Kriterien zur barrierefreien Gestaltung
- Im Zuge der Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (Behindertenrechtskonvention) soll bei der Realisierung der LWL-Printmedien eine barrierefreie Gestaltung berücksichtigt werden.
- Die hier genannten Kriterien sind Empfehlungen und können einen Beitrag für eine kundenorientierte und barrierefreie Gestaltung der LWL-Printmedien für Menschen mit Behinderungen, insbesondere Sehbehinderungen, leisten.
Barrierefreier Umgang mit Gestaltungselementen:
- möglichst Verwendung von DIN-Formaten
- einfache Falzungen (Einfach-, Wickel- oder Leporello-Falz)
- reflexionsarmes Papier (Naturpapier oder Bilderdruck matt)
- mindestens 100 bis 150 g /qm Papier, damit nichts durchscheint
- kontrastreiche Bilder wählen
- Piktogramme und Symbole verwenden
- Linien sollten mindestens 1 Punkt stark sein
- Gestaltung von links nach rechts (klare Leserichtung)
- Gestaltung mit hohem Kontrast (Schrift – Hintergrund)
Barrierefreier Umgang mit Schriften:
- gut lesbare Groteskschriften (keine Serifenschrift) für Fließtexte verwenden
- Schriften mit „offenen“ Buchstaben (a, b, c, d, e, ä, ö, ü) und ausreichendem Buchstabenabstand einsetzen
- Allzu dicke oder allzu dünne Schriften und Linien vermeiden
- Schrift nicht kursiv stellen oder unterstreichen
- maximal zwei Schriftarten wählen
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optimal lesbare Schriftgrößen wählen:
z. B. 12 pt für Fließtexte (16 pt für spezielle Publikationen für Menschen mit Sehbehinderung),
Headlinegröße mit 4 pt Unterschied zu Fließtext - auf ausreichenden Zeilenabstand achten (1,5-fach)
- eine Zeilenlänge sollte möglichst nicht über 40 Zeichen haben
- linksbündigen Flattersatz verwenden (kein Blocksatz)
- eine gemischte Schreibweise ist Versalien vorzuziehen
- Textblöcke sollten in klar voneinander getrennte Spalten gesetzt sein
- Seitenzahlen sollten unten am äußeren Blattrand stehen
- keine Schrift auf Bilder oder farbige Hintergründe setzen
- farbige Schrift nur auf kontrastreiche Hintergründe setzen
