Post vom LWL!
Einladung zur Einführungswoche!
Genau mit dieser Einführungswoche startete unsere Ausbildung am 01. September. Mit gemischten Gefühlen machte ich mich auf den Weg nach Münster, denn man ist natürlich total aufgeregt, freut sich, macht sich aber auch Gedanken. Aber ich kann sagen, dass die vielen verschiedenen Aktivitäten mit der Azubi-Gruppe und unseren Ausbilderinnen Spaß gemacht und uns auch Einblicke in die Arbeit des LWL gewährt haben.
Besondere Highlights waren z.B. ein Besuch in einer LWL-Klinik, wo wir die Unterbringung von Patienten besichtigen und sogar mit einer Patientin sprechen konnten. Außerdem bekommt man auch durch Gespräche mit Personal der Kliniken unheimlich viele Eindrücke vermittelt.
Um die Gruppendynamik zu stärken und in uns den Teamgeist zu wecken, fuhren wir an einem weiteren Tag in den Klettergarten. Hier konnte jeder an einem einschüchternd dünnen Pfahl von acht Metern Höhe und einer Partneraufgabe Mut und Kommunikationsstärke unter Beweis stellen.
Zum Abschluss übernachteten wir noch in einer Jugendherberge am Aasee, um an den letzten beiden Tagen ein kleines Seminar mit unseren Ausbilderinnen gestalten zu können. Auch hier merkte man deutlich, dass wir nicht mehr nur „die Anwärter 2008“ waren, sondern eine Gruppe befreundeter junger Menschen, die als Gemeinsamkeit die Arbeit beim LWL aufweisen können.
Schlussendlich kann man sagen, dass uns die Einführungswoche unheimlich geholfen hat, Sicherheit in der Gruppe zu gewinnen und sich - nicht nur am ersten Tag - nicht alleine zu fühlen. Wir waren also bestens vorbereitet – die Ausbildung konnte beginnen.
Nach dem Abitur in die Verwaltung zu gehen... als ich meinen Schulkollegen von meinem Plan erzählte, reagierten sie sehr kritisch. So etwas „trockenes“ würde sich doch niemand freiwillig aussuchen! Doch mein Entschluss stand fest und ich sehe keine Anzeichen, warum ich diesen Entschluss bereuen sollte.
Die Chance ein Duales Studium absolvieren zu dürfen hatte ich zunächst jedoch nicht in Betracht gezogen. Lieber wollte ich –vor dem Abitur- Lehrer für Mathematik und Chemie werden und wählte diese Fächer auch als Leistungskurs. Aufgrund der darauffolgenden drei Jahre war mir jedoch klar, dass diese Richtung für mich nicht „optimal“ ist. Als ich dann die Chance hatte, mich beim LWL vorzustellen, legte ich mich richtig ins Zeug. Dafür sollte ich letztendlich belohnt werden.
Belohnt mit einem abwechslungsreichen Studium, sehr netten Kollegen und einem interessanten Arbeitgeber.
Meine Kollegen lernte ich bei unserem „Blind Date“ das erste mal kennen. Um uns wirklich näher zu kommen wurde jedoch eine Einführungswoche organisiert. In dieser Woche lernten wir uns nicht nur untereinander besser kennen, sonder erfuhren auch sehr viel über unseren zukünftigen Arbeitgeber, besuchten Einrichtungen des LWL’s und stärkten den Teamzusammenhalt bei einer „waghalsigen“ Kletteraktion im Hochseilgarten. Eine solche Erfahrung, stellte sich während des Studiums an der FHöV heraus, durfte sonst niemand genießen. Das gibt es nur beim LWL.
Heute, nach dem ich den ersten Studienabschnitt beendet habe und mein erstes Praktikum absolviere, kann ich guten Gewissens sagen, dass meine damaligen Schulkollegen falsch lagen. Ich wurde sehr freundlich in meiner Abteilung aufgenommen, mit Aufgaben versorgt die ansprechend und vielfältig sind und freue mich auf die noch folgenden Jahre.
