Gemeinsam mit Pflegedirektor Ulrich Liebner und der Therapeutischen Direktorin Gisa Lieweris-Amsbeck (vorne, v.r.) freuen sich die frisch gewählten Personalratsmitglieder Klaus Köpke, Stephan Bußmann, Erika Böhle (v.l.) und Stephan Thiel (o.r.) mit ihrem Vorsitzenden Michael Wilk (o.M.) über eine eigene Personalvertretung für die Wilfried-Rasch-Klinik.

Forensik wählt eigenen Personalrat

Willfried-Rasch-Klinik löst sich aus Personalvertretungsverbund mit LWL-Nachbarklinik

März 2017: Die rund 80 Beschäftigten der Wilfried-Rasch-Klinik in Dortmund-Aplerbeck haben Ende März einen eigenen Personalrat gewählt. Damit löst sich die forensische Fachklinik des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) aus dem Personalvertretungsverbund mit den großen Nachbar-Einrichtungen des allgemeinpsychiatrischen LWL-Psychiatrieverbundes. Der fünfköpfige Personalrat hat den Gesundheits- und Krankenpfleger Michael Wilk zu seinem Vorsitzenden gewählt, als Stellvertreter wurden Klaus Köpke aus derselben Berufsgruppe und Ergotherapeut Stephan Bußmann benannt.

„Nach zehn Jahren Klinikbetrieb wurde im vergangenen Jahr der Wunsch nach einer eigenen Personalvertretung unter den Kolleginnen und Kollegen immer lauter“, sagt der frisch gekürte Personalratsvorsitzende. Wilk ist seit Eröffnung der Klinik dabei und sagt: „Die Kollegen wollten Ansprechpartner, die mit der Praxis im Maßregelvollzug vertraut sind, und wir können nun die Belange der Forensikbeschäftigten ins Zentrum rücken.“ Der Maßregelvollzug unterscheide sich eben in vielen Personalvertretungsthemen von den benachbarten psychiatrischen Einrichtungen, sagt Wilk. Dazu gehörten etwa die Dienstplangestaltung von Pflege und Pforte, die Organisation von Bereitschaftsdiensten oder Fragen der Fort- und Weiterbildung.

Die Betriebsleitung der forensischen LWL-Klinik hat die Gründung eines eigenen Personalrats unterstützt und erhofft sich dadurch kürzere Wege bei der Diskussion und Entscheidung von personalbezogenen Fragen. „Als die Wilfried-Rasch-Klinik eröffnet wurde, war es eine große Hilfe, dass der erfahrene Personalrat der Nachbarklinik die Forensik sehr engagiert und unvoreingenommen mit auf den Weg gebracht hat“, sagt Ulrich Liebner, der als Pflegedirektor der größten Berufsgruppe der Klinik vorsteht. Gleichwohl könne er nach so vielen Betriebsjahren den Emanzipationswunsch der Beschäftigten gut nachvollziehen und er freue sich mit den beiden anderen Betriebsleitungsmitgliedern auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Personalrat, betont Liebner.