Ausbildung


Inhaltsverzeichnis







Diplom Verwaltungswirt/in - Kommunale Verwaltung (u. a. ein Bericht über ein Praktikum im Europabüro des Deutschen Landkreistages)

Kirstin Adomat

Diplom-Verwaltungswirt - Kommunale Verwaltung: Kirstin Adomat

Vor dem Abi wusste ich nicht so richtig, in welche Richtung ich beruflich gehen möchte. Ein reines Studium wollte ich nicht unbedingt, eine richtige Idee für eine Ausbildung hatte ich aber auch nicht.
Eines Tages war eine Anzeige vom LWL in der Zeitung, es wurden Auszubildende für den Beruf Diplom-Verwaltungswirt/in gesucht.
Was in der Anzeige stand, klang gut, vor allem die Kombination von Ausbildung und FH - Studium gefiel mir und so schickte ich meine Bewerbungsunterlagen los.
Nach einiger Zeit erhielt ich eine Einladung zu einem Einstellungstest.
Es war schon ganz schön anstrengend, all die Aufgaben zu bearbeiten und ich konnte kaum einschätzen, wie gut oder schlecht der Test gelaufen war, doch nach einer Weile erhielt ich eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch.
Bevor es zu dem Gespräch ging, informierte ich mich noch mal gründlich über den LWL, zum Glück gibt es eine sehr informative Homepage.
Dann war es soweit, der Tag, an dem das Gespräch stattfinden sollte, war da und ich machte mich ziemlich nervös auf den Weg nach Münster.
Als ich beim Landeshaus ankam, waren die anderen drei, die auch an diesem Tag Vorstellungsgespräch hatten, schon da. Wir hatten noch ein wenig Zeit uns zu unterhalten und dabei legte sich wenigstens ein kleiner Teil der Nervosität.
Unsere erste Aufgabe bestand darin, einige Eigenschaften aufzuschreiben, die auf uns zutreffen.
Dann musste jeder von uns einen Zettel mit einem Thema ziehen, über die gezogenen Themen sollte nachher in einem Gruppengespräch diskutiert werden.
Zunächst kamen aber die Einzelgespräche.
Ich sollte erzählen, was ich über den LWL weiß, dann wurden einige Fragen zu mir gestellt, wobei auch die vorher aufgeschriebenen Begriffe angesprochen wurden und dann war dieser Teil des Gesprächs geschafft.
Nachdem auch die anderen das Einzelgespräch hinter sich hatten, ging es gemeinsam zum Gruppengespräch.
Wir diskutierten recht ausgiebig über die gezogenen Themen und so ging die Zeit dann doch recht schnell herum.
Zum Schluss bekamen wir noch einige Informationen zum weiteren Verlauf des Auswahlverfahrens, dann konnten wir gehen.
Das Vorstellungsgespräch war geschafft, jetzt mussten wir abwarten.
Nach relativ kurzer Zeit war ein großer Umschlag in unserem Briefkasten, Absender LWL - eine Zusage.
Nachdem ich die Annahmeerklärung unterschrieben hatte, hatte ich einen Ausbildungsplatz beim LWL.
Im Sommer vor Beginn der Ausbildung fand dann das “Blind Date” statt, ein Kennenlerntag für alle neuen Azubis und ihre Familien und Freunde.
Hier konnte man schon mal mit seinen zukünftigen Mitauszubildenden sprechen, es gab noch einige Infos zum LWL und zum Ausbildungsverlauf und einige Auszubildende berichteten von ihren Erfahrungen.
Durch das Blind Date war man sich zumindest nicht mehr ganz fremd, als es in die Einführungswoche ging.
In der Einführungswoche wurde sehr viel unternommen, z.B. eine Kanu-Tour, ein Museumsbesuch oder der Besuch eines Fußballspiels der WM für behinderte Menschen.
Nach der Einführungswoche ging es an die FH. In vielen Fächern hatte man, zumindest wenn man direkt von der Schule kam, noch gar kein Vorwissen, gerade die Rechtsfächer sind etwas gewöhnungsbedürftig.
Nach ca. 3 Monaten FH begann unser erster Abschnitt in der Verwaltung.
Nach all der Theorie war es schön, nun etwas Praktisches zu machen, obwohl so eine 41-Stunden Woche am Anfang ganz schön heftig ist J.
Man gewöhnt sich aber mit der Zeit daran und dank Gleitzeitregelung schon während der Ausbildung hat man bei der Verteilung der Wochenstunden schon einige Freiheiten.
 

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Raphaela Eilting

Diplom-Verwaltungswirtin - Kommunale Verwaltung: Raphaela Eilting

Die Berufswahl, für mich ein schwieriges Thema. Jahrelang hatte ich mich vor dem Überlegen mit dem Gedanken „Du hast ja noch Zeit, ist ja noch ewig entfernt.“ gedrückt. Deswegen hatte ich in der 12. Klasse überhaupt keine Ahnung, was ich machen wollte: Ausbildung oder Studium? Welche inhaltliche Richtung? Das einzige, was ich wusste: Bloß nicht in meiner Heimatstadt Rheine bleiben. (Nicht falsch verstehen: Rheine ist schön, aber ich wollte nach dem Abitur auf jeden Fall in eine größere Stadt.) In den Sommerferien meinte meine Mutter dann, dass Verwaltung vielleicht etwas für mich wäre. Auf den Tipp einer Bekannten hin bin ich im Internet auf den LWL gestoßen. Die Kombination aus Studium und Ausbildung und vor allem die Aussicht, schon während der Ausbildung Berufserfahrung in verschiedenen Abteilungen sammeln zu können, haben mich sehr angesprochen.
Also habe ich mich beworben und kurze Zeit später bekam ich eine Einladung zum Einstellungstest. Und ich habe gedacht: „Ich weiß zwar nicht genau, ob mich diese Richtung überhaupt interessiert, aber wenn ich schon zum Einstellungstest eingeladen werde, dann gehe ich hin. Um zu gucken, wie weit ich denn komme.“ Dieser Test war dann ziemlich anstrengend, aber ich muss wohl ganz gut gewesen sein, denn ein paar Wochen später flatterte die Einladung zum Vorstellungsgespräch ins Haus. Darin stand, dass auch ein Gruppengespräch stattfinden soll. Ogottogott!
Ich habe mich dann im Internet genauer über den LWL informiert und mir Antworten auf mögliche Fragen überlegt. Auch dieses Mal bin ich mit dem Gefühl hingegangen: „Toll, wenn ich weiterkomme; aber wenn nicht, dann ist es auch nicht so schlimm, dann studier’ ich eben. Welche Studienrichtung, das kann ich dann immer noch überlegen.“ Vielleicht war u. a. diese lockere Stimmung dafür mitverantwortlich, dass ich dann eine Woche vor Weihnachten sozusagen schon ein Geschenk bekam: Die Zusage. Und dann habe ich erstmal überlegt: „Will ich das?“ Wie man sieht, habe ich mich dafür entschieden.
Und ich habe es nicht bereut! Denn die Ausbildung war bisher tatsächlich sehr abwechslungsreich und ich habe viele nette Leute kennen gelernt. Es fing an mit dem „Blind Date“. Super spannend und interessant, wir haben lustige Spiele gemacht und den LWL schon ein bisschen erforscht. In der Einführungswoche haben wir mehrere Einrichtungen des LWL besucht, z. B. die LWL-Klinik Münster und das LWL-Museum für Naturkunde in Münster. Ferner haben wir gepaddelt (das Highlight!) und ein Seminar mit Übernachtung gemacht. Und nebenbei haben wir „Neuen“ uns richtig kennen gelernt.
Dann ging es los mit der FHöV, erstmal bis Weihnachten. Die Fächer waren für uns alle zunächst ein bisschen ungewohnt, aber wir fanden uns schnell ein.
Schließlich kam der erste Praxisabschnitt. Na endlich! Ich hatte (fast) immer interessante und abwechslungsreiche Aufgaben und habe das erste Mal so richtig gearbeitet. Das war ein schönes Gefühl und ich habe mich mit den Kolleginnen und Kollegen gut verstanden.
Mittlerweile geht schon mein zweiter Praxisabschnitt langsam zu Ende und ich bin dankbar, dass ich so viele Erfahrungen machen konnte.
 




