Das "Q" steht für Qualität: Museumsdirektor Dirk Zache (vorne, 1.v.l.) und LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch (2.v.l) nahmen zusammen mit den Qualitäts-Coachs aus den acht Standorten des LWL-Industriemuseums das Gütesiegel entgegen. Foto: LWL/Holtappels

"Einfach immer besser"

LWL-Industriemuseum als erstes Museum in NRW mit Qualitätssiegel ausgezeichnet

Dortmund (lwl). Kleiner Buchstabe mit großer Wirkung: Die acht Standorte des LWL-Industriemuseums wurden jetzt als erste Museen in Nordrhein-Westfalen mit einem „Q“ - dem Qualitäts-Siegel der Initiative „ServiceQualität Deutschland“ ausgezeichnet. Letzte Woche brachte Dr. Wolfgang Kirsch, Direktor des LWL, das Schild am Eingang der Zeche Zollern in Dortmund an. In der Museumszentrale nahmen 18 Qualitäts-Coachs aus den acht Standorten des Landesmuseums für Industriekultur in Witten, Bochum, Waltrop, Hattingen, Bocholt, Lage und Petershagen Urkunden und Plaketten aus den Händen von Julia Bauer von Tourismus NRW e.V. in Empfang.

Siegel soll Wettbewerbsfähigkeit stärken

Unter dem Motto „Einfach immer besser“ geht es bei der touristischen Initiative um mehr Service, eine größere Zufriedenheit bei Kunden und Besuchern und damit eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit. Deutschlandweit gibt es über 3.000 zertifizierte Betriebe, in Nordrhein-Westfalen rund 200, darunter vor allem Hotels und Gaststätten. „Auch in unseren Museen spielen Besucherorientierung und Service eine zunehmend wichtige Rolle. Deshalb freue ich mich, dass die acht Standorte unseres Industriemuseums als erste das Siegel tragen dürfen. Ich würde mich freuen, wenn dieses Beispiel in der Museumslandschaft Schule macht“, so LWL-Direktor Kirsch.

Viele Ideen mit dem gesamten Team entwickelt

Hinter der Auszeichnung steckt eine Menge Arbeit: An jedem Standort wurden Mitarbeiter zu Qualitäts-Coachs ausgebildet. Gemeinsam mit dem gesamten Team – von der Kollegin im Shop über die Aufsicht bis zum Hausmeister – wurden dann in den vergangenen Monaten Maßnahmen für die Verbesserung des Services vor Ort entwickelt. Diese reichen von der Einführung von Kommentarkärtchen für Besucher über eine Verbesserung der Infrastruktur für Radfahrer, die Optimierung der Wegepläne auf dem Gelände bis hin zur besseren Abstimmung der Angebote von Museum und Gastronomie. Umfangreiche Unterlagen mussten bei einer unabhängigen Prüfstelle zur Zertifizierung eingereicht werden. „Ich bin vor allem begeistert von dem großen Engagement und den vielen Ideen, die unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen entwickelt haben. Das trägt nicht nur dazu bei, dass sich unsere Besucher bei uns wohler fühlen, sondern stärkt auch das Wir-Gefühl“, freut sich Museumsdirektor Dirk Zache.

Nach Anbringung der Siegel können sich die Mitarbeiter nicht auf dem Erreichten ausruhen: „Q“ ist eine fortlaufende Zertifizierung; die Erfüllung der Kriterien wird jährlich neu überprüft.