Ausbildung als Zimmerer im LWL-Freilichtmuseum Detmold

Matias Casarini

In meinem Ausbildungsbetrieb, dem Freilichtmuseum Detmold, erlerne ich den Beruf des Zimmerers mit dem Schwerpunkt auf Restauration und traditionellem Fachwerkbau.

Zimmerleute sind handwerkliche Fachkräfte, die Holzkonstruktionen jeder Art erstellen. Sie bauen und konstruieren: Dächer, Block- Fachwerkhäuser, Brücken und generell alle anfallenden Arbeiten des Holzbaugewerbes.

Den Beruf des Zimmerers lerne ich, weil ich gerne mit Holz arbeite, viel über Dachkonstruktionen und Abbundtechniken lernen möchte.
Im Freilichtmuseum Detmold stehen über 100 historische Häuser, zum größten Teil Fachwerkhäuser. Diese werden laufend saniert und gepflegt, das aktuelle Bauprojekt ist das Haus Remberg, bei dessen Restauration und Sanierung ich als Auszubildender viel lernen kann.

Ich habe mich gezielt auf die Stelle im Freilichtmuseum Detmold beworben, da ich dort das traditionelle Zimmererhandwerk am tiefgreifendsten erlernen kann, da das Freilichtmuseum den Anspruch hat, die aufgebauten Häuser originalgetreu darzustellen und zu erhalten.

Die Ausbildung dauert 3 Jahre und findet im Betrieb, dem Handwerksbildungszentrum und der Berufsschule statt.
Eine Besonderheit der Zimmerleute ist sicherlich ihre traditionelle Arbeitskleidung. Sie besteht aus einer schwarzen Cordschlaghose, einem weißen Leinenhemd, der Staude, und einer schwarzen Cordweste mit acht Perlmuttknöpfen.

Die acht Knöpfe stehen für die acht Arbeitsstunden, die der Zimmerertag hat. Ein Zimmerer sollte ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen besitzen, handwerklich geschickt und körperlich belastbar sein.

Also werdet Zimmerer.