Christina Schalück

Praktikum im Europabüro des Deutschen Landkreistages: Christina Schalück

Im zweiten Ausbildungsjahr als Dipl. Verwaltungswirt/in kann man ein Auslandspraktikum im Europabüro des Deutschen Landkreistages in Brüssel absolvieren. 
Der Deutsche Landkreistag ist einer der drei kommunalen Spitzenverbände in der Bundesrepublik Deutschland. Neben dem Deutschen Landkreistag (DLT), dem mittelbar alle 323 Landkreise Deutschlands und auch der Landschaftsverband Westfalen-Lippe angehören, sind dies der Deutsche Städtetag und der Deutsche Städte- und Gemeindebund. Die kommunalen Spitzenverbände vertreten in Berlin die Interessen der deutschen Landkreise, Städte und Gemeinden gegenüber Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat.
Durch die zunehmende Bedeutung der EU-Gesetzgebung auch für die kommunale Ebene ist die deutsche kommunale Selbstverwaltung "Eurocommunalle" seit 1991 durch ein Europabüro in Brüssel vertreten. Zusammen mit dem Deutschen Städtetag, dem Deutschen Städte- und Gemeindebund, dem Verband kommunaler Unternehmen und dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband wurde in Nähe der umliegenden Gebäude der Europäischen Institutionen eine Bürogemeinschaft zur gemeinsamen Zusammenarbeit gegründet. 
Das Europabüro betreibt in Brüssel Lobbying, indem es als Interessensvertreter Einfluss auf Europäische Entscheidungsprozesse nimmt und gleichzeitig Informationen beschafft sowie deren Erstbewertung vornimmt, bevor es diese an die Landesverbände und das Gremium des DLT weitergibt. Gleichzeitig fungiert es als "Türöffner", indem es die Vermittlung von Gesprächen mit Entscheidungsträgern der Europäischen Institutionen für Mitarbeiter der Hauptgeschäftsstelle in Berlin übernimmt. Gesprächspartner sind dabei vorrangig die Abgeordneten des Europäischen Parlaments, Beamte der Europäischen Kommission, Mitarbeiter der ständigen Vertretung Deutschlands bei der EU sowie zuständige Ministerialbeamte der Berliner Bundesministerien. Entscheidend ist auch die Zusammenarbeit mit den Verbindungsbüros der deutschen Bundesländer. 
Darüber hinaus betreut das Europabüro seine Mitglieder im Ausschuss der Regionen (AdR). Der Ausschuss der Regionen ist das beratende Organ der regionalen und kommunalen Gebietskörperschaften Europas. Weiterhin arbeitet das Europabüro in verschiedenen Arbeitsgruppen mit. Das sind vor allem der Rat der Gemeinden und Regionen Europas (RGRE), das European Centre of Enterprises with Public Participation and of Enterprises of General Economic Interest (CEEP) sowie das European Local Authorities Network (ELAN). Außerdem werden Seminare für die Landesverbände organisiert und deren Betreuung während des Brüssel-Aufenthalts gewährleistet. 
Ich war von Juli 2006 bis Oktober 2006 in Brüssel und habe dort einen Ausbildungsabschnitt absolviert. 
An meinem ersten Arbeitstag wude ich von der Leiterin des Europabüros, Frau Struve, auf ein Meeting ins Europäische Parlament mitgenommen. Für die Mitarbeiter der kommunalen Interessensverbände Europas bestand die Möglichkeit, einen Abgeordneten des Europäischen Parlaments zu einem aktuellen Gesetzesvorhaben zu befragen und Bedenken zu äußern oder Verbesserungsvorschläge zu  machen. Nach diesem direkten Einstieg in den Brüsseler Arbeitsalltag bekam ich nachmittags meine ersten Aufgaben zugeteilt. Ich sollte eine Zusammenfassung von einem Grünbuch zur Drogenpolitik der EU schreiben. Grünbücher sind Diskussionspapiere der Europäischen Kommission zu einem bestimmten Thema, insbesondere Vorlagen für Verordnungen und Richtlinien, mit dem Zweck, auf diesem Gebiet eine öffentliche und wissenschaftliche Diskussion herbeizuführen. So werden eine Reihe von Ideen und Fragen aufgeworfen und Einzelne sowie Organisationen zu Beiträgen aufgefordert. Meine Zusammenfassung wurde dann an die jweiligen Stellen der höheren Kommunalverbände (dazu zählt auch der Landschaftsverband) geschickt, damit diese eine entsprechende Rückmeldung zu den im Grünbuch vorgeschlagenen Maßnahmen im Bereich Drogenpolitik geben konnten. Meine zweite Aufgabe an diesem Tag war, ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs auf kommunale Relevanz zu überprüfen und dann ein Informationsschreiben über die Entscheidung des Gerichtshofs anzufertigen. 
Die aktuelle Rechtssprechung des Europäischen Gerichts wird jeden Montag online gestellt und muss dann für die Landkreise und höheren Kommunalverbände auf wichtige Entscheidungen geprüft werden. Mitteilungen und Gesetzesvorschläge der Europäischen Kommission müssen gleichsam täglich mitverfolgt werden und auch über die Tätigkeiten des Europäischen Parlaments muss seitens des Europabüros informiert werden. Das Europäische Parlament hat einmal im Monat Plenumsstizung in Straßburg. Die restliche Zeit des Monats finden die Sitzungen der verschiedenen parlamentarischen Ausschüsse und der Fraktionen des Europäischen Parlaments aber in Brüssel statt. Als Praktikant ist man unter anderem dafür verantwortlich, die Punkte der Tagesordnung auf kommunalrelevante Themen zu prüfen und wichtige Berichte der Ausschüsse oder vom Parlament angenommene Texte zum Weiterleiten zusammenzufassen. 
Neben diesen Tätigkeiten, die während der ganzen Prakitkumszeit immer wieder angefallen sind, bekommt man auch längerfristige Aufgaben übertragen, die meist mit einer intensiven Internetrecherche verbunden sind. So musste ich z. B. eine Ausarbeitung zum Thema Kündigungsschutz anfertigen oder die aktuelle Europäische Einwanderungs- und Integrationspolitik darstellen. Außerdem durfte ich mich mit dem aktuellen Stand der Europäischen Verfassung befassen und eine Rede über aktuelle EU-Politik mit kommunalem Bezug vorbereiten. Meine Aufgabe, die sich über die gesamte Praktikumszeit zog, war die Vorstellung der neuen Förderprogramme für die Kommunen ab 2007. Mit einem entsprechenden Antrag kann man so als Stadt, Kreis oder Kommunalverband durch Fördermittel finanzielle Unterstützung für ein Projekt erhalten. 
Darüber hinaus durfte ich auch eine Konferenz mitorganisieren und die ELAN-Sitzungen (European Local Authority Nework) besuchen. Alle zwei Wochen treffen sich die Vertreter der Kommunalenverbände aus Europa, um sich über die neuesten Informationen auszutauschen. Oftmals wird auch ein Mitarbeiter der Europäischen Kommission gebeten, zu einem aktuellen Thema einen Vortrag zu halten. Die Treffen finden in den Vertretungen der einzelnen Kommunalverbände statt. So war ich in meiner Praktikumszeit einmal bei den Engländern, den Zypern und den Niederländern "zu Gast". 
In meiner letzten Praktikumswoche waren in Brüssel außerdem die "Open Days". Aus ganz Europa waren Mitarbeiter der regionalen und kommunalen Verwaltungen eingeladen, sich in Brüssel durch verschiedene Vorträge über europäische Themen zu informieren. Auch ich durfte mir einige Vorträge anhören. 
Ansonsten findet man in Brüssel auch schnell Anschluss. Meistens ist man nicht der/die einzige Praktikant/in, der/die im Gebäude sitzt, im Haus des Vermieters gibt es in der Regel meist mehrere Praktikantenzimmer, so dass man Mitbewohner/innen kennen lernt oder man besucht den Praktikantenstammtisch, der jeden Dienstagabend stattfindet. Auch die Stadt hat Einiges zu bieten. Neben vielen Museen und kulturellen Veranstaltungen kann man die umliegenden historischen Städte, wie Brügge, Gent oder Antwerpen besuchen. 
Insgesamt hat mir das Praktikum im Europabüro gut gefallen. Die Aufgaben waren sehr vielfältig und interessant. Allerdings muss man sich schnell und sehr selbstständig in die Themen einfinden. Genügend Aufgaben hat man eigentlich immer. Da oft aber so viel zu tun ist, bleibt manchmal keine Zeit, Rückmeldung zu seinen Aufgaben zu erhalten.   

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Diplom Verwaltungswirt/in - Verwaltungsbetriebswirtschaftslehre

Anke Höffker

Diplom-Verwaltungswirtin - Verwaltungsbetriebswirtschaftslehre: Anke Höffker

Abitur machen- ja klar! Und dann? Mmh… schwierig. Auf keinen Fall wollte ich ein reines Unistudium- viel zu theoretisch. Und eine „normale“ Ausbildung?
In den kaufmännischen Bereich gehen- das wäre gut. BWL oder so. Wenn ich nur irgendwie ausprobieren könnte, ob mir das liegt!! Dann erfuhr ich von der Möglichkeit ein Jahr die Höhere Handelsschule für Abiturienten zu besuchen. Ein Jahr in dem ich in das Fach Rechnungswesen hereinschnuppern kann. Auch einen Einblick in die Jura sollte ich bekommen
Das war im Februar kurz vor dem Abi. Schön und gut, aber etwas Endgültiges ist das nicht.
Mal überlegen- Jura und Rechnungswesen….
Dann las ich im August die Anzeige des LWL. Genau das ist es doch! Kein reines Studium – aber doch studieren -Wow!
Und schon hatte ich mich beworben.
Einige Zeit später kam sie- die lang ersehnte Einladung zum Test. Erste Freude machte sich breit, doch „ob das gut geht?“, denn ich hatte mich erkundigt und gehört „das wird schwer“.
Aber nun gut- wer nicht wagt…
Nach dem Test kam nach scheinbar unendlichem Warten eine Einladung zum Gespräch! Uff- den Test hatte ich also geschafft und die erste Hürde genommen!
In der Zwischenzeit war ich ja schon einige Monate zur Höheren Handelsschule gegangen und - das war’s! Es gefiel mir super!
Das konnte ich offenbar auch glaubwürdig in dem Einzelgespräch vermitteln. Denn schließlich kam ... die Zusage!
Später erhielt ich eine Einladung zum „Blind Date“! Was sollte das denn sein?- Aha, ein Treffen um alle kennen zu lernen und erste Fragen zu klären. Ich war begeistert- da wird sich also beim LWL von Anfang an hervorragend um die Azubis gekümmert!
Am ersten September sollte es mit der Einführungswoche losgehen. Viele neue Eindrücke prasselten auf mich ein. Die neuen Leute, die Kanutour, die Besichtigung der Westfälischen Kliniken für Psychiatrie - alles aufregend und spannend.
Schließlich ging es los mit der Fachhochschule. Vieles musste organisiert werden und zunächst verstand ich nicht viel- aber nach zwei Wochen hatte ich mich schon prima eingelebt.
Es wurde gepaukt und Klausuren wurden geschrieben - so ging es weiter bis zum Mai. Dann kam der erste Praxisabschnitt. Oje- Angst vor dem ersten Tag machte sich breit. Was muss ich machen? Wie sind die Menschen dort?
Diese Angst war völlig unbegründet- der erste Praxisabschnitt wurde für mich zu einer ganz tollen Zeit und man bereitete mir einen Einstieg ins Berufsleben, den ich nur jedem wünschen kann!

