Ein Gruppe von Menschen vor Besprechungstischen Der neue Beiratsvorsitzende Michael Taranczewski (4.v.l.) und sein Stellvertreter Michael Stiller (5.v.l.) mit dem Führungstrio der Wilfried-Rasch-Klinik und dem LWL-Maßregelvollzugsdezernenten (r.)

Januar 2015

Neuer Beirat mit neuem Vorstand

Der Beirat der Wilfried-Rasch-Klinik des ist mit elf neuen Mitgliedern in eine neue, fünfjährige Amtszeit gestartet. Erstmalig gab es einen Vorstandswechsel: Die insgesamt 23 Beiratsmitglieder haben den SPD-Politiker Michael Taranczewski  zu ihrem Vorsitzenden gewählt. Er übernimmt das Amt von dem langjährigen Vorsitzenden Pfarrer Friedrich Stiller, der nun zum Stellvertreter gewählt wurde. Der Beirat tagt vierteljährlich in der LWL-Klinik für Forensische Psychiatrie in Dortmund-Aplerbeck und berät die Klinikleitung bei aktuellen Fragen aus dem Blickwinkel der Öffentlichkeit.

Sie freue sich auf die Zusammenarbeit mit dem Beirat, sagte Ute Franz, Ärztliche Direktorin der Wilfried-Rasch-Klinik bei der konstituierenden Sitzung. „Im Gespräch mit den Beiratsmitgliedern bekommen wir einen wertvollen Außenblick auf unsere Arbeit“, so Franz. Die Klinikleitung profitiere davon, aktuelle Fragen oder Planungen unmittelbar mit gut informierten Außenstehenden diskutieren zu können, während die Beiratsmitglieder als Vermittler nach draußen fungierten.

In der kommenden Sitzung möchte der Beirat sich zunächst ein eigenes Bild von der Arbeit der Klinik machen und die einzelnen Arbeitsbereiche besuchen. Danach folgen Themen wie die personelle Situation im Maßregelvollzug und die Unterbringung und Nachsorge von Patienten, die zur Entlassung anstehen.

 Der Beirat repräsentiert ein breites Spektrum gesellschaftlicher Gruppen aus dem Umfeld der Klinik: So ist mit Bezirksbürgermeisterin Barbara Blotenberg die Bezirksvertretung Aplerbeck vertreten, mit Michael Beckmann die Aplerbecker Werbegemeinschaft und mit Bernhard Fuest der Aplerbecker Förderkreis e.V.. Die Schulleiterin der Aplerbecker Grundschule Christine Raunser repräsentiert die Schulen im Stadtteil, Dr. Karin Schierenberg die niedergelassene Ärzteschaft und Alfons Jaruschewski die Nachbarschaft der Klinik. Die großen politischen Fraktionen im Rat der Stadt Dortmund und der Integrationsrat sind ebenso im Beirat vertreten wie die Polizei, die Justiz, die Gewerkschaften, die freie Wohlfahrtspflege sowie die evangelische und die katholische Kirche. Das Dezernat für Arbeit, Gesundheit und Soziales ist mit Stadträtin Birgit Zoerner selbst und mit dem Psychiatrie- und Suchtkoordinator des Gesundheitsamtes, Stephan Siebert, vertreten.

Mit der neuen Beiratsperiode endet auch die Ära des langjährigen Beiratsvorsitzenden: Pfarrer Friedrich Stiller stand schon von 2001 bis 2006 während der Planungs- und Bauphase der forensischen Klinik dem damaligen Planungsbeirat vor. Nach der Klinik-Eröffnung absolvierte er zwei weitere Amtsperioden als Vorsitzender des regulären Klinik-Beirats und darf nun laut Geschäftsordnung nicht mehr kandidieren. „Friedrich Stiller hat sowohl in seiner Eigenschaft als Pfarrer für gesellschaftliche Verantwortung der Evangelischen Kirchenkreise als auch als Beiratsvorsitzender die Diskussion um die Forensik in Dortmund geprägt“, sagte LWL-Maßregelvollzugsdezernent Tilmann Hollweg. Durch seine besonnene und ergebnisorientierte Sitzungsführung habe er manche schwierige Diskussion im Beirat zu einem konstruktiven Ergebnis geführt und keine Scheu gehabt, dieses nach außen zu vertreten, würdigte Hollweg Stillers Verdienste. „Wir danken Pfarrer Stiller für die engagierte Arbeit als Beiratsvorsitzender und freuen uns, dass er nun seine Erfahrung als stellvertretender Vorsitzender weiter einbringt“, so Hollweg und die Dortmunder Klinikleitung gemeinsam.