Vorstellung des 'neuen' Greiferwebstuhls
LWL-Textilmuseum stellt jetzt auch moderne Webtechnik vorBocholt (lwl). Erstmals betreibt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in seinem Textilmuseum in Bocholt einen Webstuhl, der die Schussfäden mittels Greiferstangen in die Kettfäden einträgt. Das ist heute gängige Technik, doch die Webmaschine der Firma Günne aus dem Sauerland besitzt mit einem Alter von ungefähr 30 Jahren bereits musealen Charakter. Bis vor einigen Jahren produzierte sie Wollschals in einer Hausweberei in Oberfranken. Von dort gelangte sie ins LWL-Textilmuseum nach Bocholt.
Da alle anderen Webstühle im LWL-Museum mit Webschützen betrieben werden, müssen sich die Museumsmitarbeiter mit dieser Technik erst einmal vertraut machen. Der sehr zuverlässige und robuste Günne-Greiferwebstuhl hat schnell Freunde im Museum gefunden.
Am Sonntag, den 16. Februar, wird Dr. Arnold Lassotta die neue Webmaschine offiziell vorstellen. Um 15 Uhr und bei Bedarf zusätzlich um 16 Uhr wird er in einer Führung die Geschichte der Greifertechnik sowie die Entwicklung der Firma Günne erläutern. Bei der stellt Lassotta natürlich auch die Geschichte des neuen Greiferstangen-Webstuhls in den Mittelpunkt. Er wird berichten, wo die historische Maschine welche Produkte hergestellt hat.
Die Teilnahme an dieser Führung ist kostenlos. Die erste kostenlose Sonntagsführung um 14 Uhr findet wie üblich statt, die zweite um 15.30 Uhr fällt zugunsten der Themenführung aus.
Pressekontakt:Dr. Hermann Josef Stenkamp, Tel. 02871 216110 und Markus Fischer, Tel. 0251 591-235
presse@lwl.org