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David Schubert

Diplom-Verwaltungswirt - Verwaltungsbetriebswirtschaftslehre: David Schubert

Studium? Ausbildung? Studium? Ausbildung?
Eine Frage, die sich die meisten in der Oberstufe stellen müssen. Also was tun?
Die Sicherheit einer Ausbildung und die Freiheit eines Studiums zu verbinden scheint zunächst sehr schwer – vielleicht sogar unmöglich?
Folglich begann ich mich zu informieren. Und immer wieder tauchte dabei der Begriff „duales Studium“ auf. Aber was ist das? Meistens wird es als Studiengang mit wesentlich höherem Praxisbezug oder ausbildungsintegrierter Studiengang beschrieben. A-HA!
Jeder von uns kennt diese meist leeren Definitionen, unter denen man sich einfach nichts vorstellen kann. Trotzdem: Nachdem ich mich weiter informiert hatte, was dieses „duale Studium“ wirklich ist, wusste ich: Das möchte ich machen! Denn das „duale Studium“ bietet genau die Rahmenbedingungen, die ich mir gewünscht habe. Endlich Geld und somit den eigenen Lebensunterhalt verdienen, die Sicherheit einer Ausbildung und natürlich einen Studienabschluss kombiniert mit reichlich Praxiserfahrung.
Jetzt musste ich „nur“ noch schauen, wie ich diese Arbeitsform mit meinen Interessen verbinden konnte. Denn wer bietet schon ein duales Studium mit betriebswirtschaftlicher Ausrichtung an, bei dem soziale Kompetenzen, wie Teamarbeit und der Umgang mit Menschen gefragt sind? Musste ich meine Vorstellungen vielleicht doch überdenken und meine Erwartungen an die Arbeitswelt herunterschrauben?
Nein! Denn ich entdeckte bei den Stellenangeboten meiner regionalen Tageszeitung die Anzeige des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe. Die Anforderungen, Leistungen und Rahmenbedingungen entsprachen voll meinen Erwartungen. Und nachdem ich herausgefunden hatte, dass mit Landschaftsverband keine Landwirtschaftskammer oder Bauernvereinigung gemeint war, sondern einer der größten Sozial- und Kulturträger Deutschlands, habe ich mich sofort beworben.
Nach einem 3-stufigen Bewerbungsverfahren bestehend aus einer Vorauswahl, einem Eignungstest und einem Vorstellungsgespräch war es im Dezember 2005 soweit. Durch den Anruf meines damaligen Ausbildungsleiters Herr Gremm habe ich erfahren, dass ich die Stelle bekomme. Mit der sicheren Ausbildungsstelle konnte ich mich nun die folgenden 1 ½ Jahre auf mein Abitur konzentrieren und musste nicht mehr in Sorge um einen Ausbildungs- oder Studienplatz Kataloge des Arbeitsamtes ``wälzen``.
Nach bestandenem Abitur und einer langen Sommerpause fand im Juni 2006 ein erstes Kennenlernen der Azubis unter dem Motto ``Blind Date“ statt. Erste Kontakte wurden hierbei geknüpft, das Ausbildungskonzept, unter anderem vom neuen LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch, ausführlich erläutert und ein Einblick in die Verwaltungsarbeit durch eine LWL-Ralley geschaffen.
Nach dem Umzug in meine erste eigene Wohnung - 150 km von zu Hause entfernt - im August 2006 konnte die Ausbildungszeit gar nicht schnell genug beginnen. Am 1. September war es dann auch schon soweit. Ein 4-tägiges Einführungsseminar stellte mit vielen „Kennenlern-Aktivitäten“, wie einer Kanufahrt auf der Werse oder dem gemeinsamen Abend in der Münsteraner Innenstadt, einen hervorragenden Start zur Ausbildung beim LWL dar.
Im Anschluss folgten zwei Studienabschnitte an der zentrumsnahen Fachhochschule für öffentliche Verwaltung (FHöV). Einen äußerst anspruchsvollen Einstieg stellten vorallem die juristischen Fächer dar. Praxisnahes Lehren und Lernen in den juristischen und betriebswirtschaftlichen Fächern boten aber trotzdem den perfekten Einstieg zu meinem ersten praktischen Teil. Dieses erste Praktikum mache ich derzeit in der Verwaltungsorganisation. Nette Kolleginnen und Kollegen ermöglichen mir, täglich mehr und mehr Eindrücke vom LWL zu gewinnen. Und auch, wenn man es vielleicht nicht glauben mag, aber die Eindrücke und Erfahrungen sind fast ausnahmslos positiv. Meine Befürchtungen, in grauen und verstaubten Büros und einer langweiligen Verwaltung zu landen, sind auf positive Weise widerlegt worden. Der LWL stellt eine moderne, betriebswirtschafts- und zukunftsorientierte Verwaltung dar, in der trotzdem noch viel Platz für Kultur, Kunden und Mitarbeiter ist.
Ich bin froh, dass ich mich für das duale Studium beim LWL entschieden habe.




Dagmar Löhring

Diplom-Verwaltungswirtin - Verwaltungsbetriebswirtschaftslehre: Dagmar Löhring

01.09.2006.... Mein erster Tag beim LWL! Ich muss sagen, ich war ein wenig nervös, was mich alles erwarten würde. Nach einigen Grußworten, unter anderem von Herrn LWL-Direktor Dr. Kirsch, der Vorsitzenden des Gesamtpersonalrates und unserem Ausbildungsleiter machten wir eine kleine Kennenlernrunde. Und natürlich traf jeden von uns die Frage:
Warum gerade diese Ausbildung und warum beim LWL?
Für mich war die Antwort klar: Studieren kannte ich bereits aus meinem anfänglichen BWL- Studium, und Verwaltungsarbeit im sozialen Bereich aus meiner Ausbildung beim Caritasverband. Eine Kombination aus beidem wäre natürlich das Beste. Dabei noch Geld zu verdienen und in Münster wohnen zu bleiben, der lebenswertesten Stadt der Welt...Besser könnte es doch gar nicht sein!
 
Die erste Woche war ganz dem Kennenlernen gewidmet. Hauptsächlich, damit wir uns untereinander anfreunden konnten. Hierzu sind zu erwähnen, eine Kanutour, ein Sportnachmittag, eine Übernachtung im Franz Hitze Haus, Führung durch die LWL-Klinik, Besuch des Planetariums und vieles mehr.
 
Nach dieser Woche ging der Alltag in der Fachhochschule los. Zunächst wurden wir in Kursverbände aufgeteilt. Nur 17 Personen, richtig gemütlich im Gegensatz zu den Hörsälen der Universität.
Zwar ist auch hier die Eigeninitiative der Studenten gefragt, aber die Möglichkeiten, dem Dozenten detaillierte Fragen zu stellen, sind hier einfach viel größer. Und auch die Stundenplangestaltung ist relativ flexibel. Z. B. kann man sich die Tage vor den Klausuren auch mal „Freischaufeln“, wenn man, in Absprache mit den Dozenten, die Unterrichtsstunden auf vorherige Wochen verteilt. Denn ganz ausfallen können sie nicht.
 
Nach dem zweiten Semester an der Fachhochschule, also nach der sogenannten Zwischenprüfung, begann für mich im Mai mein erster Praktikumsabschnitt in der Abteilung LWL-Behindertenhilfe für Westfalen. Die Umstellung von einer 26 Stundenwoche auf eine 41 Stundenwoche war am Anfang zwar relativ schwer, aber daran hatte ich mich auch schnell gewöhnt. Dazu beigetragen haben hier ganz besonders die freundlichen und netten Kollegen und die abwechslungsreiche, interessante Arbeit. Zwar ist dieses Sachgebiet nur ein kleiner Bereich in der großen Abteilung 60, aber trotzdem ist hier aus allen Bereichen etwas dabei.
 
Ganz besondere Eindrücke über den Arbeitsbereich hinterlies die Dienstreise nach Bad Oeynhausen, auf die ich Ende Mai mitgenommen wurde. Ausgangspunkt hierfür war eine Jahrestagung mit anschließendem Rundgang durch die Einrichtung und Besuch eines Klienten in einer Gastfamilie. Hier konnte man sehen und erleben, dass es sich wirklich lohnt im Büro zu sitzen und das die Verwaltungsarbeit nicht so langweilig ist, wie alle sagen.
 
Für mich geht es nun im September mit dem nächsten Studienabschnitt an der FH weiter. Aber ich freue mich jetzt schon auf meinen nächsten Praktikumsabschnitt und bin froh, dass ich diesen Weg eingeschlagen habe.
 
