Maßregelvollzug

Aktuelles

2. Bundeskonferenz der forensisch-psychiatrischen Pflege "Sicherheit durch Kompetenz" am 13. und 14. Juli 2015 in Dortmund

Grafik: Titelseite des Visuakisierungsprotokolls

Mehr Selbstbewusstsein für forensische Pflege gefordert

150 Teilnehmer erörtern künftiges Berufsbild und Aufgabenspektrum - "Schließer gibt es nicht mehr"

 

"Der Pflege- und Erziehungsdienst ist eine der tragenden Säulen für die Therapie und Sicherheit im Maßregelvollzug. Darum sollte die forensische Pflege ihre Anliegen mit mehr Selbstbewusstsein vertreten." Das hat LWL-Maßregelvollzugsdezernent Tilmann Hollweg bei der zweitägigen Bundeskonferenz der forensisch-psychiatrischen Pflege "Sicherheit durch Kompetenz" in Dortmund gefordert. 150 internationale Pflegewissenschaftler, Pflegepraktiker, Patienten und Angehörige erörterten auf Einladung der Pflegedirektoren der sechs LWL-Maßregelvollzugskliniken (Dortmund, Herne, Rheine, Haldem, Marsberg, Lippstadt-Eickelborn) Anfang der Woche (13./14. Juli) im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern die künftigen Schlüsselqualifikationen in der forensischen Pflege. ...


LWL-Tagung über Probleme in der Behandlung suchtkranker Straftäter

Organisatoren und Referenten der 2. LWL-Fachtagung "Maßregelvollzug und Sucht" an der LWL-Klinik Herten (v.l.): Dr. Ulrich Kemper (LWL-Klinikum Gütersloh), Dr. Herbert Steinböck (Isar-Amper-Klinikum München-Ost), Prof. Dr. Dr. Thomas Schnell (Medical School Hamburg), Dr. Bernd Dimmek (Forschungsgruppe „Sucht“ des LWL-Maßregelvollzugs), Dr. Jan Querengässer (Zentrum für Psychiatrie Reichenau), Elke Harzhauser (Sozialmedizinisches Zentrum Ost - Donauspital, Wien), Anja Mercedes Westendarp (AWO-Psychiatriezentrum, Königslutter), Sabrina Wiecek (LWL-Maßregelvollzug), Doris Sarrazin (LWL-Koordinationsstelle Sucht), Dr. Janine Breil, Markus Stremmel-Thoran (Behandlungszentrum Deerth, AWO). Foto: LWL/Hannig

Platzmangel und Sprachbarrieren

Kaum mehr Plätze, immer mehr Patienten - der Aufnahmedruck bei  gerichtlich zugewiesenen suchtkranken Straftätern in den forensischen-psychiatrischen Kliniken des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) steigt. Die Anzahl der wegen einer Abhängigkeitserkrankung untergebrachten schuldunfähigen Verurteilten hat sich dort seit 1997 um fast 70 Prozent auf heute rund 420 erhöht. In den beiden LWL-Suchtfachkliniken in Marsberg und Stemwede-Haldem gibt es aber nur rund 290 Behandlungsplätze für so genannte 64er-Patienten. Suchtkranke Patienten sind daher auch in den LWL-Maßregelvollzugskliniken für psychisch kranke Straftäter untergebracht sowie in der Allgemeinpsychiatrie.

„Der Belegungsdruck ist ein bundesweites Problem und damit eine Herausforderung, der nicht nur wir uns in unseren LWL-Maßregelvollzugskliniken stellen müssen. Daher ist es sinnvoll, sich über Träger- und Landesgrenzen hinweg auszutauschen“, sagt Dr. Bernd Dimmek, Leiter der Forschungsgruppe „Sucht“ des LWL-Maßregelvollzugs. Diese hatte Ende Juni zu einem interdisziplinären Austausch eingeladen – zur 2. Fachtagung „Maßregelvollzug und Sucht“ der LWL-Maßregelvollzugsabteilung Westfalen. ...


