Das Projektteam für die Umsetzung sind (v.l.): Martin Zangl, Michael Ziese (Fa. OCLC), Claudia Robbers und Marie-Rose Vorgrimler. Rechts: Das LWL-Bibliotheksportal präsentiert sich mit einer übersichtlichen Benutzerführung. Etwa 280.000 Medien der 15 LWL-Bibliotheken stehen für die Internetrecherche zur Verfügung. Fotos: LWL

LWL-Bücherschätze werden öffentlich

Neues Bibliotheksportal geht mit 280.000 Medien ins Netz

Westfalen (lwl). Vom historischen Buch aus dem Dreißigjährigen Krieg bis zu aktueller Fachliteratur: In den 15 Bibliotheken der LWL-Kulturdienste, LWL-Museen und der LWL-Hauptverwaltung, lassen sich wahre Schätze finden. Rund 280.000 Medien können Interessierte ab dem 1. Juni über das neue LWL-Bibliotheksportal im Internet unter der Adresse www.lwl.org/opac recherchieren.

"Bisher haben die LWL-Bibliotheken ihre Bestände nur intern im LWL-Intranet zur Verfügung gestellt. Jetzt geht der LWL mit einem gemeinsamen Auftritt ins Internet und öffnet damit seine Bestände für die Öffentlichkeit", sagt Claudia Robbers aus der LWL.IT Service-Abteilung, die das Projekt technisch leitet. Martin Zangl vom Projektteam: "Wertvolle historische Exponate, einzigartige Quellen und gut sortierte Fachliteratur befinden sich in der Obhut der 15 Standorte".

Internetnutzer können im neuen Portal sowohl in allen Bibliotheksbeständen gleichzeitig suchen oder ihre Suche auf einzelne Bibliotheken einschränken. Die Themengebiete reichen von Medien zu Kunst und Geschichte, Denkmalpflege und Heimatkunde, Mundart und Volkskunde, Archäologie, Naturkunde und Museologie bis zu Gesetzen und Verordnungen. Beteiligt sind die LWL-Landesmuseen und Kulturdienste in Münster, die LWL-Freilichtmuseen in Detmold und Hagen, das LWL-Industriemuseum in Dortmund und die LWL-Bibliothek der Hauptverwaltung.

Vor Ort stehen in den LWL-Bibliotheken rund 600.000 Medien zur Verfügung. Diese sollen in Zukunft Buch für Buch und Zeitschrift für Zeitschrift in das neue Suchportal eingepflegt werden. "Der Umfang unseres Bestandes ist mit größeren Universitäts-Instituten vergleichbar", erklärt Zangl. Ausleihen kann man sich die Medien an den Standorten allerdings nicht. "Wir haben sogenannte Präsenzbibliotheken. Das bedeutet, dass Intressenten unsere Medien nur vor Ort einsehen können", so Zangl.