 

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Coesfelder Modell

Josef Biefang

Azubi im Coesfelder Modell: Josef Biefang

 
Das Angebot des LWL für meine Ausbildung als Bürokaufmann in Verbindung mit einer zusätzlichen Qualifikation als Verwaltungsfachangestellter wies als konventionellen Einstellungstermin den 01.08.2006 aus.
Bereits wenige Wochen vor diesem fixierten Datum fand ein Blind-Date statt, bei dem es um das gegenseitige Kennenlernen mit dem zukünftigen Arbeitgeber und den Mit-Azubis ging.
Den Start für die Ausbildung bildete die legendäre Einführungswoche unter dem Motto „Fördern durch Fordern“. Sie bestand aus einem Begrüßungstag im Plenarsaal des Landeshauses, einem 3-tägigen Seminar im Europainstitut in Bocholt sowie einer abschließenden Paddeltour auf der Werse mit anschließendem gemütlichen Beisammensein in einem LWL-Gebäude. Dieser Freizeitspaß und die sämtlichen Sportaktivitäten in Bocholt galten als besondere Faszination dieser Einführungswoche, die für uns immer unvergessen bleibt.
Dann begann der Ernst des Arbeitslebens. Meinen ersten Ausbildungsabschnitt absolvierte ich in der LWL.IT Service Abteilung; meinen zweiten in der Rechnungsstelle der LWL-Behindertenhilfe. Die netten, erfahrenen und engagierten Ausbilder/innen samt Kolleg/en/innen bereiteten mir einen herzlichen Empfang und begleiteten mich intensiv und professionell durch diese beiden Ausbildungsphasen. Das angenehme Betriebsklima und die gute Betreuung ermöglichten mir somit eine erfreuliche Einarbeitung und eine wertvolle Durchführung meiner praktischen Arbeit, die von großer Eigeninitiative und guter Teamfähigkeit geprägt war.
In Kombination mit dieser praktischen Tätigkeit erhielten wir Azubis fachpraktische Unterweisung einmal wöchentlich im sogenannten Angestelltenlehrgang, 1. Teil, im Studieninstitut in Münster vom 11.08.06 - 30.03.07 sowie in Form eines Unterrichtsblocks, 1. Teil, im Oswald-von-Nell-Breuning-Berufskolleg in Coesfeld vom 16.04.07 – 20.06.07. In erstgenannter schulischer Einrichtung wurden 7 Unterrichtsfächer erteilt, u.a. Allgemeines Verwaltungsrecht, Kommunales Verfassungsrecht, Staats- und Europarecht, Personalrecht. In der Berufsschule bezog sich die Theorie auf Fächer wie Rechnungswesen, BWL, Bürowirtschaft, etc. aus dem berufsbezogenen Lernbereich; ferner Politik, Sport, etc. aus dem berufsübergreifenden Lernbereich; sowie Rechtskunde und Englisch aus dem Differenzierungsbereich.
Das Highlight dieses Blockunterrichts war die fünftägige informative, erlebnis- und erkundungsreiche Studienfahrt nach Berlin. Ich habe einen imposanten und nachhaltigen Eindruck von der deutschen Hauptstadt gewonnen.
Resümierend darf ich festhalten, dass ich im 1. Ausbildungsjahr eine fundierte und zukunftsorientierte Grundlage für die noch verbleibende Ausbildungszeit erhalten habe.
 
 
 
 
 
 

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Hatice Gökdonlu

Azubi im Coesfelder Modell: Hatice Gökdonlu

Gestern rief mich meine Ausbildungsleiterin Frau Stockamp an und fragte mich, ob ich nicht Lust hätte, für unseren Internetauftritt einen Erfahrungsbericht über meine bisherige Zeit in der Ausbildung beim LWL zu schreiben. Und natürlich habe ich ja gesagt.
Nachdem ich an der Hansaschule in Münster mein Fachabitur in Wirtschaft und Verwaltung beendet hatte, nahm ich mir erst mal ein Jahr  "Auszeit", um mir klar zu werden, wo ich nun eine Ausildung beginnen wollte. In dieser Zeit arbeitete ich als Vollzeitkraft bei H&M, wo ich auch während meiner Schulzeit schon angestellt war. Dann erfuhr ich, dass der LWL noch Auszubildende sucht - und hab mich für das "Coesfelder Modell" beworben. Nachdem ich den Einstellungstest bestanden hatte, kam das Vorstellungsgespräch und dort erfuhr ich auch direkt im Anschluss, dass ich die Ausbildung beginnen könnte!
Vor dem eigentlichen Ausbildungsbeginn fand einen Nachmittag lang ein sogenanntes "Blind Date" statt, bei dem ich die Gelegenheit hatte, meine Mit-Azubis und meinen zukünftigen Arbeitgeber schon mal kennen zu lernen. Durch verschiedene Spiele wie z.B. "Speed-Dating" wurde die Stimmung aufgelockert und ich erfuhr das eine oder andere über meine Gegenüber.
Die Ausbildung begann mit einer Einführungswoche. Am ersten Tag trafen wir uns alle im Landeshaus des LWL, in dem wir nach der offiziellen Begrüßung durch den Direktor des LWL, Herrn Dr. Kirsch, einige Kennenlern-Spiele spielten und einige Informationen über den LWL und unsere Ausbildung erhielten. Am nächsten Tag ging es mit dem Bus nach Bocholt in das Europainstitut. Dort blieben wir den Rest der Einführungswoche. Wir nahmen an einem Seminar teil, das unter dem Thema "Aufbruch" stand, machten Teamsport, eine Fahrradtour in die Niederlande und verbrachten die Abende gemeinsam.
In meinem ersten Ausbildungsabschnitt kam ich in die Abt. 50, dem LWL-Landesjugendamt. Dort wurde ich sofort herzlich aufgenommen. Ich hatte viele verschiedene Aufgaben, die ich schon nach kurzer Zeit selbstständig ausführen konnte und wenn ich mal Fragen hatte, war das auch kein Problem. Meine Kolleginnen und Kollegen nahmen sich immer gerne Zeit, um mir zu helfen. Um nicht nur praktisch, sondern auch theoretisch etwas zu lernen, findet einmal in der Woche der Unterricht im Studieninstitut in Münster statt. Dort gibt es Fächer wie Staats- und Europarecht, Kommunales Verfassungsrecht und Sozialrecht. Da geht es meistens darum, Gesetzestexte zu wälzen, aber die Dozenten versuchen, den Unterricht so interessant wie möglich zu gestalten. Man gewöhnt sich ziemlich schnell an die neuen Fächer. Und als "Belohnung" gibt es bei einem Zeugnisdurchschnitt von mindestens "gut" sogar einen Tag Sonderurlaub!
Zwischendurch besuchten wir einige Seminare in Münster (z.B. "Leichter Lernen", "Moderne Korrespondenz", "Prüfungsangst") und es gab einen weiteren Aufenthalt in Bocholt, bei dem wir über unsere Erlebnisse und Erfahrungen der ersten Monate sprechen konnten. Außerdem veranstalteten wir einen Azubi-Tag, bei dem wir mit einem 10-er Tandem von Münster nach Ottmarsbocholt und zurück radelten.
In meinem zweiten Ausbildungsabschnitt, in dem ich der Abt. 60, der LWL-Behindertenhilfe, zugeteilt wurde, begann auch der erste Berufsschulblock in Coesfeld. Daher auch die Bezeichnung "Coesfelder Modell". Der dortige Unterricht erinnert stark an die vergangene Schulzeit. Dort gibt es wieder Fächer wie Englisch, Sport und Politik, aber auch berufsbezogene Fächer wie Rechnungswesen und BWL. In der Berufsschulklasse sind wir ungefähr doppelt soviele Auszubildende wie im Studieninstitut. Um uns in der kurzen Zeit besser kennen zu lernen, machten wir eine Studienfahrt nach Berlin, wo wir neben einer Stadtrundfahrt und einem ausgedehnten Kulturprogramm auch selbst die Stadt erkunden konnten.
Zur Zeit sind noch Sommerferien und ich bin wieder in meiner Abteilung. Nach den Ferien steht der zweite Berufsschulblock bevor. Außerdem habe ich schon meine Bewerbungen für das siebenmonatige Praktikum verschickt, das wir nächstes Jahr im Sommer in einem Betrieb der freien Wirtschaft absolvieren müssen, um auch die Fertigkeiten und Kenntnisse im Bereich der Bürokauffrau zu erhalten.
Abschließend kann ich nur sagen, dass ich richtig froh bin, die Ausbildung beim LWL begonnen zu haben und ich möchte jeden ermutigen, sich hier zu bewerben! Ich freue mich schon auf meine weitere Zeit hier und bin gespannt, was noch alles auf mich zukommt und welche Abteilungen und Menschen ich noch kennen lernen werde!