30. LWL-Expertengespräch „Psychiatrie und Recht“ am 15.06.2015

Die Teilnehmenden des 30. Expertengesprächs "Psychiatrie und Recht"

Tetralog im Maßregelvollzug

Besser geht nicht? Oder doch?


Unter diesem Motto stand das

30. Expertengespräch
„Psychiatrie und Recht“

am 15. Juni 2015 im
LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster.

Während der „Trialog“ ein in der Fachwelt seit vielen Jahren etabliertes Verfahren in der Allgemeinpsychiatrie ist, hat diese Form der Beteiligungskultur im Bereich des Maßregelvollzuges noch kaum Einzug gehalten. Das sollten wir ändern! So der LWL-Maßregelvollzugsdezernent Landesrat Tilmann Hollweg. ...


Beiratsbroschüren

„Brücken zu den Bürgern“

Neue Broschüre informiert über die Beiräte im LWL-Maßregelvollzug

Akzeptanz für den Maßregelvollzug kann sich nur entwickeln, wenn das, was in den forensischen Kliniken passiert, nach außen hin sichtbar gemacht wird. Das Wichtigste dabei ist ein offener Dialog mit den Bürgern. Daher gibt es an allen LWL-Maßregelvollzugskliniken Beiräte. Sie sind als Mittler zwischen Klinik, Träger und Landesregierung auf der einen Seite und der Bevölkerung auf der anderen Seite unverzichtbar. Sie sind Auge, Ohr und Stimme der Öffentlichkeit, aber auch Berater der Klinikleitungen.

Die LWL-Informationsbroschüre „Brücken zu den Bürgern – Beiräte im LWL-Maßregelvollzug“ gibt jetzt einen Überblick über die Arbeit der Forensik-Beiräte; über ihre Aufgaben, ihre Möglichkeiten der Mitgestaltung, ihre Entstehungsgeschichte und die rechtliche Grundlagen. Zudem wirft die Broschüre mit Beiträgen erfahrener Mitglieder einen ganz persönlichen Blick auf die reale Beiratsarbeit.

Über die folgende Verbindung können Sie die Informationsbroschüre anschauen und als PDF-Datei herunterladen:


Foto: Prof. Dr. Boris Schiffer Prof. Dr. Boris Schiffer. Foto: LWL/Schulte-Fischedick

Neue Therapeutische Leitung für Forensische LWL-Klinik Herne

Prof. Dr. Boris Schiffer ist neuer Therapeutischer Leiter der LWL-Maßregelvollzugsklinik Herne. Der 39-jährige Diplom-Psychologe mit Fachzertifikat für Rechtspsychologie ist am Mittwoch (18.2.) in Münster vom Gesundheits- und Krankenhausausschuss des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) einstimmig berufen worden. Er tritt sein Amt, das er seit Mitte vergangenen Jahres bereits stellvertretend ausübt, zum 1. März an.

Seine derzeitige Tätigkeit für die Herner Forensik nahm Schiffer Ende 2012 auf, zunächst als leitender Psychologe. In Verbindung damit folgte er dem Ruf auf eine Juniorprofessur für Forensische Psychiatrie an der Ruhr-Universität Bochum in Kooperation mit dem LWL-Universitätsklinikum Bochum. Eine Konstellation, die der approbierte Psychotherapeut und international vernetzte Wissenschaftler seither nach dem "Bochumer Modell" zur Förderung einer engen Verzahnung zwischen Praxis und Forschung in der forensischen Psychiatrie nutzt.

