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Westfalen Geografie

Die Westfälische Bucht

Die Westfälische Bucht nimmt knapp die Hälfte (47%) der Fläche Westfalens ein. Klimatisch gesehen liegt die Bucht – wie Westfalen insgesamt – in einem maritim geprägten Bereich mit kühleren Sommern und milderen Wintern.

Downlaod der Statistik der naturräumlichen Großlandschaften Westfalens Statistik der naturräumlichen Großlandschaften Westfalens
Die Monatsmittel der Lufttemperatur erreichen im langjährigen Durchschnitt (1961–1990) in der zum Atlantik hin geöffneten Bucht noch Pluswerte um 1,5°C im kältesten Monat (Januar) und steigen im wärmsten Monat (Juli) auf Werte um 18°C. In den städtischen Ballungszentren im Ruhrgebiet liegt das Jahresmittel der Lufttemperatur um 10,5°C; in den höher gelegenen Baumbergen und Beckumer Bergen dagegen eine Halbgradstufe unter dem Mittel der Bucht insgesamt (10°C).
Hinsichtlich der Niederschlagshöhen zeigt sich ein Maximum im Juni bei einem Jahresmittel von 700 – 750 mm im Kernmünsterland zwischen Lünen, Münster und Rheine (vgl. Station Greven in Tab. 1) und Jahresmitteln bis 850 mm im West- und Ostmünsterland sowie in den ansteigenden Randgebieten der Bucht im Süden und Osten.

Fruchtbare Böden
Nach der Nutzungsart entfallen 60% der Westfälischen Bucht auf Landwirtschaftsflächen (Acker-Grünland-Verhältnis 2,3:1) und 15% auf Waldflächen, auf denen vorrangig und zu gleichen Teilen (je 23%) Eichen und Kiefern stehen. Die natürliche Fruchtbarkeit der Böden, ausgedrückt in Ertragsmesszahlen in Relation zu den besten Böden Deutschlands in der Magdeburger Börde (=100), erreicht östlich der Ems, im nördlichen und auch weitgehend im westlichen Münsterland nur Werte unter 33, im Kernmünsterland zwischen 33 und 64 sowie in den Börden des Hellweggebietes über 64 (bis um 80 in der Soester Börde). Von den Einwohnern Westfalens leben die meisten (knapp 58% oder 4,9 Mio.) in der Westfälischen Bucht (mit dem westfälischen Teil des Ruhrgebietes); die Einwohnerdichte beträgt 486 Einw./km² (in Westfalen insgesamt 396 Einw./km²), im Münsterland – für sich genommen – 264 Einw./km².

Quelle: Prof. Dr. Klaus Temlitz, Geschäftsführer der Geographischen Kommission für Westfalen 

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