Facebook ist für viele LWL-Einrichtungen ein fester Bestandteil der Öffentlichkeitsarbeit. Fotos: LWL

Liken, posten, bloggen

14 Facebookauftritte, fünf Twitterkonten: Die LWL-Web 2.0-Projekte wachsen - Arbeitsgruppe klärt Fragen

Westfalen-Lippe (lwl). Angela Merkel ist es, die Tagesschau ist es, die Börse in Frankfurt und rund 22 Millionen Deutsche sind es ebenso: Mitglied bei Facebook. Auch der LWL ist in diesem Netzwerk aktiv und das nicht nur mit einer zentralen Adresse (www.facebook.com/LWL2.0). Insgesamt sind es 14 LWL-Einrichtungen, die auf diesem Kanal kommunizieren, darunter das LWL-Museum für Kunst und Kulturgeschichte: „Facebook ist für unser Museum ein fester Bestandteil der Öffentlichkeitsarbeit geworden“, sagt Claudia Miklis, Pressereferentin des münsterischen LWL-Museums. Das LWL-Museum für Archäologie und das LWL-Industriemuseum nutzen ebenfalls die sozialen Medien. Und auch LWL-Kliniken und LWL-Schulen betreuen mittlerweile eigene Facebookauftritte.
 

Fünf LWL-Einrichtungen „zwitschern“ regelmäßig Kurznachrichten bei Twitter, einem sogenannten Mikrobloggingdienst. Und auf YouTube stellen sich neben dem zentralen LWL-Kanal zwei Einrichtungen mittels eines eigenen Auftritts durch verschiedene Kurzfilme vor. Die Zahl steigt laufend.

Arbeitsgruppe diskutiert über Sicherheit und Regeln

„Der Umgang mit diesen dialogorientierten Medien ist noch mit vielen Unsicherheiten behaftet“, sagt Odila Wiederhold aus der LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, die die LWL-weiten Aktivitäten bündelt. Welche Datenschutzbestimmungen gelten? Welche Fotos dürfen veröffentlicht werden? Welche Web 2.0-Aktivitäten sind überhaupt sinnvoll? Zur Klärung dieser und weiterer Fragen gibt es seit Anfang 2012 die Arbeitsgruppe Web-Dialog 2.0: Vertreterinnen und Vertreter aus allen LWL-Fachbereichen diskutieren hier über Sicherheitsstandards, tauschen Erfahrungen aus, besprechen Technik und Rechtsfragen.

Für alle zum Informieren und Mitreden: Der PR-Info-Blog
 

Der PR-Info-Blog im LWL-Intranet ist ein Sammelpunkt für Informationen rund um die Themen Web 2.0 und Internet. Screenshot: LWL

Die Arbeitsgruppe will an den Ergebnissen ihrer Arbeit möglichst viele LWL-Beschäftigte teilhaben lassen. Informationen zu neuen Entwicklungen, Literaturtipps, Präsentationen und mehr stehen auf dem internen PR-Info-Blog im Intranet. „Bei den sozialen Medien geht es um Vernetzung und Austausch, das wollen wir natürlich auch nach Innen vorleben“, so Odila Wiederhold. Jeder LWL-Beschäftigte, der Anregungen zum Thema beisteuern will, kann sich ebenfalls per Kommentar oder Beitrag in diesem Blog äußern. Demnächst wird es eine eigene LWL-Blogsoftware geben, die das bloggen noch komfortabler gestalten soll.

Social-Media-Richtlinien voraussichtlich Ende des Jahres online

Parallel erarbeitet die Presse- und Öffentlichkeit Social-Media-Richtlinien für den LWL, die voraussichtlich zum Ende des Jahres auf einer eigenen Webseite zur Verfügung stehen werden. Hier soll es auch detaillierte Tipps zur Krisenkommunikation geben: Wie reagiert man zum Beispiel auf negative Kommentare und was ist zu tun, wenn bei einem sogenannten Shitstorm, eine Flut an Kritik auf die Social-Media-Seiten trifft. Bereits jetzt gibt es für Facebook- , Blog-, Twitter- oder YouTube-Aktivitäten verbindliche Corporate Design-Richtlinien des LWL. Sie sind auf der LWL-Corporate Design-Seite im Internet zu finden.

Facebook-Auftritt geplant? Bitte melden!

„LWL-Einrichtungen und –Dienststellen, die eine Web 2.0-Aktivität - egal ob Facebook, App, Twitter oder Ähnliches - planen, sollten auf jeden Fall zunächst die LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit informieren“, sagt Wiederhold. Hier werden die Aktivitäten gebündelt und koordiniert. Den passenden Meldebogen dazu, den sogenannten Web 2.0-Scan, findet man auf den Seiten des PR-Info-Blogs.

An die Ressourcen denken

Der Umgangston in Facebook ist locker, die Arbeit, die dahinter steckt, ist jedoch nicht zu unterschätzen. „Wichtig ist, genügend Ressourcen bereitzustellen, um den Web 2.0-Kanal auch regelmäßig bestücken zu können, sonst springen die Fans schnell wieder ab“, erklärt Odila Wiederhold von der LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Dienststellen und Einrichtungen des LWL, die keinen eigenen Facebookauftritt einrichten, aber dennoch gerne Themen auf diesem Kanal einstellen möchten, können diese an die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit weiterleiten. „In unserem allgemeinen LWL-Facebookauftritt wollen wir ein möglichst vielfältiges Bild vom LWL darstellen. Wir freuen uns über Infos zu Preisverleihungen, zu neuen Broschüren, aber besonders auch über Nachrichten und Fotos, die hinter die Kulissen blicken lassen, wie zum Beispiel ein Schnappschuss vom Aufbau einer Ausstellung. Solche Sichtweisen sind in Facebook sehr populär “, sagt Odila Wiederhold.


Zu den Corporate Design-Richtlinien für Web 2.0-Aktivitäten