Abi in der Tasche… Und weiter?
Nach 13 Jahren gewohntem Trott geht’s jetzt los in unbekannte Gewässer. Aber in welche?
Die meisten meiner Freunde sind nach der Oberstufe direkt an die Uni gewechselt, doch für mich kam das erstmal nicht in Frage. Ich wollte zwar einerseits studieren, aber auf der anderen Seite wollte ich nach 13 Jahren Schule endlich auf dem Arbeitsmarkt durchstarten.
Eine Möglichkeit, beides miteinander zu verbinden ergab sich in Form des dualen Studiums.
Als ich mich dann näher darüber informierte, erfuhr ich von dem Beruf der Diplom-Verwaltungswirtin der ab 2010 in „Bachelor of Laws/Arts“ umgeändert wurde.
Das Berufsbild sprach mich direkt an, vor allem die Möglichkeit, sehr bürgernah und menschenorientiert zu arbeiten gefiel mir gut.
Also bewarb ich mich um einen Ausbildungsplatz zur Diplom-Verwaltungswirtin und hatte Glück - ich wurde zum Vorstellungsgespräch eingeladen.
Da ich leider nicht zu den Personen gehöre, die über Nerven aus Drahtseil verfügen, war ich vorher natürlich unvorstellbar nervös. Mit schlotternden Knien wartete ich darauf, mich vorstellen zu dürfen.
Als ich dann endlich an der Reihe war und vor der Ausbildungsleiterin Platz nahm, entspannte ich mich aber zum Glück relativ schnell, denn meine Ängste, mir wird der Kopf abgerissen, erfüllten sich - wiedererwartens- nicht. Im Gegenteil, es war sogar ein relativ entspanntes Vorstellungsgespräch - so entspannt wie ein Vorstellungsgespräch eben sein kann.
Als ich dann auch die Zusage bekam, war ich begeistert.
Um schon mal etwas „warm zu werden“, wurden alle neuen Auszubildenden einige Monate vor Ausbildungsbeginn zu einem „Blind Date“ eingeladen, bei dem man die Möglichkeit hatte, sich schon mal etwas kennen zu lernen und Kontakte zu knüpfen. Für diese Gelegenheit war ich sehr dankbar, denn so erkannte man am ersten Ausbildungstag schon einige Gesichter und musste nicht ganz von vorne anfangen, man ging also nicht ins völlig Ungewisse.
In unserer Einführungswoche lernten wir neuen Auszubildenden uns richtig gut kennen, denn wir waren ein paar Tage zusammen im Jugendgästehaus am Aasee, wo wir neben gemeinsamen Seminaren und Präsentationen, auch die Abendplanung im schönen Münster gemeinsam wahrnahmen.
Die erste Zeit an der FHöV Münster stand natürlich auch wieder im Zeichen des Kennenlernens und des „alles neu“-Gefühls, doch ich war überrascht, wie schnell man sich auch hier einleben und neue Kontakte knüpfen konnte, mit zwei Studienkolleginnen ging es sogar schon mal gemeinsam in den Urlaub.
Mein erstes Praktikum machte ich bei den Kommunalen Versorgungskassen Westfalen-Lippe, Abteilung Ruhegehalt.
Wie bei allen unbekannten Situationen war ich vor meinem ersten Praktikumstag wieder ein reines Nervenbündel, aber es gefiel mir direkt ab der ersten Minute sehr gut in der Gruppe Kopper.
Ich wurde sehr freundlich aufgenommen und fühlte mich so wohl, dass der Praktikumsabschnitt wie im Flug verging. Zwar ist es auch immer schön, seine Freunde aus der FH wieder zu sehen, doch der Abschied von meinen Kollegen viel mir schwer.
