Radtour durch die Textilgeschichte Bocholts
Familiensonntag mit Führung und Experimenten zum Thema DampfBocholt (lwl). Wichtige architektonische Zeugnisse zur Bocholter Textilindustrie prägen bis heute das Bild der Stadt. Arbeitersiedlungen, Fabrikantenvillen und insbesondere Fabrikbauten können spannende Geschichten erzählen. Diese Spuren will Dr. Hermann Josef Stenkamp, Leiter des Textilmuseums in Bocholt, bei einer zweistündigen Fahrradtour am kommenden
Sonntag, 1. September, sichtbar machen. Die Tour - eine gemeinsame Aktion des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) als Träger des Museums mit der Stadtmarketing Gesellschaft - beginnt um 11 Uhr am historischen Rathaus in Bocholt.
Wo stand in Bocholt die erste Fabrik, welche Verbindung besteht zwischen Flender, Siemens und ehemaligen Textilbetrieben, oder welche Fabriken wurden durch Brand oder Einsturzkatastrophen zerstört? Diese und weitere Aspekte erläutert Museumsleiter Stenkamp an den historischen Standorten.
Vom Rathaus aus geht es per Fahrrad u. a. zu alten Industriegebäuden an der Kaiser Wilhelm Straße und an der Industriestraße, zu den Textilarbeiterhäusern an der Urbachstraße und bedeutenden Fabrikantenvillen an der Salierstraße und an der Bahnhofstraße, aber auch zu "modernen" Standorten, an denen früher die Textilindustrie beheimatet war.
Die geführte Stadtrundfahrt kostet 2 € pro Person. Anmeldungen nehmen das Westfälische Industriemuseum unter Tel. 02871 21611-0 und die Stadtinformation Bocholt unter Tel. 02871 5044 entgegen.
Am
Sonntag, 1. September, bietet das LWL-Textilmuseum außerdem wieder einen Nachmittag zum Thema "Dampfmaschine" für die ganze Familie an.
Museumsmitarbeiterin Waltraud Keck-Buschmann zeigt Besuchern bei einer Führung ab 15.30 Uhr beim Gang durch die Sonderausstellung "Fuckepott" Bocholts Weg in die Industrialisierung. Zur gleichen Zeit lädt das Westfälische Industriemuseum den Nachwuchs zu Experimenten mit Feuer und Wasser ein: Unter dem Motto "Wat is en Dampfmaschin?" können Jungen und Mädchen gemeinsam mit Elfriede Heitkamp am Modell ausprobieren, wie ein "Fuckepott" funktioniert. Beide Angebote sind kostenlos. Die Besucher zahlen lediglich den Eintritt ins Museum.
Die reguläre Sonntagsführung durch das Westfälische Industriemuseum am 1. September beginnt um 14 Uhr.
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