Nach dem Psychologie-Studium in Wuppertal und Bonn und der Promotion an der Ruhr-Universität Bochum im Jahr 2005 war Schiffer bis 2012 als wissenschaftlicher Assistent am Institut für Forensische Psychiatrie des LVR-Klinikums Essen, Universität Duisburg-Essen, tätig. Im Rahmen der Psychotherapeutenausbildung arbeitete er vorher zwei Jahre in der Abteilung für Forensische Psychiatrie der LVR-Klinik Langenfeld. Schiffer lebt mit seiner Frau und seinen drei Kindern in Essen.


Gemeinsam für die Sicherheit: Fachtagung des LWL und des OLG Hamm im LWL-Zentrum für Forensische Psychiatrie Lippstadt am 25.09.2014

Foto: Die Vortragenden der gemeinsamen Fachtagung im LWL-Zentrum für Forensische Psychiatrie Lippstadt am 25.09.2014 Diskutierten über 'Problematische Entlassungen' (v.l.): LWL-Maßregelvollzugsdezernent Tilmann Hollweg, Dipl. Sozialarbeiter Ulrich Reitis-Münstermann, Dipl.Verwaltungswirt Klaus Niermann, Dipl. Psychologin u. Psych. Psychotherapeutin Dorothea Dewald, Ärztliche Direktorin des LWL-Zentrums für Forensische Psychiatrie Lippstadt Dr. Nahlah Saimeh, Präsident des Landgerichts Hagen Thomas Vogt, Vizepräsident des Oberlandesgerichts Hamm Thomas Helmkamp, Vorsitzende Richter am OLG Hamm Karl-Heinz Posthoff, Richter am Landgericht Dr. Thomas Falkenkötter, Oberstaatsanwalt Gunnar Herrmann, Dipl. Sozialarbeiter u. Gesundheitswissenschaftler MPH Michael Winkelkötter, Ärztlicher Direktor der LWL-Maßregelvollzugsklinik Schloss Haldem Dr. Ingbert Rinklake und Sozialoberamtsrat Bernd Kottrup (Foto: LWL)

Am 25.09.2014 tagten Experten aus den Bereichen der forensischen Psychiatrie und der Justiz zum Thema „Problematische Entlassungen – Anforderungen an die Zusammenarbeit zwischen Gericht, Staatsanwaltsschaft, Maßregelvollzug und Führungsaufsicht“ im LWL-Zentrum für Forensische Psychiatrie in Lippstadt.


Grafik: mehrere Exemplare des Berichts der Beschwerdekommission Maßregelvollzug

Tätigkeitsbericht der Beschwerdekommission Maßregelvollzug für das Jahr 2013

Am 18. Juni 2014 ist der Tätigkeitsbericht der Beschwerdekommission Maßregelvollzug für das Jahr 2013 vom LWL-Gesundheits- und Krankenhausausschuss beraten worden.


Foto: Dr. Mareike Schüler-Springorum Dr. Mareike Schüler-Springorum. Foto: Privat

Dr. Mareike Schüler-Springorum neue Ärztliche Direktorin der LWL-Forensik Marsberg

Als neue Ärztliche Direktorin des LWL-Therapiezentrums für Forensische Psychiatrie Marsberg hat Dr. Mareike Schüler-Springorum am 1. Dezember ihr Amt angetreten. Die 43-jährige Fachärztin mit einem Zusatzzertifikat für Forensische Psychiatrie ist Ende September vom Gesundheits- und Krankenhausausschuss des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) berufen worden. Sie tritt die Nachfolge von Anja Mercedes Westendarp an.

Frau Dr. Schüler-Springorum leitete zuletzt eine Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Kassel als Klinikdirektorin. Zuvor war sie dort als Oberärztin tätig. Erfahrungen in der Behandlung von forensischen Patienten bringt die gebürtige Göttingerin aus ihrer zweijährigen Tätigkeit als Assistenzärztin in der Klinik für Forensische Psychiatrie Haina mit. Nach dem Abschluss ihres Medizinstudiums 1997 in Marburg und anschließender Promotion arbeitete Frau Dr. Schüler-Springorum zunächst bis 2003 im Bereich Kinder- und Jugendpsychiatrie der dortigen Universitätsklinik. 2004 wurde sie als Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie anerkannt, 2009 folgte das Zusatzzertifikat in Forensischer Psychiatrie des Kindes- und Jugendalters.

