LWL-Gleichstellungsbeauftragte Ute Junker begrüßt Sascha Reusch in ihrem Team. Foto: LWL/Forbrig

Mehr als Frauenförderung

Sascha Reusch arbeitet als erster Mann in der LWL-Gleichstellungsstelle

Westfalen-Lippe (lwl). „Nein, ich fühle mich nicht als Exot“, stellt Sascha Reusch klar. Der 34-jährige Verwaltungsfachwirt ist seit 1. Juni Mitarbeiter in der LWL-Gleichstellungsstelle. Ein Novum für den LWL. Für Ute Junker eine Selbstverständlichkeit, die viel zu lange auf sich warten ließ. „Gleichstellungsarbeit ist mehr als Frauenförderung“, sagt die Leiterin des Referats. Den größten Raum der Arbeit nähmen vielmehr Themen wie beispielsweise die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Teilzeitarbeit, Weiterbildung, arbeitsrechtliche Fragen oder die Pflege von Angehörigen ein“, sagt Ute Junker. Alles Bereiche, die sowohl Männer als auch Frauen beträfen. Nicht umsonst sei der offizielle Name der Dienststelle „Referat für die Gleichstellung von Mann und Frau beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe“.

Sascha Reusch hat die Gleichstellungsarbeit bei seinem letzten Arbeitgeber, der Gemeinde Belm, kennengelernt. „Ich war damals positiv überrascht von der Vielfalt dieses Bereichs“, sagt der 34-Jährige. Zudem ist er selber seit nahezu einem Jahr Vater einer Tochter und mit dem Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie bestens vertraut. „Die Ausschreibung der Stelle hatte mich sofort angesprochen. Ich musste nicht lange überlegen, ob ich mich bewerbe“, sagt der gebürtige Niedersachse, der mit seiner Familie in Steinfurt lebt. Jetzt freue er sich auf viele Kontakte, Beratungsgespräche, Vor-Ort-Besuche - nicht nur zum Thema Elternzeit.

Ute Junker hofft, dass durch die männliche Ergänzung nun auch mehr Männer den Weg zur Gleichstellungsstelle finden. „Und wir freuen uns, dass Sascha Reusch in unser Team auch neue – männliche - Sichtweisen auf die Themen mit einbringt. Diese Zusammensetzung ist für alle ein Gewinn“, sagt