Hauptdrehort im LWL-Freilichtmuseum Detmold war der Mindener Hof. Hier wurden Aylin Tezel als Aschenputtel (links) und beispielsweise Kutschfahrten in Szene gesetzt. Rechts: Der Prinz (Florian Bartholomäi) reitet über die Wiesen an der Kappellenschule aus Werthenbach. Fotos: WDR/Hardy Spitz

Aschenputtel zu Besuch

Das LWL-Freilichtmuseum Detmold war Drehort für ARD-Märchenverfilmung

Detmold (sum). Das LWL-Freilichtmuseum Detmold war rund zwei Wochen Drehort für die Verfilmung eines Märchenklassikers der Gebrüder Grimm. Ende Mai fiel im Museum die letzte Klappe für die Geschichte vom Aschenputtel, die in der ARD-Märchenreihe „Sechs auf einen Streich“ ausgestrahlt wird.
 

Schauspielerinnen wie Barbara Auer und Aylin Tezel standen vor der Kamera und den historischen Gebäuden des Freilichtmuseums. Hauptdrehort war der Mindener Hof. „Für unsere Besucher war es sicher interessant zu beobachten, wie viel Aufwand und Technik hinter so einer Filmproduktion steckt, wie die Kamera über Schienen fährt, die Tonangel über die Szene gehalten wird und trotz des hellen Tageslichts, große Scheinwerfer benutzt werden“, sagt Ruth Lakenbrink, Presse- und Öffentlichkeitsbeauftragte des LWL-Freilichtmuseums Detmold.
 

Schon vor dem eigentlichen Dreh, begann die aufwändige Vorbereitung. Etwa drei Monate habe die Organisation und die richtige Inszenierung des Drehorts gedauert, so Lakenbrink: „Nachdem wir unsere beweglichen Ausstellungsstücke entfernt hatten, installierte die Filmcrew beispielsweise überall am Drehort künstliche Blumen, um den Hintergrund noch sommerlicher erscheinen zu lassen.“ Das Filmteam sei jedoch sehr vorsichtig bei der Inszenierung des Museums gewesen. Genau wie jeder andere Gast durften auch sie keine Exponate anfassen oder den Museumsbestand bei den Dreharbeiten beschädigen.
 

Mit der Verfilmung von „Aschenputtel“ ist das LWL-Freilichtmuseum schon zum zweiten Mal Drehort für einen Märchenfilm gewesen. Bereits im Jahr 2008 inszenierte hier die selbe Produktionsfirma das Märchen „Tischlein deck dich“. „Ich denke, dass gerade unsere reichhaltige Kulturlandschaft der Grund dafür ist, dass das Museum als Drehort ausgesucht wurde. Die Verbindung von den Häusern und Siedlungsgruppen mit den weiten Grünflächen schafft einen besonders stimmungsvollen Hintergrund“, so Lakenbrink.
 

Premiere feiert das „Aschenputtel“ im Weihnachtsprogramm 2011 in der ARD.