Frau Dr. Schüler-Springorum ist Mutter von drei Kindern und lebt mit ihrer Familie in Niedenstein (Schwalm-Eder-Kreis).

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Grafik: mehrere Exemplare des Programmflyers der Fachtagung Maßregelvollzug und Sucht 2013 in Münster

Fachtagung Maßregelvollzug und Sucht am 06.06.2013 in Münster

Maßregelvollzug und Suchtkrankenhilfe –
Wege, Schnittstellen, Verbindungen

Am 6. Juni 2013 fand im Franz-Hitze-Haus in Münster die Fachtagung Maßregelvollzug und Suchtkrankenhilfe – Wege, Schnittstellen, Verbindungen statt.

Mit der Tagung „Maßregelvollzug und Suchtkrankenhilfe“ wurde ein erster Schritt in Richtung eines „systemübergreifenden“ Erfahrungsaustausches unternommen. Neben Darstellungen über die Möglichkeiten und Grenzen der Suchtkrankenhilfe, aktuelle Therapieverfahren und die Perspektiven, die sich aus neurobiologischer Sicht für die Behandlung ergeben, entstand ein angeregter Dialog der Fachleute aus den unterschiedlichen Einrichtungen.

Nähere Informationen finden Sie hier:


Grafik: Bild LWL-MRVK Herne

Arbeit hinter den Mauern
Kurzfilm über die LWL-Maßregelvollzugsklinik in Herne

Mindestens zwei der fünf vom NRW-Gesundheitsministerium geplanten forensischen Kliniken in Nordrhein-Westfalen wird der LWL als Träger übernehmen. Um den Menschen insbesondere in den künftigen Standort- Kommunen ein realistisches Bild vom Maßregelvollzug zu vermitteln, präsentiert der LWL einen Kurzfilm über die Arbeit im Maßregelvollzug. In der neuesten, 2011 eröffneten LWL-Maßregelvollzugsklinik in Herne hat ein Drehteam die Therapiefachleute und ihre Patienten begleitet.


Foto: Textausgabe des MRVG (Broschüre)

Fremdsprachige Übersetzungen des MRVG NRW und der VO MRVG in aktualisierter Fassung

Im Zuge einer durchgeführten Patientenbefragung wurde die Notwendigkeit der Übersetzung des nordrhein-westfälischen Maßregelvollzugsgesetzes (MRVG NRW) in mehrere Sprachen deutlich. Wir haben dies zum Anlass genommen, sowohl das MRVG NRW als auch die Verordnung zur Umsetzung des Maßregelvollzugsgesetzes (VO-MRVG) in die englische, französische, türkische und russische Sprache übersetzen zu lassen. Die Übersetzungen liegen nunmehr in aktueller Fassung (Stand: 31.12.2012) vor und können im Internet eingesehen werden. Die Übersetzungen sind nichtamtlich. Maßgeblich ist allein der Wortlaut der amtlichen Fassung.

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Grafik: mehrere Exemplare der Informationsbroschüre über den Maßregelvollzug in Westfalen-Lippe

Mit Sicherheit für die Menschen - Maßregelvollzug in Westfalen-Lippe

Dies ist der Titel der neuen, gerade in 2. Auflage vom LWL herausgegebenen Informationsbroschüre, die den Maßregelvollzug im Landesteil Westfalen-Lippe für die Bürgerinnen und Bürger verständlicher machen will.
Die Broschüre ist aktualisiert worden und erscheint numehr in größerem, besser lesbarem DIN-A4-Format.

Über die folgende Verbindung können Sie die Informationsbroschüre anschauen und als PDF-Datei herunterladen.

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