Eine Urkunde und Glückwünsche überreichte Dr. Wolfgang Kirsch (r.), LWL-Direktor, an Dieter Jütte (Mitte), Mitarbeiter im LWL-Zentrum für Forensische Psychiatrie Lippstadt. Birgit Westers, Leiterin der Haupt- und Personalabteilung und Mitglied der zentralen Ideenkommission, gratulierte ebenfalls. Foto: LWL/Forbrig

Idee des Jahres 2010 ausgezeichnet

Datenbank spart Zeit und Kosten in der LWL-Forensik: LWL-Direktor gratuliert Dieter Jütte

Westfalen-Lippe (ufo). „Sie haben dazu beigetragen, dass der LWL effektiver arbeitet“: LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch gratulierte am Donnerstag (19. Mai) Dieter Jütte, Mitarbeiter der Patientenverwaltung im LWL-Zentrum für Forensische Psychiatrie Lippstadt, zur Auszeichnung „Idee des Jahres 2010“. Jütte gab über das LWL-Ideenmanagement den Anstoß, eine Datenbank-Software zu entwickeln, die es ermöglicht, eingelagerte Wertgegenstände der Patienten unabhängig vom Aufbewahrungsort zu verwalten.

„Bevor es die Datenbank gab, haben wir die mitgebrachten Wertsachen, wie zum Beispiel Uhren, Mobiltelefone, Digitalkameras oder Laptops, und den Aufbewahrungsort nur zentral auf Karteikarten vermerkt. Wollte ein Patient auf sein Eigentum zugreifen, mussten die Mitarbeiter immer erst telefonisch nachfragen oder persönlich nachsehen, wo sich der gewünschte Gegenstand befindet. Mit der Datenbank entfällt dieser Aufwand. Jetzt kann jeder berechtigte Mitarbeiter die neue Anwendung über das Intranet einsehen und die Wertgegenstände digital verwalten“, erklärt Jütte. Die Zeit- und Kostenersparnis ist groß. Die Ideenkommission der LWL-Einrichtungen am Standort Lippstadt prämierte die Idee mit einer Geldprämie. Auch weitere LWL-Einrichtungen sind bereits an dem Einsatz der Software interessiert.

Eingereichte Idee muss neu sein

2010 haben insgesamt 126 Ideen die Ideenbeauftragten vor Ort erreicht. 54 davon kamen aus dem LWL-PsychiatrieVerbund. Vier der 126 Verbesserungsvorschläge wurden anerkannt. „Das klingt zunächst nach wenig Erfolgschancen“, sagt Lena Heumannskämper, zentrale Ideenbeauftragte beim LWL. Viele Vorschläge seien jedoch oftmals bereits vor der Einreichung in den jeweiligen LWL-Fachabteilungen bekannt und wurden dort schon geprüft. „Das kommt bei einem so großen Verband einfach häufig vor“, so Heumannskämper.

Ihre Empfehlung lautet daher: Bevor man seine Idee einreicht, sollte man die Suche nach Doppelungen in der LWL-Ideenbörse starten, den für die eigene Einrichtung zuständigen Ideenbeauftragten ansprechen und eventuell auch dem eigenen Vorgesetzten die Idee vorstellen.

Vorschläge werden begutachtet

Jede entgegengenommene Idee wird der Abteilung, die davon profitieren soll, zur Begutachtung zugeleitet. In dem Gutachten soll zum Ausdruck gebracht werden, ob die Anregung des Ideengebers realisiert werden kann oder nicht. Grundsätzliche Voraussetzung ist, dass die Idee eine spürbare Verbesserung mit sich bringt und einen Lösungsweg skizziert oder größere Einsparungen möglich macht. Der Aufwand darf zudem nicht höher sein als die Einsparung, die erreicht werden soll.

Auch die Ideen, die nicht umgesetzt werden können, sind laut der Ideenbeauftragten grundsätzlich hilfreich. „Sie zeigen oftmals ‚wo der Schuh drückt‘ und regen die Fachabteilung an, sich mit einem Thema auseinanderzusetzen, was vielleicht in den Hintergrund gerückt ist“, sagt Heumannskämper.

Sonderverlosung läuft noch bis zum 30. Juni

Das LWL-Ideenmanagement hat eine Sonderverlosung mit folgenden Preisen ausgelobt:

1. Preis: Digitalkamera

2. Preis: Apple iPod Nano MP3-Player

3. Preis: Digitaler Bilderrahmen

Die Teilnahmebedingungen stehen auf den Intranetseiten des LWL-Ideenmanagements.