Westfalen Geografie
Westfalen und seine Landesteile in geographisch-statistischer Sicht
1953 wurde der Landschaftsverband Westfalen-Lippe gegründet (Sitz Münster), der als Nachfolger des preußischen Provinzialverbandes übergeordnete Dienstleistungsaufgaben der kommunalen Selbstverwaltung wahrnimmt. Seit dem Abschluss der Verwaltungsgebietsreform (1967–76) gliedert sich Westfalen in 18 Kreise, 9 kreisfreie Städte und 231 kreisangehörige Gemeinden. Westfalen erstreckt sich über 209 km Luftlinie von Preußisch Ströhen, Stadt Rahden, Kreis Minden-Lübbecke, im Norden bis zur Gemeinde Burbach, Kreis Siegen-Wittgenstein, im Süden. Die Endpunkte liegen bei 52°32’ bzw. 50°41’ nördl. Breite. Fast identisch ist mit 211 km Luftlinie die Entfernung zwischen den äußersten Grenzpunkten im Westen (6°23’ östl. Länge) bei Anholt, Stadt Isselburg, Kreis Borken, sowie Stahle, Stadt und Kreis Höxter, im Osten (9°28’ östl. Länge von Greenwich). Das im Norden und Osten an Niedersachsen, im Süden an Hessen und Rheinland-Pfalz, im Westen an die rheinländischen Regierungsbezirke Köln und Düsseldorf sowie die Niederlande grenzende westfälische Gebiet umfasst eine Fläche von 21426,94 km² (63% der Landesfläche Nordrhein-Westfalens) mit 8,474 Mio. Einwohnern (31.12.2004) bzw. 47% der Gesamtbevölkerung des Bundeslandes (18,075 Mio.).
Quelle: Prof. Dr. Klaus Temlitz, Geschäftsführer der Geographischen Kommission für Westfalen
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Um die riesigen Steine ranken sich einige Legenden. Der Teufel und ein kleiner Ort im Münsterland, das sind die Hauptakteure in der Geschichte über die Entstehung des Ortes Holtwick. "Holt wiek oder ik smiet", soll der Teufel ausgerufen haben, als das Christentum auch im Münsterland Einzug hielt und die ersten Kirchen entstanden.
Daraufhin versuchte der Teufel den Bau des Gotteshauses mit Steinwürfen zu verhindern. Ein Eichenwald, der in der Wurfbahn des Teufels lag, verhinderte Schlimmeres, denn der aus der Ferne geworfene schwere Stein verfehlte sein Ziel. Mit großer Wucht schlug er in den Boden ein. Der Ort, an dem der Stein niedergefallen war, erhielt den Namen Holtwick. (Aus: Heimatverein Holtwick, 1992)
Nun steht die Unschuld des Teufels aber eindeutig fest, denn die riesigen Steine gelangten mit den Eismassen der Eiszeit nach Westfalen. Der größte Findling ist der "Große Stein" von Tonnen- heide, der ein Gewicht von 271,3 t und ein Volumen von 102,4 m³ besitzt.
