. Einigkeit herrschte in der Überzeugung, dass die jungen Menschen in den meisten Fällen noch entwicklungsfähig seien und diese Phase des Heranswachsens daher intensiv genutzt werden müsse. Auf der anderen Seite beklagten die Experten einhellig die fehlende Forschung im Bereich der Jugendforensik.
"Die gute Stimmung des diesjährigen Apfelmarktes hat sich hundertprozentig auf den Infostand der Wilfried-Rasch-Klinik übertragen", freut sich Ute Franz, Ärztliche Direktorin der Dortmunder LWL-Forensik. Soviele interessierte Nachfragen und ausführliche Gespräche habe es seit der Klinik-Eröffnung kaum mehr gegeben. "Immerhin 70 Teilnehmer wollten in unserem Gewinnspiel die handgefertigte "Kloppine" gewinnen", erzählt Ute Franz stolz.
Für ein schattenspendendes Blätterdach reicht es zwar noch nicht, aber die Schirmplatanen im Haupthof der Wilfried-Rasch-Klinik zeigen erste grüne Blätter. Die Begrünung und Neugestaltung der Innenhöfe ist bis auf wenige Details abgeschlossen.
Sobald Basketballkorb und Wetterschutzdach mit einigen fest installierten Tischen und Stühlen angebracht sind, wird der erweiterte Nutzen der Höfe voll zum Tragen kommen.
Mit dem Aufbau eines 30 Meter hohen Baukrans beginnt am Montag (25.2.) die Neugestaltung von drei Innenhöfen am Stationsgebäude der LWL-Klinik für Forensische Psychiatrie, Wilfried-Rasch-Klinik. Die Planung der Bauarbeiten hatte sich als logistische Herausforderung entpuppt: Wie kommen Bagger und Baumaterial in einen fünfeinhalb Meter hoch ummauerten und eingezäunten Innenhof? Die Lösung des Problems liegt in der Luft: Maschinen und Material werden per Kran über die Dächer und Mauern der Forensik hinweg gehoben.
Jüngste Bearbeitung:
12.1.2010
