Ausbildung als Tischlerin/Tischler

Sebastian Mohr Sebastian Mohr

Nach vielen, teilweise unbeantworteten Bewerbungen in Hagen und Umgebung habe ich von meinen damaligen Klassenlehrer erfahren, dass im Freilichtmuseum in Hagen ein Tischler - Azubi gesucht wird. Da ich diesen Beruf unbedingt erlernen wollte, weil ich den Werkstoff Holz sehr interessant finde, habe ich sofort eine Bewerbung abgeschickt. Zu meiner Freude wurde diese auch schnell mit einer Einladung zu einem Einstellungstest und einem Vorstellungsgespräch beantwortet. Ich habe mich im Internet genauer über den LWL informiert, bevor ich zu dem Termin erschienen bin. Ich war einer von 11 eingeladenen Bewerbern. Wir wurden zusammen in einen Raum gesetzt und bekamen zuerst den Einstellungstest, in dem es um Mathematik, Allgemeinwissen und Kreativität ging. Der Test lief über knapp neunzig Minuten. Nach der Verkündung der Ergebnisse durften mit mir insgesamt vier Leute zu dem Vorstellungsgespräch gehen. Wir wurden einzeln herein gebeten. Es war eine sehr entspannte Stimmung und nach 45 Minuten durfte ich den Raum wieder verlassen. In diesem Moment fing das Bangen an, würde ich die Stelle bekommen ? Ja, ich habe sie, hieß es dann nach drei Tagen in einem Brief vom LWL. Der erste Ausbildungstag begann in Münster im Landeshaus, wo man mit allen Azubis des Jahrganges zusammen traf. Wir bekamen viele Informationen über unsere Ausbildung und konnten uns gegenseitig kennen lernen. Der zweite Tag begann dann an meiner Ausbildungsstelle im Freilichtmuseum. Dort wurde mir die Werkstatt gezeigt und ich wurde Kollegen vorgestellt. Darauf folgte eine Einführungswoche, in der wir mehrere Gruppenprojekte bekamen und sich alle noch besser kennen lernen konnten. In größeren zeitlichen Abständen folgten mehrere Seminare, damit sich alle Azubis auch wieder sehen und noch mal alle zusammen arbeiten. Nach fast zwei Jahren meiner Ausbildung habe ich immer noch Spaß an meiner Arbeit, sie ist sehr abwechslungsreich und die Arbeitskollegen sind immer bemüht, mir bei Problemen zu helfen. Die Arbeit im Museum umfasst sehr viele Bereiche, so dass ich ein breites Lernspektrum erhalte. Von Vitrinenbau, Fensterrestauration, Stellwände herstellen bis zu Zimmermannsarbeiten an Giebeln oder Fassaden der historischen Gebäude ist alles vertreten. Ich kann es nur jedem empfehlen, der Spaß an vielseitigen Holzarbeiten hat, sich beim LWL als Tischler-Azubi zu bewerben.