Bei meinem zweiten Praktikumsabschnitt in der LWL-Behindertenhilfe wurde es mir auch nicht schwer gemacht, mich zu integrieren, denn ich wurde direkt voll mit einbezogen, sowohl in Bezug auf die Sachbearbeitertätigkeiten als auch bei einer gemeinsamen Fahrradtour der Gruppe.
Jetzt habe ich grade die Hälfte des dritten Studienabschnittes hinter mich gebracht.
Ich kann mich zwar immer noch nicht davon frei sprechen, insbesondere vor Klausuren mit Beruhigungstee gegen meine Nervosität intervenieren zu müssen, jedoch macht mir die abwechslungsreiche Ausbildung beim LWL immer noch viel Spaß, auch wenn sie nicht gerade anspruchslos ist und man besonders während den Klausurphasen gut organisiert und besonders fleißig sein muss.
Pia Kammann
„LWL heißt manchmal auch Lebe wild und leidenschaftlich“, so hat ein früherer Auszubildender in seiner Eröffnungsrede an unserem ersten Tag versucht, uns unsere Angst und Nervosität zu nehmen. So ganz habe ich ihm das damals nicht geglaubt. Ich habe mich zwar sehr auf das duale Studium gefreut, aber in dem Moment überwog einfach die Aufregung, die Angst zu enttäuschen, die Angst mit für mich völlig neuen Fächern, wie Allgemeines Verwaltungsrecht, Kommunalrecht etc. nicht zurechtzukommen, die Befürchtung im Praxisabschnitt nicht zu bestehen. Meinen derzeitigen Erfahrungen nach ist dieses duale Studium auf jeden Fall anspruchsvoll, aber bisher habe ich auch schon so viel Tolles, Aufregendes und Neues erlebt, dass ich dem oben genannten LWL näher gekommen bin, als ich es am Anfang vermutet hätte. Dies liegt vor allem an den vielen netten neuen Leuten, die ich kennengelernt habe und der dementsprechend angenehmen Atmosphäre.
Vor allem in den Praxisabschnitten beim LWL hatte ich immer feste und kompetente Ansprechpartner, an die ich mich wenden konnte und auch immer Kollegen, die mich sehr herzlich aufgenommen haben. Sei es in der Kantine oder in der Mittagspause, alleine ist man eigentlich nicht. In der Praxis ist es manchmal schwierig, wenn man das Fach, das man für die Praxis brauchen würde, noch nicht an der FH hatte, aber dann wird man zumindest schon mal auf dieses Fach vorbereitet. Sollte man in der Praxis einmal nicht so viel zu tun haben, ist es auch möglich für die FH zu lernen. Außerdem kommt man sowohl im Praktikum als auch mit der FH viel herum. Ich war zum Beispiel im Kloster Dahlheim und in der Speicherstadt. Man bekommt auch einiges mit, was neue Projekte und Ausstellungen angeht, weil man entweder selbst zuarbeiten darf oder mit Flyern informiert wird. Auch außerhalb der Praxisabschnitte haben unsere Ausbilder sich Mühe gegeben, dass wir etwas erleben und den LWL und uns untereinander besser kennenlernen konnten. Zum Beispiel waren wir alle zusammen klettern, wir haben zusammen gefrühstückt, wir hatten mehrere Kennenlerntage in einer Jugendherberge und wir waren im Römerpark in Xanten. Auch die FH ist anspruchsvoll - aber machbar. Die meisten Dozenten sind schon bemüht, uns den Stoff ziemlich praxisbezogen beizubringen. Außerdem ist es schön, noch einmal so einen Kurszusammenhalt zu erleben, der durch unsere Kursfahrt nach Prag noch verbessert worden ist. Insgesamt ist es ein forderndes, interessantes duales Studium mit der Möglichkeit dabei viel zu erLEBEN.
Stefanie Bettler
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Ausbildungsleiterin
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LWL - Was wir machen, wer wir sind
Das Faltblatt "Der LWL - Was wir machen, wer wir sind" gibt einen Überblick über die Leistungen und Aufgaben des LWL.