Regionale Identität

Wiederentdeckung der Region

In Zeiten der Globalisierung findet vielerorts eine Rückbesinnung auf das regionale Umfeld statt. Wenn der Nationalstaat und das soziale Milieu, in dem man sich bewegt, immer mehr an Bedeutung verliert, suchen viele nach ihren ursprünglichen Wurzeln oder Zugehörigkeiten. Die Region steht wieder mehr und mehr im Mittelpunkt und gibt den Bürgerinnen und Bürgern Stabilität und vor allem eine Identität, die durch die Aufweichung der Grenzen der Nationalstaaten im Zuge der Globalisierung und der damit wachsenden Anonymität zu verschwimmen schien. Die Wiederentdeckung einer Regionalen Identität erweckt einen gewissen Stolz auf die eigene Region und erhöht die Bereitschaft, sich in diesem Umfeld zu engagieren. Es gibt verschiedene Bereiche, die einen Teil der Identität im regionalen Bereich ausmachen. So sind Kriterien der Mitgliedschaft wie gemeinsame Rituale, Sitten, Symbole, aber auch Sprache wichtig, um sich als Gruppe innerhalb eines Gebietes definieren zu können. Diese Identifikation kann zu einem bestimmten Selbstbild in der eigenen Region führen. Neben diesem Aspekt spielen auch Verpflichtungen gegenüber anderen Menschen und Institutionen in der Region eine Rolle. Indem Verantwortung von jedem Einzelnen in der Region übernommen wird, steigt auch das Bestreben nach einem Gemeinwohl. Westfalen mit einer Vergangenheit, die von den Menschen gemeinsam geteilt wird, bringt auch Zukunft hervor und bildet den Zusammenhalt zwischen den Menschen in der Region weiter aus.
Quelle: Schriftenreihe der Stiftung Westfalen-Initiative. Wielens, Hans (Hg.): Westfalen im Europa der Regionen. Münster 2001.