Unser Beitrag zur Inklusion

Barrierefreier Zugang zu Information und Kommunikation

Im März 2011 ist die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen in Deutschland zwei Jahre in Kraft. Die Konvention beschreibt die bestehenden Menschenrechte aus der Perspektive von Menschen mit Behinderungen und macht sie zu einer völkerrechtlich verbindlichen Aufgabe.

Der erste Absatz des Artikels 9 der Konvention regelt u. a. die Zugänglichkeit von Informations-, Kommunikations- und anderen Diensten, einschließlich elektronischer Dienste und Notdienste.

Ziel ist es, Menschen mit Behinderungen eine unabhängige Lebensführung und die volle Teilhabe in allen Lebensbereichen zu ermöglichen. Hierzu zählen geeignete Maßnahmen, um für Menschen mit Behinderungen den gleichberechtigten Zugang zu Information und Kommunikation inklusive der Informations- und Kommunikationstechnologien und -systeme zu verschaffen.

Im Folgenden der Überblick über Aktivitäten des LWL hinsichtlich barrierefreier Druck- und Bildschirmanwendungen.

Das LWL-Integrationsamt begleitet Jan-Henning auf seinem Weg in das Berufsleben.

Was unternimmt der LWL?

Welche Maßnahmen hat der LWL getroffen, um den barrierefreien Zugang zu Druckerzeugnissen des Verbandes zu ermöglichen?

Grundsätzlich geht der LWL davon aus, dass Menschen, die eine Sehbehinderung haben, oder blinde Menschen, ihre Hilfsmittel nutzen, um Printmedien zu lesen. Darüber hinaus hat der LWL sein Corporate Design (CD) aktualisiert und verbandsweit neue Schriften eingeführt:

Für alle LWL-Printmedien werden die Schriften Frutiger und Stone Serif  und für die elektronische Kommunikation via Internet, Intranet und E-Mail die Systemschriften Arial, Georgia und Verdana. Zusätzlich sensibilisiert der LWL für die Problematik, indem er Kritierien zur barrierefreien Gestaltung in das CD-Handbuch einpflegte.


Warum wurden diese Schriften für Printmedien ausgewählt?

Die Schriften sind gut lesbare Schriften. Sie gewährleisten offene Buchstaben (a, b c, d, e, ä, ö, ü) und einen ausreichenden Buchstabenabstand. Die Schriften zählen zudem zu den klassischen Schriften, die Agenturen in der Regel nutzen. Die aufgeführten Systemschriften sind die gängigsten und auf jedem PC verfügbar.

 

Welche Maßnahmen hat der LWL getroffen, um den barrierefreien Zugang zu Internetauftritten zu ermöglichen?

Da sich der Internetauftritt des LWL gerade auch an Menschen mit Behinderung wendet, hat die Barrierefreiheit des Auftritts bereits seit Jahren hohe Priorität.

Gesetzliche Grundlagen für die barrierefreie Gestaltung sind: 

  • die Barrierefreie Informationstechnikverordnung NRW (BITV-NRW) und
  • das Behindertengleichstellungsgesetz NRW (BGG NRW).

Internetauftritte, die mit dem LWL-eigenen Redaktionssystem realisiert werden (rund 85 Prozent der Internetauftritte unter www.lwl.org), generieren sich aus technischer Sicht automatisch barrierefrei. Internetauftritte, die von Fremdfirmen erstellt werden (rund 15 Prozent), sind ebenfalls weitgehend zugänglich, da auch externe Firmen durch o. g. Gesetze verpflichtet sind, die Barrierefreiheit zu gewährleisten. Empfohlen wird den LWL-Einrichtungen bei der Zusammenarbeit mit Fremdfirmen, die Umsetzung der Barrierefreiheit vertraglich zu regeln. 

 

Welche Empfehlungen gibt es für Videos?

Alle bisher produzierten sowie neue Videos werden ab 2011 mit Untertiteln zur Verfügung gestellt.