Peter Eltrop, Kaufmännischer Direktor und Michael Ries, Qualitätsbeauftragter der LWL-Klinik Marl-Sinsen. Foto: LWL

Beschäftigte der Haardklinik empfehlen ihren Arbeitgeber

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen Marler LWL-Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie gutes Zeugnis aus

Marl-Sinsen (lwl). Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Haardklinik würden ihren Arbeitgeber weiterempfehlen. Das ist eines der Ergebnisse der jüngst vorgestellten Mitarbeiterbefragung in einer der größten deutschen Kliniken (129 Betten plus Tageskliniken und Ambulanz) für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik in Deutschland. Ziel des Qualitätsmanagements der Klinik war es, mithilfe der Erhebung herauszufinden, wo aus Sicht der 402 Beschäftigten die Stärken dieser Klinik des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) liegen und wo es noch Verbesserungspotenzial gibt.

Zu diesem Zweck wurde mit der ZeQ Ag ein unabhängiges Institut damit beauftragt, den Grad der Zufriedenheit der Mitarbeiter in unterschiedlichen Bereichen wie z.B. Arbeitsumfeld, Fort- und Weiterbildung, Zusammenarbeit zwischen den Berufsgruppen und Arbeitszeiten zu ermitteln. Naturgemäß variierten die vergangenes Jahr erhobenen Ergebnisse je nach befragter Berufsgruppe. Das Spektrum der Marler LWL-Klinik reicht vom Ärztlichen, Psychologischen sowie Pflege- und Erziehungsdienst über Beschäftigte im Fachtherapeutischen Bereich und Sozialdienst bis hin zur Verwaltung, Technik und Küche.

Einhellig ist laut Gutachtern jedoch das Gesamturteil der Beschäftigten: In der LWL-Kinder- und Jugendpsychiatrie Marl ist man mit seinem Arbeitgeber zufrieden und würde ihn auch anderen empfehlen bzw. sich selbst wieder bewerben.

Positiv: Arbeitsumfeld und Aufgabenbereich

Besonders in den Bereichen Arbeitsumfeld und Aufgabenbereich kann die Marler LWL-Klinik bei ihren Angestellten punkten. Und auch in Bezug auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie gibt es ein positives Echo. Gerade hier setzt sich die Klinik verstärkt ein und war dafür 2011 bereits mit dem Zertifikat „berufundfamilie“ für eine familienbewusste Personalpolitik ausgezeichnet worden.

In einigen Feldern noch Handlungsbedarf

„Das Ergebnis der Mitarbeiterbefragung ist natürlich sehr motivierend“, freut sich Peter Eltrop, der Kaufmännische Direktor der Klinik, „aber wir sind uns auch bewusst, dass wir in einigen Feldern noch Handlungsbedarf haben und uns verbessern können. So bemerken die Angestellten hier, wie in vielen anderen sozialen Bereichen auch, dass es ein wachsendes Arbeitsaufkommen mit einer gleichbleibenden Mitarbeiterzahl zu bewältigen gilt.“

Investition in Fort- und Weiterbildung

Die stetig steigende Zahl von Patientenanfragen stelle die Beschäftigten täglich vor neue Herausforderungen, die nur mit großem persönlichem Engagement zu bewältigen seien, so Eltrop. Um diesen Aufgaben gewachsen zu sein, sei eine kontinuierliche Weiterentwicklung auch in punkto Fort- und Weiterbildung zwingend notwendig. Nicht umsonst investiere die Klinik hier jährlich 150.000 Euro.

Nächste Aufgabe: Rezertifizierung KTQ-Qualitätssiegel

Zudem hätten die umfangreichen Modernisierungs- und Umbaumaßnahmen der vergangenen Jahre die Haardklinik, die sich in einem Naherholungsgebiet zwischen Haltern und Marl befindet, als Behandlungsort zusehends attraktiv gemacht, so die Klinikleitung. Jetzt gelte es, auch im Hinblick auf die Rezertifizierung durch die „Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen“ (KTQ) am Ball zu bleiben und sich nicht auf den Erfolgen auszuruhen. Schließlich wolle man auch bei der nächsten Überprüfung beweisen, dass die LWL-Klinik Marl-Sinsen ihr KTQ-Qualtätssiegel zu Recht trage.