Die Bildleiste zeigt verschiedene Motive aus der Region Westfalen-Lippe

Westfälische Symbole

Identifikation mit Westfalen

Die Identifikation mit Westfalen findet auch durch Flaggen, Wappen, Lieder und traditionelle Bräuche statt.
Flaggen
Der Ursprung des Wortes Flagge ist im alten sächsischen oder germanischen Wort "Flaken" zu suchen, was so viel wie „Im Winde wehen“ bedeutet. So wurden Flaggen zunächst nur von den Seestädten verwandt, um deren Handelsschiffe kenntlich zu machen. Zu diesem Zeitpunkt wurden bereits Regeln für Flaggen aufgestellt, die heute noch gelten. Bei der Gestaltung von Flaggen werden statt Gold und Silber grundsätzlich die Farben Gelb und Weiß benutzt. Flaggen dienen in der Regel dazu, eine Zugehörigkeit zu einem Land, einer Region oder einer Organisation darzustellen. 

Die Westfalenflagge des LWL
Die offizielle Flagge des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) trägt das Westfalenross in der Mitte. Nach dem Beschluss der LWL-Landschaftversammlung wurde die Westfalenfahne somit um das Wappentier ergänzt

Westfalenflagge
Mit der Entstehung der Provinz Westfalen auf dem Wiener Kongress von 1815 wurde die Westfalenflagge als Wahrzeichen der Provinz um 1882 eingeführt. Die Flagge ist Weiß und Rot längsgestreift; vermutlich lassen sich die Farben auf die Bedeutung der hansischen Farben zurückführen.

Wappen
Der Begriff Wappen, der auf das mittelhochdeutsche Wort "wâpen" zurückgeht, kam erst im 12. Jahrhundert in Westeuropa als willkürlich gewähltes "militärisches" Erkennungszeichen adeliger Ritter auf. Es bedeutet nichts anderes als "Waffen" und lässt somit den kriegerischen Ursprung erkennen. Bei der Gestaltung eines Wappens gelten genaue heraldische Farbregeln. Verwendet werden dürfen lediglich die Farben Rot, Blau, Grün und Schwarz sowie die beiden Metalle Gold und Silber, welche jedoch ersatzweise durch Gelb beziehungsweise Weiß dargestellt werden können. 

Westfalenwappen
Das westfälische Wappen in seiner historischen Fassung besteht aus einem roten Schild, auf dem sich das Westfalenpferd befindet. Es stammt vom so genannten Sachsenross, einem vermuteten Stammessymbol der germanischen Sachsen, ab. Seit dem Mittelalter ist das weiße, springende Pferd auf rotem Grund mit dem Namen Westfalen verknüpft. Die aus grafischen Gründen zweckmäßige Haltung des erhobenen Pferdeschweifes gilt heute als wesentliches Charakteristikum des Westfalenpferdes. Im Gegensatz zum niedersächsischen Wappenpferd weist der Schweif des Westfalenpferdes nach oben.

Lippische Rose
Die Lippische Rose repräsentiert vor allem den Kreis Lippe. Bei der Rose handelt es sich - wie beim Westfalenpferd - um ein Wappensymbol. Es zeigt eine Rose mit fünf roten Blütenblättern und goldenen (gelben) Kelchblättern.


Mehr Infos zum Thema Wappen in Westfalen-Lippe enthält die Broschüre ''Die Wappen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) und seiner Mitglieder''.


Westfalenlied
Auch das 1886 komponierte Westfalenlied gilt als eines der Symbole Westfalens. Als Hymne und Ausdruck der westfälischen Kultur beschreibt es in seinen Strophen die Bewohnerinnen und Bewohner Westfalens in den verschiedenen Einzelregionen, und zwar "zwischen Rhein und Weserstrand". Verfasst wurde der Text von Emil Rittershaus (1834 - 1897) im Jahr 1869 im Iserlohner Gasthof zur Post. Bezeichnend ist die Art seiner Darstellung. Sie sagt vor allem aus, was die Westfalen nicht sind. Im Laufe der Zeit sind verschiedenen Kompositionen des Westfalenliedes entstanden. Unter anderem die wohl bekannteste Vertonung von Peter Johann Peters (1820 - 1870).
Auszüge aus: Peter Veddeler (Text), Historische Kommission für Westfalen (Hg.): Wappen, Siegel, Flaggen. Die kommunalen Hoheitszeichen des Landschaftsverbandes, der Kreise, Städte und Gemeinden in Westfalen-Lippe. Münster 2003.


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