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Dennis Imkamp
Dennis Imkamp

Azubi im Coesfelder Modell: Dennis Imkamp

Ich bin über einen kleinen Umweg an die Ausbildung beim LWL gekommen. Nach meinem Fachabitur im Bereich „Wirtschaft“ und dem anschließenden Wehrdienst habe ich nicht direkt einen Ausbildungsplatz bekommen, sodass ich mich anderweitig umsehen musste. Meine Wahl fiel dabei auf ein Praktikum zum Erwerb der vollen Fachhochschulreife mit der ich dann, wenn ich im nächsten Jahr bezüglich einer Ausbildung nicht fündig geworden wäre, ein Studium hätte anfangen können. Die Betonung liegt auf „hätte“. Das wäre nur ein Notnagel gewesen, da ich mir eigentlich im Klaren darüber war, dass ich zuerst eine Ausbildung machen wollte, um den Berufseinstieg schon mal geschafft zu haben und natürlich auch finanziell unabhängiger zu werden. Das Praktikum habe ich auch hier beim LWL gemacht und die Entscheidung bereue ich nicht. In der Praktikumszeit (die übrigens auch vergütet wird, was recht selten ist für eine Praktikumsstelle) habe ich schon die ersten Eindrücke gesammelt die meine Entscheidung bestärkt haben diese Berufssparte zu wählen. Da mir die Arbeit beim LWL sehr gut gefallen hat, habe ich mich dann auch für eine Ausbildung beim LWL interessiert und habe mich für das „Coesfelder Modell“ beworben. Und das hat, da Ihr das hier ja lest, auch glücklicherweise geklappt. Meine Ausbildungsabteilung ist die LWL-Schulverwaltung in Münster, in der ich meine gesamte Ausbildungszeit beim LWL verbringen werde. Die Arbeit dort macht mir sehr viel Spaß, da ich voll in den Arbeitsalltag der Abteilung integriert bin und den Kollegen dort bei ihren Aufgaben unter die Arme greifen kann. Aber ich habe auch eigene Bereiche, die ich schon alleine bewältigen muss. Natürlich wird mein Aufgabenbereich noch kontrolliert, aber im Großen und Ganzen arbeite ich selbstständig und eigenverantwortlich. Und während der Berufsschulblöcke werde ich sogar schon ein wenig vermisst. Apropos Berufsschulblöcke, während der Ausbildung muss man natürlich auch zur Berufsschule, die sich in Coesfeld befindet. In der Berufsschule ist es so wie früher in der Schule, aber es gibt neben den normalen Fächern wie Deutsch, Englisch, Politik etc. auch berufsspezifische Fächer wie Rechnungswesen, Organisationslehre oder Bürowirtschaft. Ausserdem besucht man während der praktischen Zeit in der Abteilung auch einmal die Woche das Studieninstitut in Münster. Die Fächer hier sind z. B. Kommunales Verwaltungsrecht oder Personalwesen. Meistens kriegen die Lehrer/Dozenten es hin, den größtenteils recht trockenen Stoff interessant und praxisorientiert aufzubereiten, sodass ich sagen kann, dass mir das Lernen Spaß macht. Bei der Ausbildung beim LWL merkt man zudem, dass es den Ausbildern wichtig ist, dass den Azubis die Ausbildung gefällt und dass der LWL auch einiges dafür tut um die Ausbildung abwechselungsreich zu gestalteten. Dazu gehören unter anderem Seminare, Azubitage oder auch Veranstaltungen anderer Art wie z. B. Kanu fahren oder einer Radtour, an denen wir des Öfteren teilnehmen. Ich kann euch also nur empfehlen, den Schritt zu wagen und sich beim LWL zu bewerben, es lohnt sich. Viel Glück!   

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Martina Oldach

Azubi im Coesfelder Modell: Martina Oldach

Wie wahrscheinlich jede/r nach dem Abitur oder der Fachhochschulreife, habe auch ich mir die Frage gestellt, welche Ausbildung für mich die Richtige ist. Ich habe schon viel gemacht, im „handwerklichen Bereich“ eine Ausbildung abgeschlossen, aber während der Ausbildung schon gewusst: „Martina, das ist nicht das, was Du Dein Leben lang machen willst.“ Somit habe ich nach der Lehre meine Fachhochschulreife nachgeholt und bin dann zum Studieren nach Münster gezogen. Da man ja als Student immer unter Geldmangel leidet, musste ich mir einen kleinen Nebenjob suchen und dieser war rein zufällig beim LWL. Ich wusste am Anfang gar nichts vom LWL, da ich aus einem ganz anderen Bundesland stammte. Als Studentin war ich als Aushilfskraft bei der Abteilung 60 – LWL-Behindertenhilfe tätig. Dieser Job war toll und ich verstand mich mit den Kolleginnen und Kollegen sehr gut. Daher fiel es mir auch nicht schwer, mich beim LWL zu bewerben, als ich das Studium fallen ließ. Nach der üblichen Prozedur des Bewerbungsverfahrens erhielt ich dann eine Zusage. Ich kann zum 01.08.2006 anfangen!
Einige Zeit vor Beginn der Ausbildung beim LWL fand ein „Blind Date“ statt. Dort gab es dann die Möglichkeit, die anderen Azubis kennen zu lernen. Und um uns noch besser kennen zu lernen gab es ja die Einführungswoche. Nachdem wir am ersten Tag vom LWL-Direktor Herrn Dr. Kirsch willkommen geheißen wurden, ging es gleich am zweiten Tag nach Bocholt, wo wir für drei Tage blieben. Dort führten wir Gruppenarbeiten und Rollenspiele zum Thema „Aufbruch“ durch, machten Teamsport und saßen abends gesellig beisammen. Zum Abschluss dieser Woche sind wir Kanu auf der Werse gefahren.
Ich begann meinen ersten Ausbildungsabschnitt in der Abteilung 50 – LWL-Landesjugendamt, im Bereich Integration behinderter und nichtbehinderter Kinder. Dort war reichlich zu tun, so dass man nach der Einarbeitung (wobei sich die Kolleginnen und Kollegen große Mühe gaben) recht schnell selbstständig arbeiten konnte. Und wenn man nicht weiterkam, konnte man immer wieder fragen. Neben dem praktischen Abschnitt ging es einmal pro Woche zum Studieninstitut. Es ist nicht leicht mit solchen Fächern wie Staats- und Europarecht, Personalrecht und Kommunales Verfassungsrecht klarzukommen, aber die Dozenten schafften es, den Unterrichtsstoff interessant und abwechslungsreich zu gestalten. Meinen zweiten Ausbildungsabschnitt absolvierte ich in der LWL-Hauptabteilung - im Bereich Zentrale Einkaufskoordination (ZEK), wo ich herzlich aufgenommen wurde und auch gleich ein eigenes Projekt durchführen durfte. In diesem Ausbildungsabschnitt begann auch der erste Blockunterricht in Coesfeld, es heißt ja auch „Coesfelder Modell“, da die Berufsschule für den Ausbildungsteil der Bürokauffrau dort stattfindet. Es gab neben den berufsbezogenen Fächern wie Rechnungswesen und Betriebwirtschaft auch wieder Deutsch, Englisch und Politik. Die Klasse in Coesfeld ist größer als am Studieninstitut, daher war die Studienfahrt nach Berlin ein willkommener Anlass, uns richtig kennen zu lernen. Neben den Besuchen im Bundesrat, Bundestag und Berlin-Hohenschönhausen, gab es auch genügend Zeit, die Stadt selbst zu erkunden.
Zur Zeit laufen noch meine Bewerbungen für das siebenmonatige Praktikum in der freien Wirtschaft, das wir nächstes Jahr für die Ausbildung der Bürokauffrau absolvieren müssen. Aber ich glaube fest daran, dass ich bald eine Zusage im Briefkasten habe.
Nach einem Jahr Ausbildung kann ich sagen, dass ich den richtigen Weg gefunden habe. Ich würde jedem empfehlen, der sich für das Coesfelder Modell interessiert, sich beim LWL zu bewerben. Es ist eine anstrengende, aber auch eine sehr abwechslungsreiche und interessante Ausbildung.






Fachangestellte/r für Medien- und Informationsdienste - Archiv




Jessica Ann Hohmann

Azubi zur Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste - Archiv: Jessica Ann Hohmann

Die Ausbildung zur Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste – Fachrichtung Archiv im Westfälischen Archivamt des LWL Aufgrund meiner Interessen für Bücher, Geschichte und Altertümer habe ich mich auf dem Ausbildungsmarkt nach Berufen umgeschaut, die in die Richtung der obengenannten Bereiche fallen. Durch die Suche über die Internetseite des Arbeitsamtes bin ich auf die Stellenausschreibung des Westfälischen Archivamtes aufmerksam geworden. Zunächst war mir der Begriff “Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste“ (kurz: FAMI) unbekannt. Nachdem ich mich über die Seite des Landschaftsverbandes und über diverse Internetseiten informiert habe, konnte ich aber eine wage Vorstellung davon bekommen, welche Tätigkeiten ein/e FAMI verrichtet. Allerdings hatte ich mir kein Bild davon machen können, was man tatsächlich unter einem Archiv versteht, bis darauf, dass dort alte Unterlagen gelagert wurden und alles doch recht staubig sein würde. Doch der erste Eindruck wiederlegte diese Vorstellung sofort. Ein Archiv ist weder staubig noch eigenbrödlerisch. Das Westfälische Archivamt ist sehr modern ausgestattet. Die Mitarbeiter sind offen für Benutzergespräche; ebenso ist die Archivpflege ein großer Aufgabenbereich im Bezug auf die Hilfestellung zur Archivierung von Archivalien in anderen Archiven. Die ersten Tage in der Ausbildung waren zur Einführung gedacht, um die Organisation und Struktur des WAA besser kennenzulernen. Ein Organigramm des LWL dient zugleich als Vorlage für den eigenen Bestandsaufbau. Die Tätigkeitsbereiche eines FAMIs könnten nicht unterschiedlicher sein. Zum einen ist da die Benutzeraufsicht und Beratung, die einen wesentlichen Teil der Ausbildung ausmacht, ebenso wie die Erschließung von Archivgut. Hinzu kommen aber noch gelegentliche Recherchen oder auch Öffentlichkeitsarbeiten. Erste Erfahrungen konnte man darin schon am Tag der Archive sammeln, an dem zum ersten Mal auch ein Kinderprogramm angeboten wurde. Weiterhin lernt man in der Ausbildung; alte Schriften zu transkribieren (= einen Text in eine andere Schrift zu übertragen), da viele Archivalien zum Teil aus dem 19. Jahrhundert stammen. Außerdem erfährt man durch eine kleine Einführung in die Restaurierung, wie Archivalien gepflegt und erhalten werden sollen in Bezug darauf, wie Archivgut sicher vor Wärme, Feuchtigkeit und Schädlingen geschützt werden muss. Neben der beruflichen Ausbildung wird in der Berufsschule in Dortmund ergänzend Fachwissen vermittelt, wie z. B. SBL – Spezielle Berufslehre. Im WAA werden zusätzlich unterschiedliche Seminare zur Wissensergänzung angeboten. Die Teilnahme am Westfälischen Archivtag konnte einem sogar die Arbeit eines Archivars näher bringen, eine mögliche Weiterbildung. Das Arbeitsklima ist hier sehr angenehm: Man kann sich intensiv mit den Berufsanforderungen auseinandersetzen und falls es Probleme dabei gibt, eine Aufgabenstellung zu lösen, steht einem das freundliche Personal unterstützend zur Seite. Abschließend lässt sich also sagen, dass die Ausbildung zur Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste ein ausgewogener und abwechslungsreicher Beruf ist, der besonders in der Fachrichtung Archiv für Geschichtsinteressierte zu empfehlen ist.

