Die Bildleiste zeigt verschiedene Motive aus der Region Westfalen-Lippe
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Westfalen geographisch

Sauer- und Siegerland

Im Sauer- und Siegerland (28% der Gesamtfläche Westfalens) beträgt die mittlere Jahrestemperatur in Abhängigkeit von der Höhenlage im Unterland (unter 300m) und den Talzügen der mittleren Ruhr und Lenne sowie der oberen Sieg (vgl. Station Siegen in Tab.1) 8,5° – 9°C, dagegen in den Gipfellagen des Rothaargebirges nur 5°C. Im Sommer (Juli) steigen die Monatsmittel im Unterland und den größeren Talzügen auf 17° – 17,5°C an, im Oberland (über 300m) auf 14°C; im kältesten Monat (Januar) sinken die Mittelwerte auf 0° bis 2°C (Unterland) sowie -3° bis -4°C im Oberland. Auch bei den Niederschlägen bildet sich die Höhenstufung ab. Das Oberland erhält mit 1200 – 1400 mm Jahresniederschlag – in der Kammregion des Rothaargebirges bis zu 1520 mm – die höchsten Niederschläge in Westfalen. Das Unterland verzeichnet 800 – 900 mm Niederschlag im Jahresmittel.

Im Oberland fällt ein Viertel bis knapp die Hälfte des Jahresniederschlags als Schnee oder Schneeregen (z.B. in Lüdenscheid 24%, am Kahlen Asten 47%). Das Sauerland hat mit 32% den geringsten Landwirtschaftsflächenanteil (Acker-Grünland-Verhältnis 2,8:1) unter den drei großen westfälischen Landesteilen. Dem steht ein Waldflächenanteil von 51% gegenüber, der das Sauerland als ein ausgesprochenes Waldland kennzeichnet. Anstelle von Eichen und Kiefern (Westfälische Bucht) oder Buchen (Weserbergland) dominiert hier die Fichte, und zwar mit 64%. Die Ertragsmesszahlen der Böden liegen zwischen 33 und 64, im Oberland sinken sie ab auf unter 33. Die Einwohnerzahl des Sauerlandes beträgt 2,0 Mio. (23% der Gesamtbevölkerung Westfalens); die Einwohnerdichte (317 Einw./km²) entspricht der des Weserberglandes.

Quelle: Prof. Dr. Klaus Temlitz, Geschäftsführer der Geographischen Kommission für Westfalen 
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