Vom Westfälischen Frieden bis zum Westfälischen Abendmahl, von der Industriekultur bis zu Ausstellungen mit internationalem Publikum: Westfalen ist so vielfältig wie seine Regionen.
Westfalen umfasst mit einer Fläche von 21.427 Quadratkilometern den nordöstlichen Teil des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Dazu gehören das Münsterland, ein Teil des Ruhrgebietes, das nordwestliche Weserbergland und das Sauer- und das Siegerland. Die Region gliedert sich in die drei Regierungsbezirke Arnsberg, Detmold und Münster und besteht aus 231 Gemeinden, 18 Kreisen und neun kreisfreien Städte. Hier leben rund 8,5 Millionen Menschen. Die größten Städte sind Dortmund (580.000 Einwohner), Bochum (370.000), Bielefeld (326.000) und Münster (273.000).
Geschichte
Der Name „Westfalai“ wurde erstmals im Jahr 774 für die westliche Herrschaft der Sachsen in den fränkischen Reichsannalen bezeugt. In einem längeren Prozess vom 9. bis zum 13. Jahrhundert bürgerte sich dieser Name als Bezeichnung des Raumes zwischen Ruhr und Weser ein. Geprägt wurde die Region der Varusschlacht durch mehrere historische Ereignisse. Dazu zählen die westfälischen Friedensverträge, die 1648 den Dreißigjährigen Krieg beendeten, und die Entstehung der preußischen Provinz Westfalen als einheitliches politisches Gebilde in den Jahren 1815/16 als Folge des Wiener Kongresses.
Vielfältige Kultur und Lebensart
Die westfälische Kulturszene spiegelt die Vielfalt der Region wider. Zahlreiche Kirchen, Schlösser und Baukunstwerke verschiedener Epochen haben eine überregionale Bedeutung. Viele Museen informieren über die industrielle Vergangenheit, während sich andere Häuser und Ausstellungsreihen auf die Präsentation zeitgenössischer Kunst konzentrieren.
Die westfälische Lebensart führt die unterschiedlichen Einflüsse in der Region unmittelbar vor Augen: Von der Currywurst als Kultobjekt im Ruhrgebiet über ursprüngliches Brauchtum in ländlichen Gebieten bis zur Radfahrer-Metropole Münster. Westfalen bietet für jeden Geschmack Reizvolles.