Schutz für Bevölkerung und Personal
In dreifacher Hinsicht erfüllen bauliche und elektronische Vorrichtungen an der forensischen Klinik Sicherheitsfunktionen: nach außen zum Schutz der Bevölkerung, nach innen zum Schutz des Personals, und indem sie die notwendigen Rahmenbedingungen schaffen für den nachhaltigsten Schutz der Gesellschaft, die Sicherheit durch Therapie. ![]() |
|
Pforte
Die moderne Pfortenanlage ist der einzige Zugang zu der Klinik. Alle Personen, die die Klinik betreten oder verlassen, müssen diese Kontrollstelle passieren. Hier befindet sich auch die ebenso gesicherte Zufahrt für Lieferfahrzeuge und Feuerwehr- oder Rettungsfahrzeuge. Die Pforte ist rund um die Uhr besetzt und fungiert beim Betreten oder Verlassen des Gebäudes als Sicherheitsschleuse: erst nachdem die erste Tür geschlossen ist und nach der elektronisch unterstützten Kontrolle des/r Eintretenden öffnet sich die zweite Schleusentür. Das Verlassen der Einrichtung ist nur dann möglich, wenn der Ausgang durch das speziell abgesicherte Pfortenpersonal frei gegeben wird.
|
![]() |
|
Stationsgebäude
In dem zweistöckigen Gebäude sind auf zwei Stationen die Patientenzimmer sowie Küche, Speise- und Aufenthaltsräume der Patienten untergebracht. Die Fenster der Patientenzimmer bestehen aus Sicherheitsglas mit nur einem schmalen, aufklappbaren Seitenschlitz, darüber hinaus zeigen sämtliche Fenster des Stationsgebäudes in einen der gesicherten Außenhöfe. Auf jeder Station gibt es besonders gesicherte Räume, in denen einzelne Patienten bei einer psychischen Krise getrennt untergebracht werden können. Die Stationen sind auf größtmögliche Überschaubarkeit hin angelegt .
|
![]() |
|
Therapie- und Verwaltungsgebäude
Das Therapie- und Verwaltungsgebäude ist - wie alle Gebäude, die einen Teil der Außensicherung bilden - erkletterungssicher angelegt (siehe auch unter "Höfe und Mauern") und mit einer ausbruchssicheren Frontseite ausgestattet. Patienten halten sich hier nur in Begleitung oder unter direkter Aufsicht von Pflegepersonal oder Therapeuten/innen auf. In diesem Gebäude befinden sich unter anderem die Therapieräume der Beschäftigungs- und Arbeitstherapie, außerdem Büroräume und Besprechungszimmer. Um notwendige körpermedizinische Behandlungen der Patienten innerhalb der Klinikmauern durchführen zu können, sind hier Konsiliarräume für Zahnarzt, Internist und Allgemeinarzt eingerichtet.
|
![]() |
|
Außenhöfe und Mauer
Die vier Höfe und der Sportplatz sind nach außen mit einer 5,5 Meter hohen Mauer gesichert, die elektronisch und videotechnisch überwacht wird. Ebenso wie die Mauer sind auch die angrenzenden Gebäudefassaden erkletterungssicher angelegt: keine Vorsprünge, Fensterbänke, Regenrinnen, die als Kletterhilfe genutzt werden könnten, lang gezogene Dachüberstände, deren Form ein Überklettern von der Fassade aus verhindert. Dies gilt auch für den Innenhof im Therapie- und Verwaltungstrakt.
|
![]() |
|
Sichtstreifen
Die gesamte Anlage ist von einem freien, kameraüberwachten Sichtstreifen umgeben, der wiederum von einem Außenzaun begrenzt wird. Dieser Sichtstreifen soll vor allem verhindern, dass jemand von außen unbemerkt an die Mauer herantreten kann.
|
![]() |
|
Sporthalle
Die Sporthalle ist vom Therapie- und Verwaltungstrakt aus zugänglich und nach außen hin völlig abgeschlossen ohne weiteren Zugang. Patienten halten sich hier nur unter Aufsicht auf. Bei Bedarf lassen die baulichen Gegebenheiten zu, dass externe Veranstaltungen wie beispielsweise Vorträge oder Theateraufführungen unter strenger Personenkontrolle durchgeführt werden könnten, da eine gesicherte Zuführung von der Pforte durch den geschlossenen Therapie- und Verwaltungstrakt möglich ist.
|
![]() |
|
Verbindungsflure
Durch die separat verlaufenden Verbindungsflure können die Patienten sicher und ohne Störung des angrenzenden Areals von einem Bereich zum nächsten geführt werden. Der Weg vom Stationsgebäude zum Therapie- und Verwaltungsgebäude ist durch einen drei Meter hohen Verbindungszaun abgegrenzt. Dadurch wird die Passage auf die Seite des Sportplatzes beschränkt.
|
Bauliche Sicherheit
Sicherheitsstreifen Die gesamte Anlage wird von einem freien, kameraüberwachten Sicherheitsstreifen umgeben, der wiederum von einem Außenzaun begrenzt wird. Dieser Sicherheitsstreifen soll vor allem verhindern, dass jemand von außen unbemerkt an die Mauer herantreten kann.
Erfahrungen beim Bau neuer forensischer Kliniken im In- und Ausland sind in das Sicherheitskonzept der LWL-Klinik für Forensische Psychiatrie Dortmund eingeflossen. Besonders berücksichtigt haben die Planer/innen des Landesbeauftragen für den Maßregelvollzug die Vorschläge von internationalen Expertenkommissionen, Gutachten und LWL-Fachleuten zur Sicherheit im Maßregelvollzug - sowohl in therapeutischer als auch in baulicher Hinsicht. Die zuständigen Polizeibehörden wurden bei der Erstellung des Sicherheitskonzeptes einbezogen.Jüngste Bearbeitung:
9. 6. 2008