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Fachinformatiker/in - Systemintegration

André Hesker

Azubi zum Fachinformatiker - Systemintegration: André Hesker

Nach einigen Bewerbungen ohne Erfolg, habe ich von einer Bekannten erfahren, dass beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe noch eine Ausbildungsstelle zum Fachinformatiker frei ist. Da ich gerne am Computer arbeite, habe ich nicht lange gezögert und noch am selben Abend meine Bewerbungsunterlagen abgesandt. Ich habe mich dann im Internet noch genauer über den LWL informiert. Ein paar Tage später bekam ich Post, eine Einladung zum Einstellungstest mit anschließendem Vorstellungsgespräch. An dem Tag waren noch zwei andere Bewerber zu dem Vorstellungsgespräch eingeladen. Nachdem wir den Einstellungstest geschrieben haben, wurden wir zu einzelnen Vorstellungsgesprächen in den Besprechungsraum geholt. Anschließend hat jeder von uns ein Thema bekommen, über das wir nacheinander eine Diskussion mit den anderen beiden Bewerbern führten. Nach dem Tag kam dann das große Bangen, doch schon einige Tage später kam ein Brief mit der Zusage. Als ich im August 2005 meinen ersten Arbeitstag hatte, wurde für die neuen Auszubildenden, dem Jahrgang 05, ein Kennenlerntag veranstaltet. So konnte man schon erste Kontakte zu seinen Azubi-Kollegen knüpfen. Am nächsten Tag war dann der erste Tag in der Abteilung, in meinem Falle, war es das IT-Zentrum. Dort wurden wir von unserem Ausbildungsleiter empfangen, mit einer Einführung darüber was im IT-Zentrum des LWL alles betreut wird. Ich kam in den Bereich der Benutzerverwaltung, wo ich nach einem herzlichen Willkommen auch schon den ersten Auftrag hatte. Ein Kollege und ich sollten einen Computer an einem Arbeitsplatz in einer anderen Abteilung auf ein neues Betriebssystem umstellen. Als wir damit fertig waren, wurde mein Arbeitsplatz eingerichtet. 14 Tage später ging es auf eine durch die Ausbildungsleitung organisierte Einführungswoche für den gesamten Jahrgang 05, wo wir z. B. dann mit dem Kanu auf der Ems von Emsdetten nach Nordwalde fuhren. Dort wurden wir in einer Jugendherberge untergebracht und haben da den Abend ganz gemütlich mit den neuen Kollegen ausklingen lassen. Ein weiterer Bestandteil der Einführungswoche war ein Besuch im Westfälischen Museum für Naturkunde in Münster. Nach fast einem Jahr kann ich sagen, dass es genau die richtige Entscheidung war, diesen Ausbildungsgang zu wählen, da er mir wirklich Spaß macht. Ich habe vielfältige Aufgaben, wie z. B. Hardware testen, reparieren und austauschen sowie das Installieren von Software oder die Anwenderbetreuung. Auch in den anderen Bereich der Ausbildung, die Anwendungsentwicklung, konnte ich schon etwas reinschnuppern, da das Feld der Möglichkeiten hier beim LWL sehr groß ist.

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Sören Schmitz

Azubi zum Fachinformatiker - Systemintegration: Sören Schmitz

Nach meiner Erstausbildung zum Informationstechnischen Assistenten war mir klar, dass ich in diesem Gebiet weiter kommen will und machte mich daher auf die Suche nach Ausbildungsstellen zum Fachinformatiker. Nach einigen Recherchen im Internet und in der Zeitung bin ich auf den LWL aufmerksam geworden. Nachdem ich mir die Kriterien und die Anforderungen an die Auszubildenden durchgelesen hatte, war ich überzeugt, dass diese Stelle doch hervorragend auf mich passen würde, also fehlte ja nur noch die Bewerbung: Gesagt – getan. Innerhalb der folgenden Wochen habe ich dann eine Einladung zum Einstellungstest im Studieninstitut bekommen, die ich natürlich dankend angenommen habe. Kurze Zeit später habe ich dann die Mitteilung erhalten, dass ich auch die 2. Runde erfolgreich absolviert hatte und so wurde ich dann zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch in die Hauptverwaltung eingeladen. Als es dann soweit war und ich nach Münster gefahren bin, war ich doch sehr aufgeregt und gespannt auf die bevorstehende Hürde. In der Hauptverwaltung angekommen, machte ich mich erstmal auf die Suche nach dem in der Einladung genannten Raum, 2. Etage, Block E. Am Ende des Ganges sah ich dann auch schon meine Mitbewerber. Viel Zeit, uns großartig kennen zu lernen, hatten wir nicht, denn dann ging es auch schon los. Am Anfang des Vorstellungsgespräches hatten meine Mitbewerber und ich kurz Zeit, uns vorzustellen. Dann haben wir auch schon die Themen unserer Gruppendiskussion gezogen, woraufhin wir in einen anderen Raum begleitet wurden. Dort hatten wir dann Zeit, uns auf die Themen vorzubereiten, wobei einer nach dem anderen herausgerufen wurde, um zum Einzelgespräch zu kommen. Als ich dann an der Reihe war, wurden mir zuerst ein paar Fragen zu mir selbst gestellt, wieso ich mich gerade beim LWL bewerbe und schließlich noch Fragen zum LWL selbst, um zu sehen ob ich mich auch entsprechend vorbereitet habe. Mit gemischten Gefühlen fuhr ich dann wieder nach Hause. Einige Zeit später erhielt ich dann einen Brief vom LWL, den ich gleichermaßen mit Vorfreude und Bangen öffnete, schließlich hat die Freude Überhand genommen, denn es war eine Zusage und so hieß es auch für mich: Du bist dabei! Am 1. Arbeitstag, dem 1. August, haben meine neuen Kolleginnen und Kollegen und ich uns ersteinmal alle kennenlernen dürfen und es entstanden auch sofort neue Freundschaften. Nach mehreren Aktionen, die die Auszubildenden noch mehr miteinander verschweißen sollten, wie zum Beispiel die Einführungswoche, ging der Arbeitsalltag los. Bei mir liegen Praxis und Theorie sehr nah beieinander; von der Installation von Testmaschinen bis zur Einrichtung von Produktivsystemen ist alles dabei. Die Arbeiten reichen vom simplen Stecken von Netzwerkverbindungen bis hin zum Aufsetzen von komplexen Datenbanksystemen und ich bin zuversichtlich, dass ich hier trotz meiner vorherigen Erstausbildung noch eine Menge lernen werde. Zusammengefasst kann ich sagen, dass ich meine Ausbildung hier sehr gerne mache und bei Problemen und Aufgaben stets Unterstützung bekomme. Allein gelassen wird man hier nicht und das ist das, worauf es ankommt!

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Fachkraft für Veranstaltungstechnik

Foto: Job
Tevfik Dumlupinar

Azubi zum Veranstaltungstechniker: Tevfik Dumlupinar

Zum 15. August 2005 sollte im Westfälischen Industriemuseum eine Fachkraft für Veranstaltungstechnik eingestellt werden. So bewarb ich mich auf die Stelle. Nach einem Eignungstest und Vorstellungsgespräch hat es nicht lange gedauert und ich bekam Post vom LWL. Erst dachte ich, dass es eine Absage ist und wagte es nicht, den Umschlag zu öffnen. Dann aber hatte ich Mut und sah den Ausbildungsvertrag. Vor Freude sprang ich in die Luft, weil es mein größter Wunsch war, diese Ausbildungsstelle zu bekommen. Ich wusste genau, dass dieser Beruf für mich der richtige ist. Mit dieser Entscheidung lag ich auch nicht falsch. Jede Woche finden mindestens zwei Veranstaltungen in der Henrichshütte Hattingen statt. Ich arbeite, aber habe auch fast genau soviel Spaß wie die Gäste der Party oder der Veranstaltungen. Wer wünscht sich nicht so ein Leben? Arbeiten und dabei Spaß haben! Der Kontakt zu vielen unterschiedlichen Menschen, wie z. B. zu Businessleuten, Partyfreaks, jungen oder alten Menschen, macht den Beruf noch interessanter. Es kommt noch hinzu, dass viel mit technischen Anlagen gearbeitet wird. Ich muss, je nach Bedarf und Veranstaltung, die Bühnen-, Beleuchtungs-, Beschallungs-, Energieversorgungs- und Mediengerätetechnik unter Beachtung der einschlägigen Vorschriften aufbauen und bedienen. Zudem werden auch die künstlerische Wünsche des einzelnen Veranstalters erfüllt. Natürlich muss aufgepasst werden, dass alles sicher montiert und korrekt beleuchtet wird. Als Veranstaltungstechniker müssen wir (als Verantwortliche im Museum) aufpassen, dass alles unter „Dach und Fach“ ist z. B. je nach Größe, Art und Gefährdungs-potenzial (Beispiel: Handlungen mit offenem Feuer auf der Bühne, Pyrotechnik, erhöhter Lautstärke oder Kinder/Laien Darsteller) der Veranstaltung wird eine personelle Besetzung vorgenommen. Diese sind nicht nur ausgelernte Fachkräfte, sondern auch die Auszubildenden des Hauses. So wird einem klar, dass man als Auszubildender auch eine große Rolle beim LWL spielt und auch bereits während der Ausbildung eine große Verantwortung hat. Ich finde es schön, dass man das gesamte Geschehen immer mitbekommt. Sobald alles aufgebaut und jeder versorgt ist, kann die Party beginnen. Was aufbereitet und aufgebaut wurde, muss während der Veranstaltung die gesamte Zeit beobachtet werden. Wir bedienen alle technische Anlagen und achten auf die Beleuchtung, Lautstärke und auf den Ton. Nach der Party wird abgebaut. Auch das ist unsere Aufgabe. Ich bin froh, dass ich in solch einer Atmosphäre arbeiten darf! Ich bin ein LWL-er! Was ist mit Euch?

