Ausbildung als Fotografin/Fotograf


Christoph Steinweg

Ich erinnere mich noch, wie ich vor fast 2 Jahren im Internet nach Ausbildungsplätzen zum Fotografen recherchierte und auf diese Seite stieß. Auch ich las damals einen Erfahrungsbericht und muss sagen, dass dieser nicht unwesentlich dazu beigetragen hat, dass ich motiviert und verbissen an die Bewerbung auf diese Stelle heranging.

Heute kann ich den Inhalt des Berichtes, den ich damals las, nur bestätigen. Die Verbissenheit hat sich gelohnt. Ich war vor der Ausbildung bereits 2-3 Jahre fotografisch aktiv. Hobbymäßig neben dem Abitur, aber auch als kleiner Nebenverdienst in Form von Aushilfstätigkeiten und kleinen freien Jobs. Daher wusste ich genau, dass ich Fotograf werden möchte. Der Schwerpunkt „Architektur“ beim LWL war besonders reizvoll für mich und somit schickte ich knapp vor Fristablauf noch eine Bewerbung ab.

Nach wenigen Wochen wurde ich zum Eignungstest eingeladen. Bei diesem Test wurden alle Bewerber um eine Ausbildung beim LWL mehrere Stunden lang in Allgemeinbildung und logischem Denken geprüft. Nach der Auswertung der Tests kam ich in die nächste Runde. Ich wurde zur fachlichen Überprüfung eingeladen. Mit ca. 20 Leuten saßen wir in einem Raum und durften unser Wissen über die Fotografie in einem schriftlichen Test beweisen. Zudem mussten wir fünf Bilder zu verschiedenen, vorgegebenen Themen abgeben. Aus dieser Runde wurden dann die fünf besten Bewerber ausgewählt und zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Zu diesem wurden wieder zwei Bilder zu einem Thema erwartet.

Offensichtlich überzeugte meine Leistung und ich bekam nach ein paar Tagen Post mit der Frage, ob ich den Ausbildungsplatz annehmen möchte. Ich hatte nach vielen Absagen schon gar nicht mehr mit einer positiven Rückmeldung gerechnet und war dementsprechend überrascht und glücklich!

Die erste Woche der Ausbildung beim LWL wird als Einführung von der Personalabteilung gestaltet und ist zur Orientierung und zum Kennenlernen der neuen Azubis in allen Ausbildungsberufen beim LWL gedacht. Im Anschluss an diese „Einführungswoche“ begann mein Arbeitsalltag im LWL-Medienzentrum für Westfalen. Ich wurde sehr herzlich aufgenommen und in meinen ersten Schritten stets von den älteren Azubis/Gesellen unterstützt und betreut. Man hat hier viele Möglichkeiten sich fotografisch weiterzuentwickeln und abgesehen davon, zählt hier nicht nur die Arbeitskraft sondern auch der Mensch dahinter. Stärken werden ausgebaut und auf persönliche Schwächen wird eingegangen und eine Lösung gesucht.

Im LWL-Medienzentrum lernt man nicht nur mit den verschiedensten Kamerasystemen und Aufnahmematerialien umzugehen. Man lernt verschiedenste Bereiche der Fotografie kennen und um persönliche Vorlieben zu unterstützen, gibt es das Angebot, selbstorganisierte Praktika zu absolvieren. Außerdem betreibt das Medienzentrum immer noch ein eigenes Schwarz-Weiß-Labor, was den Azubis die Möglichkeit gibt, die Grundlage der Fotografie zu erlernen und damit einen sicheren Grundstein für alles Weitere zu legen.

Ich bin nun schon fast 2 Jahre hier, habe vor Kurzem meine Zwischenprüfung erfolgreich abgeschlossen und bewege mich nun bereits auf meine Gesellenprüfung zu. Mir kommt es vor wie ein paar Wochen, doch mehr als die Hälfte der Ausbildung ist bereits vorüber. Heute leite ich bereits wie selbstverständlich einen jüngeren Azubi an, helfe und erkläre und stelle dabei immer wieder fest, wie viel ich in den letzten 2 Jahren gelernt habe. Ich bin sehr dankbar, diese Chance bekommen zu haben und bin mittlerweile sicher, den richtigen Schritt auf meinem Lebensweg gemacht zu haben, als ich den Ausbildungsvertrag beim LWL unterschrieb.


Azubifotos