„Türöffner“ zur psychiatrischen Behandlung

Neuer LWL-Film über spezielle Angebote für Migranten

Selbst gemachte Teigtaschen aus Kasachstan, dazu Tee aus dem Samowar. Drogenentzugspatientin Olga hilft es im Klinikalltag sehr, wenn „unsere russische Kultur hier angenommen wird“, und sei es beim gemeinsamen Stationsessen.
Hier – das ist die Suchtstation in der Marsberger Psychiatrieklinik des LWL. Hier – das ist das Projekt ‚Grenzenlos‘, das mit speziellen Angeboten und unterstützt von versierten Integrationsberatern mentale, kulturelle und sprachliche Hürden überwinden helfen will, wenn sie Zuwanderer stärker noch als Einheimische Distanz zur Psychiatrie halten lassen.
„So etwas wie einen Türöffner“ zur Behandlung sieht Mehmet Toker in der Vertrautheit mit dem Herkunftshintergrund hilfesuchender Migranten. Der türkischstämmige Psychologe und Integrationsberater an der kinder- und jugendpsychiatrischen LWL-Universitätsklinik Hamm: “Ob Erwachsener, Jugendlicher oder Kind – sie leiden an der gleichen Anzahl psychischer Erkrankungen. Behandeln lassen sich nur wenige.“ Und wenn, „dann kommen sie oftmals sehr verschlossen zu uns“, sagt Hermann Emmerich, der das Marsberger ‚Grenzenlos‘-Projekt mitentwickelt hat.
Ob mit mehrsprachigen Infobroschüren und Internetauftritten, ob mit heimatlicher Musik und Spielen in der Gruppe oder bei der gemeinsamen Zubereitung exotischer Gerichte: Wie in den 15 allgemeinpsychiatrischen LWL-Kliniken Integration gestaltet wird, das zeigt der LWL-Film.