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Fotograf/in

Hanna Neander

Azubi zur Fotografin: Hanna Neander

Nach einigen Eignungstests, der Abgabe von Aufnahmen zu verschiedenen Themen und einem Vorstellungsgespräch konnte ich es kaum fassen, als ich die Zusage für die Ausbildungsstelle zur Fotografin im LWL-Medienzentrum für Westfalen im Briefkasten sah. Schon immer hatte ich den Wunsch diesen kreativen und vor allem abwechslungsreichen Beruf zu erlernen. 

In den ersten Tagen im Medienzentrum war ich vor allem beeindruckt von der umfangreichen und vielfältigen Ausstattung in allen Bereichen und war neugierig und gespannt darauf alles kennen zu lernen.

Schon nach wenigen Monaten stand dann eine große Veränderung an: der Umzug von der Warendorfer Straße in das „Haus der Technik“ an der Fürstenbergstrasse. Im Vorfeld hieß es alles zu packen: Kameras, Lampen, Stative, Filme und sogar die großen Geräte aus dem Schwarz-Weiß-Labor wurden sorgfältig verstaut. Die Freude auf die neuen und schönen Räumlichkeiten und vor allem das sehr große und mit hohen Decken ausgestattete Studio war riesig und ist es auch nach den ersten Monaten der Eingewöhnung immer noch.
 
An der Ausbildung hier gefällt mir besonders, dass sich die Arbeit in unserem Bereich immer abwechslungsreich gestaltet, so dass es nie langweilig wird. So gehört es unter anderem zu unseren Aufgaben mit der Fachkamera Aufnahmen z.B. für das Bildarchiv und für das Projekt „Kulturatlas“ zu erstellen, aber auch SW-Vergrößerungen z.T. von historischen Glasnegativen im Labor anzufertigen, Filme zu entwickeln oder Vorlagen einzuscannen. Neben diesen Aufgabenbereichen arbeiten wir häufig im Fotostudio, wo Reproduktionen von Vorlagen erstellt werden, teilweise aber auch Mitarbeiterportraits und vor allem Produktaufnahmen von neuen Produktionen-beispielsweise einer neuen DVD des Medienzentrums hergestellt werden. Hier gehört es dann z.B. zu unseren Aufgaben einen interessanten Aufbau zu gestalten, das Licht zu setzen und anschließend zu messen und die entstandene Aufnahme am Rechner zu bearbeiten, so dass es unter anderem für die Internetpräsentation genutzt werden kann.
 
Gerade dieser Abwechslungsreichtum der Arbeit macht sie immer wieder spannend und bringt ständig wieder neue Herausforderungen und Erlebnisse, so dass ich bis jetzt schon viel erlebt und vor allem enorm viel gelernt habe.
 

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Berenika Oblonczyk

Azubi zur Fotografin: Berenika Oblonczyk

Das Programm für heute: Schwarz-Weiß-Vergrößerung eines historischen Glasnegativs anfertigen. Das bedeutet für mich zunächst einmal Schutzkleidung anziehen. Gummihandschuhe, Laborkittel,… das volle Programm, damit ich auch für alle Fälle sicher geschützt bin. Man weiß ja nie wie sehr die Chemikalien durch das kleine Labor spritzen.. Bei normalem Licht schalte ich den Homrich-Vergrößerer und die Ilford-Papierentwicklungsmaschine ein. Nebenbei auch noch das alte Radio (und ich hoffe, dass diesmal der Empfang gut ist…). Dann geht’s auch schon fast los. Ich tausche Gummihandschuhe gegen weiße Stoffhandschuhe, die lästige Fingerabdrücke auf dem Glas verhindern und nehme vorsichtig das historische Glasnegativ aus der Hülle. Dann lege ich es in die dafür vorgesehene Bühne des Vergrößerers, richte Maßstab und Schärfe manuell ein und mache das normale Raumlicht aus. Rotlicht ist nun erforderlich, da das Fotopapier für Schwarzweißabzüge darauf unempfindlich ist. So muss ich mich wenigstens nicht in kompletter Dunkelheit durch den Raum tasten. Anfangs ist es ungewohnt und sehr dunkel, doch relativ schnell gewöhnen sich die Augen auch an dieses interessante Licht und ich kann mit der Arbeit anfangen. Neben mir ist eine schwarze Aufbewahrungsbox, die komplett lichtdicht ist. Dort wird das Fotopapier aufbewahrt. Ich greife hinein und hole einen Bogen raus, zerschneide ihn in 4 Teile, damit ich Teststreifen habe, um die richtige Belichtungszeit des Papiers festzustellen, ohne direkt einen ganzen Bogen zu verschwenden. Im Hintergrund dudelt das alte Radio, während ich am Objektiv Blende 8 wähle und das Papier unter den Vergrößerer in ein Klemmbrettchen lege. Dann mache ich einen Teststreifen mit jeweils 1,5 Sekunden Abstand. Schnell wird es Routine den großen Einschaltknopf zu drücken. –Zack- eine Lichtportion von 1,5 Sekunden. Und –Zack- wieder eine. Und so weiter. Sieben insgesamt. Der Teststreifen ist nun fertig belichtet und ab damit in die Ilford. Nachdem das Papier in die Maschine gezogen wurde, piept es. Für mich das Zeichen: normales Licht an. 90 Sekunden warten. Gleich darauf kommt das fertig entwickelte und trockene Blatt Papier wieder raus und ich beurteile den Teststreifen. Ich entscheide mich für eine Belichtung von 4 Sekunden und gebe noch einen Licht-Filter von 30 Magenta dazu, damit das Bild knackiger wird. Soweit ganz gut, ich stelle also wieder alles nach. Die Blende bleibt die selbe, die Zeit stelle ich auf 4 Sekunden ein und drehe noch den Filter rein. Alles eingestellt. Normales Licht wieder aus, Rotes ein. Papier wieder in das Klemmbrettchen, alles nachjustieren und los! -Zack- Papier kommt wieder in die Entwicklungsmaschine und nach 90 Sekunden: fertig! Das Ergebnis ist ganz okay, aber irgendwie noch nicht zufriedenstellend. Ich entscheide mich für eine Verlängerung der Belichtungszeit um 0,3 Sekunden. Und siehe da: das Bild ist nett. Ich probiere noch eine andere Varianten aus und dann nach drei weiteren Belichtungen bin ich zufrieden. Also laufe ich aus dem Labor und zeige meinem Ausbilder das Bild. Er ist auch ganz zufrieden, schlägt mir aber noch einen Verbesserungsvorschlag vor. Mit diesem Vorschlag im Hinterkopf laufe ich wieder runter ins Labor und probiere es noch einmal. Das Ergebnis ist perfekt. Das Foto zeigt eine sommerliche Dorflandschaft mit Kirche im friedlichen Westfalen um 1900. Das Motiv scheint wie ausgestorben, da kein Mensch zu sehen ist, was jedoch den Grund hat, dass früher die Aufnahmezeiten viel länger waren als heute. Der Fotograf dieses Motivs hat wahrscheinlich auf einem schweren Holzstativ die Glasplatte eine halbe Stunde lang belichtet und deswegen wurde jeder vorbeilaufende Mensch noch nicht einmal verschwommen dargestellt. Ich mache noch zwei Abzüge des Motivs mit den selben Einstellungen wie zuvor und bin mit dem Laborjob für heute fertig. Fast. Die Maschinen müssen abgestellt, das Papierchaos entsorgt und der Stecker des Radios gezogen werden. Behutsam hole ich dann noch das Glasnegativ aus der Bühne und stecke es wieder zurück in Pergaminhülle. Mein Laborjob ist für heute erfüllt.

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Mediengestalter/in Bild und Ton

