'Fuckepott' dampft noch vier Wochen
LWL-Ausstellung zur Bocholter Industrialisierung verlängertBocholt( lwl). Um vier Wochen verlängert der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) seine Sonderausstellung "Fuckepott", die an den Beginn der Industrialisierung in Bocholt erinnert. Bis Sonntag, 29. September, haben Besucher des Westfälischen Industriemuseums Gelegenheit, den Weg der Textilstadt in die Industrialisierung zu verfolgen. Anlass der Ausstellung ist der Einzug der ersten Dampfmaschine - des sogenannten "Fuckepotts" - in einer Bocholter Textilfabrik vor 150 Jahren.
In Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Bocholt führt das LWL-Industriemuseum in der Schau durch gut 100 Jahre Gewerbe und Industriegeschichte, vor allem den vor- und frühindustriellen Anfängen bis zum Ersten Weltkrieg. In dieser Zeit wuchs Bocholt von einer kleinen Landstadt zu einem bedeutenden Standort der deutschen Textilindustrie an. "Nahezu 10.000 Menschen verdienten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ihr Brot als Spinner, Weber, Bleicher, Färber und Drucker in zeitweise über 60 Betrieben", erzählt Dr. Arnold Lassotta vom Westfälischen Industriemuseum.
Das LWL-Museum bietet vor allem Schulklassen die Gelegenheit, bei einem geführten Rundgang die Textilgeschichte des Westmünsterlandes kennenzulernen. Zahlreiche Originaldokumente und Exponate machen das Dampfzeitalter lebendig. Vertiefende Einblicke ermöglichen Themenführungen, die im Westfälischen Industriemuseum gebucht werden können. Der Besuch kann auch mit einem industriegeschichtlichen Stadtrundgang kombiniert werden, der einen eindrucksvollen Blick auf die bauliche Entwicklung der Stadt und die architektonischen Zeugnisse des Industriezeitalters bietet.
Die Ausstellung "Fuckepott - Bocholts Weg in die Industrialisierung" ist täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Führungen für Schulklassen sind ab 9 Uhr möglich. Informationen unter Tel. 02871 / 21611-0.
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