Daniel Brinkmann stellte beim „Tag der öffentlichen Auftraggeber“ in Berlin die Erfahrungen des LWL mit dem Projekt „Reproc-Excellence“ vor. Foto: LWL

Sparen beim Einkauf

Beschaffungsstelle des LWL liegt bei Leistungsvergleich bundesweit vorne

Berlin/Münster (lwl). Die Zentrale Einkaufskoordination (ZEK) des LWL lag beim bundesweiten Leistungsvergleich öffentlicher Beschaffungsstellen, dem „Reproc Excellence“, weit vorne. Das Projekt des Bundesverbandes für Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik und der Universität der Bundeswehr München ermittelt Kennzahlen für den Vergleich von öffentlichen Auftraggebern. Die Initiatoren bescheinigten der ZEK eine sehr strukturierte und effiziente Vorgehensweise.

Der Vergleich zeigte unter anderem, dass die Ermittlung und der Vergleich von Kennzahlen bei öffentlichen Beschaffungsstellen keineswegs selbstverständlich ist. Viele Teilnehmer des bundesweiten Projektes konnten beispielsweise nicht angeben, wie viele Angebote bei ihren Ausschreibungen eingehen bzw. wie lange die Durchführung eines Vergabeverfahrens durchschnittlich dauert. In der ZEK des LWL werden diese Kennzahlen bereits seit Jahren zur Steuerung verwendet.

„Für uns stellt Reproc Excellence eine große Chance dar, uns mit anderen öffentlichen Auftraggebern zu vergleichen, voneinander zu lernen und dadurch auch zu sparen“, erläuterte Daniel Brinkmann, der in der ZEK des LWL für das Berichtswesen und Controlling verantwortlich ist. Der LWL hat ein jährliches Beschaffungsvolumen von durchschnittlich rund 120 Millionen Euro. „Wenn es uns beispielsweise gelingt, durch zusätzliche Nachfragebündelungen und mehr eingehende Angebote die Einkaufskonditionen durchschnittlich um ein Prozent zu senken, entspricht dies bereits einer jährlichen Ersparnis von rund 1,2 Millionen Euro“, so Brinkmann weiter.

Aufgrund des guten Abschneidens des LWL beim bundesweiten Leistungsvergleich stellte Brinkmann beim „Tag der öffentlichen Auftraggeber“ im Februar in Berlin das Steuerungsinstrument des LWL und die Erfahrungen mit dem Projekt vor.


Hintergrund

Die Anforderungen an öffentliche Auftraggeber steigen stetig, die öffentliche Be¬schaf¬fung fragt mittlerweile rund elf Prozent des Bruttoinlandproduktes nach. Mit dem Projekt „Reproc-Excellence“ wollen der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) in Frankfurt und die Universität der Bundeswehr München messbare Kennzahlen für öffentliche Beschaffung ermitteln und für Vergleichsanalysen zur Verfügung stellen. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie in Berlin.

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