Mit dem Saisonstart öffneten am 1. April im LWL-Freilichtmuseum Hagen auch die neuen "Museumsterrassen". Rechts: Museumsleiter Dr. Uwe Beckmann bei der Schlüsselübergabe. Der Schlüssel wurde in der museumseigenen Schmiede hergestellt. Fotos: LWL

Saisonstart mit "Museumsterrassen"

Neue Gastronomie im LWL-Freilichtmuseum Hagen in der Mitte des Museums

Hagen (lwl). Saisonstart für das Hagener Freilichtmuseum des LWL mit neuer Gastronomie: Die "Museumsterrassen" wurden im umgestalteten Schmiedebereich eröffnet und laden mit einer Sonnenterrasse über dem Mäckingerbach mitten im Museumsgelände zum Verweilen ein. "Von heute an befindet sich das Restaurant dort, wo sich auch die Besucher um die Mittagszeit aufhalten: In der Mitte des Museums, in der Nähe des Deutschen Schmiedemuseums", so LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch. Der LWL hat sich die "Museumsterrassen" 3,4 Millionen Euro kosten lassen.

Alte Gastronomie an der falschen Stelle

Die Erkenntnis, dass die bisherige Gaststätte "Haus Letmathe" durch einen Neubau ersetzt werden musste, hatte sich zu Beginn des neuen Jahrtausends durchgesetzt. "Haus Letmathe entspricht nicht mehr den Anforderungen an eine zeitgemäße Gastronomie: Die Kücheneinrichtung ist überholt, und vor allem liegt das Gebäude an der falschen Stelle", so Museumsleiter Dr. Uwe Beckmann.

In der Fensterfront spiegelt sich das Fachwerk des Schmiedemuseums wider. Foto: LWL

Der Neubau stellt historisches Schmiedemuseum in den Vordergrund
Anfang 2007 wurde ein Entwurf ausgewählt, den das Architekturbüro "Matern und Wäschle" aus Paderborn verwirklichte. "Ganz bewusst entschied sich der LWL gegen einen fachwerkähnlichen Neubau, dem man gerade in der engen Verbindung zum Schmiedemuseum angesehen hätte, dass er sich an die im Freilichtmuseum dominierende Architektur und das Schmiedemuseum angebiedert hätte", so Kirsch. Der Entwurf greift in Material und Gestaltung die Architektur des Schmiedemuseums auf, so wurden zum Beispiel Kupferplatten für die Außenverkleidung der Museumsterrassen gewählt, die die Struktur der Schieferverkleidung des Daches des Schmiedemuseums aufgreifen. Kupfer wurde ausgesucht, da dieses Material im Freilichtmuseum im Kupferhammer und in der Kupferschmiede verarbeitet wird.

"Der Neubau ordnet sich hinter das historische Fachwerk ein und betont mit seiner Linienführung die nach oben strebenden Linien des Schmiedemuseums. Damit stellt er das Fachwerkgebäude eindeutig in den Vordergrund und betont dessen Solitärcharakter", so Kirsch.

Alternativen für Veranstaltungen
Neben dem verglasten Hauptgastraum und der Außengastronomie bieten neue sogenannte Ambienteräume im "Schmiedemuseum" sowie der Schmiedekeller Alternativen für Veranstaltungen. Das Museum hat Angebote entwickelt, bei denen auch abends eine Ausstellungsbesichtigung im Deutschen Schmiedemuseum sowie der nahe gelegenen Kleinschmieden möglich ist.
Ergänzt wird das gesamte gastronomische Angebot der "Museumsterrassen" durch die "Braustube" und das Café im oberen Museumsbereich, beide wurden in den letzten Jahren überarbeitet bzw. eingerichtet. Sie halten typische Speisen und Getränke für den Nachmittag und den frühen Abend bereit, die im "schönsten Biergarten Hagens", wie Beckmann betonte, auf dem oberen Platz des LWL-Freilichtmuseums Hagen serviert werden.

LWL-Freilichtmuseum Hagen
Westfälisches Landesmuseum für Handwerk und Technik
Mäckingerbach
58091 Hagen-Selbecke

Alle Termine sind im Jahresprogramm und auf der Internetseite http://www.lwl-freilichtmuseum-hagen.de nachzulesen.