Große Freude in der LWL-Förderschule am Marsbruch in Dortmund: Der Deutsche Fußballmeister 2011 mit Trainer Jürgen Klopp (l.) besuchte die Schülerinnen und Schüler und maß sich im Rollstuhlwettfahren (Bild Mitte). Auch die Mitarbeiterinnen der LWL-Schulverwaltung waren begeistert (r.). Foto: LWL/Lutterbüse

Eine schwarz-gelbe Herzensangelegenheit

Der Deutsche Fußballmeister 2011 besuchte die LWL-Förderschule in Dortmund

Dortmund (lwl). Das hätte keiner erwartet : Mechthild Miketta, Schulleiterin der LWL-Förderschule am Marsbruch in Dortmund, durfte am Mittwoch (18. Mai) die original Meisterschale des amtierenden Deutschen Fußballmeisters in die Schule tragen. Hinter ihr folgte die komplette Mannschaft des BVB. Empfangen wurden Jürgen Klopp, Kevin Großkreutz und Teamkollegen von den körperlich und motorisch gehandicapten Schülerinnen und Schülern mit einer Stimmung wie auf der Südtribüne. „Am Borsigplatz geboren“, sang der Chor und jubelte den Idolen zu.
 

Schülerinnen und Schüler spielten mit BVB-Profis Rolli-Basketball

In der schwarz-gelb geschmückten Turnhalle maßen sich die Schülerinnen, Schüler und BVB-Profis in gemischten Mannschaften in verschiedenen Disziplinen: Mattentragen, Rollstuhlwettfahren und Rollstuhlbasketball. „Als Dede dem Spielerkollegen Santana zur Freude aller an der Hose zog, um noch vor ihm ins Ziel zu kommen oder Kevin Großkreutz beim Rollstuhlbasketball fast einen Überschlag machte, tobte die Halle“, berichtet Rainer Lutterbüse von der LWL-Schulverwaltung in Dortmund. Trainer Jürgen Klopp fachsimpelte derweil mit den Kindern am Spielfeldrand.

Der zweistündige Besuch endete mit einer Autogrammstunde. Vom T-Shirt bis zum Schal wurde alles, was sich einigermaßen als Unterlage eignete, für eine der begehrten Unterschriften genutzt.

Einmalige Beziehung zwischen Schule und Bundesligaverein

„Dass der BVB sogar als Deutscher Fußballmeister die Schule besucht, hatten wir nicht zu hoffen gewagt“, sagt Mechthild Miketta. Bereits vier Mal war das Fußballteam in der LWL-Förderschule in den vergangenen Jahren zu Gast. „So eine Beziehung zwischen eine Schule und einem Verein ist in der gesamten Bundesliga einmalig“, so die Schulleiterin. Als vor einer Woche die erneute Zusage von Borussia Dortmund kam „steppte in der Schule der schwarz-gelbe Bär“.
 

„Die Kinder erleben durch den Besuch der Fußballstars viele besondere, glückliche Momente“, erzählt Miketta. Und auch die Bundesligaprofis sehen die Stunden in der Förderschule nicht als Pflichttermin: „Für uns ist es eine Herzensangelegenheit“, sagt Mannschaftsbetreuer Fritz Lünschermann.