Meckern unterm Födergerüst:
Ziegenzüchter bringen 'Bergmannskühe' zur Zeche ZollernDortmund (lwl). Jedes Zechenhaus hatte früher einen Garten mit Ziegenstall. Die "Bergmannskuh" lieferte Milch und Mist, Fell und Fleisch. Mit dem Zechensterben verschwand auch das Gemeckere aus den Gärten. Die "weiße deutsche Edelziege", wie die "Bergmannskuh" mit richtigem Namen heißt, war sogar vom Aussterben bedroht: Von 1000 Züchtern, die 1902 den Dortmunder Kreisverband gründeten, waren 1980 nur noch vier Züchter mit zehn Ziegen übrig. Im Jahr seines 100. Bestehens hat der
Kreisverband der Ziegenzüchter in Dortmund und Umgebung - inzwischen der einzige von ehemals 38 in Westfalen-Lippe - keine Nachwuchssorgen mehr. Das zeigen der Kreisverband und der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) bei der Jubiläumsschau am kommenden Wochenende, Samstag und Sonntag, 22./23. Juni, im Westfälischen Industriemuseum Zeche Zollern II/IV.
55 Ziegen und zahlreiche andere typische Tiere der Bergleute wie Kaninchen, Geflügel und Tauben tummeln sich dann unter dem Fördergerüst. Auch Imker und Fuchsienzüchter machen bei der Schau im LWL-Museum mit. Für die Züchter selbst stehen Körung, Prämierung und Verkauf der Jungtiere auf dem Programm. Besucher können sich das bunte Treiben ansehen und Produkte wie Ziegenkäse und Honig, Fuchsien und andere Sommerblumen kaufen.
Die Bergmannskuh
Sonderschau typischer Tiere der Bergleute zum 100-jährigen Jubiläum der Ziegenzucht in Dortmund, mit einer großen Fuchsienschau
Veranstalter: Kreisverband der Ziegenzüchter e. V. Dortmund in Zusammenarbeit mit dem Westfälischen Industriemuseum des LWL
Zeche Zollern II/IV, Grubenweg 5, in Dortmund-Bövinghausen
Geöffnet Sa, 22. Juni, und So, 23. Juni 2002, jeweils von 10 bis 18 Uhr
Eintritt: 80 Cent
Pressekontakt:Markus Fischer Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org