MICHAEL JOHN CHERDCHUPAN

Azubi zum Mediengestalter - Bild und Ton: Michael John Cherdchupan

Der Begriff „Berufsleben“ beherbergt für viele junge Menschen die Angst davor, nur ein winziges Zahnrädchen in einer gigantischen, monströsen Maschine zu sein, dass sich unweigerlich und ohne Auslebung eigener Individualität mitdrehen muss. Einem System, in dem jeder kurzerhand entfernt wird, wenn sie oder er sich nicht Zahn für Zahn anpasst und somit Konflikte im Uhrwerk verursacht. Der Verlust eigener Freiheiten, die starke Einschränkung eigener Kreativität und unzählige monotone Abläufe sind nicht unberechtigte Ängste eines jeden jungen Erwachsenen, der eher für kreative Arbeiten geschaffen ist und nun vor der Weiche steht, die in verschiedene Richtungen des zukünftigen Berufsweges führt. Auch ich stand vor dieser Abzweigung und obgleich mein Ziel eindeutig damit gesetzt war, dass ich einen Medienberuf und eine damit zusammenhängende Ausbildung anstreben wollte, die mich in meiner Kreativität möglichst geringfügig einschränkt, unterlag ich ebenfalls den oben beschriebenen Ängsten und dem zusätzlichem Gefühl von Unsicherheit. Gerade in dem Areal der Medien wird hart um Ausbildungsplätze bekämpft, und wer es geschafft hat an einen heranzukommen, muss sich in nicht gerade wenigen Fällen mit unglücklichen Umständen zufrieden geben. Gerade kleinere Firmen oder Agenturen nutzen Auszubildende gerne als „billige Arbeitskraft“, woraus meist unbezahlte Überstunden, geringer Lohn, zu hohe Arbeitsanforderungen und letztendlich zu wenig Zeit für Prüfungsvorbereitungen resultieren. Meine Beobachtungen bei diversen Arbeitsproben und Praktikaas, die ich nach dem Abitur gemacht habe, bestätigten leider diese traurige Wahrheit. Während meiner umfangreichen Recherchen auf dem Ausbildungsmarkt bin ich auf die sympathische Stellenausschreibung des LWL gestoßen. Dort wurde eine Ausbildung zum „Mediengestalter – Bild und Ton“ angeboten. Trotz der Befürchtung, dass der Landschaftsverband aufgrund seines Umfangs und damit zusammenhängender Komplexität eben eine dieser oben beschriebenen ungeheuren Maschinen darstellen könnte, habe ich mich mit einer gestalterisch aufgemachten Mappe und zwei Bewerbungsfilmen beworben. Das folgende Procedere war obligatorisch und überraschte mich daher in keinster Weise: Offenbar hatten meine eingereichten Materialien Eindruck hinterlassen und ich wurde zunächst zu einem allgemeinen schriftlichen Einstellungstest eingeladen, worauf einige Wochen später ein spezieller Test für Mediengestalter folgte. Nachdem ich diese beiden Hürden meistern konnte, folgte ein überraschend angenehmes Vorstellungsgespräch mit einer anschließenden Führung durch das technisch auffällig gut ausgestattete Produktionsstudio im Landesmedienzentrum. Nicht unbeeindruckt, aber dennoch pessimistisch in Bezug auf letztendliche Chancen auf den Ausbildungsplatz verließ ich an diesem Tag das WLM. Umso freudiger war die in ein paar Wochen folgende Nachricht über die Zusage. Viele große Organisationen oder Firmen gehen gerade in der Anfangsphase nicht gerade sorgfältig mit ihren Nachwuchskräften um und werfen sie quasi vom ersten Tag an ins kalte Wasser. Löblicherweise hat sich die Abteilung beim LWL, die sich speziell um Auszubildende kümmert, sehr viel Mühe dabei gegeben, uns Neulingen den Einstieg so angenehm wie möglich zu machen. Einführungsveranstaltungen haben uns mit unserem neuem Arbeitgeber vertraut gemacht und diverse gemeinsame Aktivitäten gaben Gelegenheit, sich mit den neuen Kollegen und Kolleginnen des neuen Azubi-Lehrganges vertraut zu machen. Haben mich die angenehmen Einführungsveranstaltungen schon positiv überrascht, so war ich letztendlich sehr erleichtert über die Qualität meines Ausbildungsplatzes. Ich habe nicht lange gebraucht um festzustellen, dass mir ein sehr fähiger Ausbilder zur Seite stand, der mich auch bis heute noch sinnvoll unterstützt und selbst bei hanebüchenen Fragen eisern Rede und Antwort steht. Dass das fünfzehnköpfige Produktionsteam, mit dem ich zusammenarbeite, arbeitstechnisch als auch menschlich miteinander harmoniert, ist in der Berufswelt sicherlich keine Selbstverständlichkeit. Ein weiterer kritischer Punkt bei heutigen Ausbildungen ist oft die Berufschule, aber selbst dort wissen sowohl Lehrkräfte als auch vermittelte Lehrinhalte über weite Strecken zu überzeugen. Sicherlich hervorzuheben sind die mannigfaltigen Tätigkeiten, die das Produktionsteam und somit letztendlich auch die Auszubildenden ausführen. Da primär edukative Filme in kompletter Eigenproduktion beim WLM entstehen, deckt die Palette der Aufgaben nahezu alle Produktionsschritte ab, die nötig sind, um einen dokumentarischen Film auf die Beine zu stellen. Sie beginnt mit der Drehbuchphase, geht über den eigentlichen Dreh des Filmes bis hin zur Postproduktion. Als Nachwuchskraft wird man so mit allen wichtigen Stationen der Produktion konfrontiert. Ob Konzeption, Tonbearbeitung, Schnitt, Abtastung, Screen-Design, Lichtsetzung oder ähnliches: Die Chance in dieser Ausbildung mehr mitzunehmen als an anderen Lehrstellen wahrscheinlich möglich ist, ist tatsächlich relativ hoch. Da direkt eine Etage höher das Fotostudio angesiedelt ist, bestehen zusätzlich durchaus Gelegenheiten nebenbei aus der Fotografie Informationen mit aufzunehmen. Angesichts der eher pessimistischen Einleitung vermag es zu überraschen, dass sich mein Erfahrungsbericht letzten Endes doch sehr positiv liest. Ich fühle mich hier nicht wie das befürchtete kleine Rad in der riesigen Maschine, sondern als wichtiger, nahezu komplett eigenständig agierender Teil eines starken Teams. Eigene Ideen sind willkommen und werden nicht als Sand im Getriebe empfunden. Ich müsste lügen, wenn ich sagen würde, dass ich unzufrieden mit meiner bisherigen Ausbildung wäre. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall und ich kann somit jedem ambitionierten angehenden Mediengestalter für den Bereich Bild und Ton raten zumindest den Versuch zu wagen, sich auf diese Stelle beim LWL zu bewerben. Und das kann ich nur unterstreichen.

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Elektroniker/in - Energie- und Gebäudetechnik

Dominik Valk und Oleg Lemmer

Azubis zum Elektroniker: Dominik Valk und Oleg Lemmer

Am 15. August war der große Tag; die Ausbildung beim LWL begann. Alle Auszubildenden unseres Jahrganges trafen sich im Ausschusszimmer, wo man sich schon einmal kennen lernen konnte. Auch die ersten Fragen wurden geklärt, bevor man am nächsten Tag in seine Abteilung kam. Wir sollten uns am folgenden Tag an der Pforte des Landeshauses melden. Dort wurden wir von unserem Ausbilder, Herrn Sundorf, abgeholt. Natürlich waren wir total aufgeregt und gespannt, was uns wohl erwarten würde, denn zwischen Theorie des BIZ und Realität liegen ja manchmal Welten. Nachdem wir uns zusammen die Werkstatt und unser Arbeitsgebiet, das Landeshaus mit seinen einzelnen Blöcken und die Dienststellen auf der Warendorfer Straße angeschaut hatten, wussten wir bereits, dass es die richtige Entscheidung gewesen war und wir sie nicht bereuen würden. Unsere Aufgaben sind sehr umfangreich und beinhalten nicht etwa nur das Wechseln von Leuchtmitteln, sondern auch noch die Reparaturen von elektrischen Maschinen, Neuinstallationen oder Instandsetzung von Anlagen und die Überprüfung von beweglichen Geräten nach der BGV A2. Um aber auch mal die Luft von der Baustelle zu schnuppern, wurden in Zusammenarbeit mit einem Elektrobetrieb Praktika in der freien Wirtschaft eingeführt. Dort sind wir mit den Gesellen der Firma auf der Baustelle und helfen ihnen bei der Rohinstallation oder fahren im Kundendienst mit. Um den manchmal doch etwas schwierigen Stoff der Berufsschule leichter zu verstehen, haben wir die Möglichkeit, den überbetrieblichen Unterricht der Handwerkskammer zu besuchen. Dies ist uns jetzt, ein halbes Jahr vor der Gesellenprüfung, eine große Hilfe. Wir sind sehr glücklich, hier beim LWL eine Ausbildungsstelle bekommen zu haben, weil die Atmosphäre hier sehr schön ist und sich die Ausbildung qualitativ und in ihrer Vielseitigkeit von anderen Lehrstellen abhebt.

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Metallbauer/in

Patrick Schad

Azubi zum Metallbauer: Patrick Schad

Damit Ihr auch wisst, mit wem Ihr es hier zu tun habt, stelle ich mich kurz vor. Mein Name ist Patrick Schad, ich bin 18 Jahre alt, wohnhaft in Waltrop und seit dem 15.08.2005 kann ich mein Hobby in der Ausbildung beim LWL verwirklichen. Schon seit mehreren Jahren beschäftige ich mich am liebsten mit dem Werkstoff Metall und schraube in meinem kleinen bescheidenen Keller Dinge zusammen, die niemand braucht. Nach einem Schulpraktikum bei einer Metallbaufirma beschloss ich endgültig, mich um einen Ausbildungsplatz zu bewerben. Im Februar 2005 entdeckte ich durch Zufall die Ausschreibung für einen entsprechenden Ausbildungsplatz beim LWL und bewarb mich umgehend. Nach erfolgreichem Eignungstest und Vorstellungsgespräch (ich war ganz schön nervös, aber es war alles halb so schlimm, weil Herr Gremm gut drauf war) war die Freude riesig, als man sich für mich entschieden hatte. Am 15.08.2005 lernte ich beim Einführungstag in Münster die anderen Azubis des Jahrgangs kennen. An diesem Tag wurden viele organisatorische Fragen geklärt. Am darauf folgenden Tag durfte ich mich endlich an meinem zukünftigen Ausbildungsplatz beim „Westfälischen Industriemuseum Dortmund, Dienststelle Altes Schiffshebewerk Henrichenburg“ bei meinem Ausbilder Herrn Wilhelm Nehs vorstellen. Nachdem mir von Herrn Nehs der laufende Betrieb gezeigt wurde, war mir erst richtig bewusst, wie umfangreich und interessant die Arbeit dort ist. Nach 2 Wochen Eingewöhnung verbrachten wir Azubis die 3. Ausbildungswoche wieder in Münster und lernten dort sehr viel über Organisation und Aufgaben des LWL kennen. Spaß und Unterhaltung kamen dabei nicht zu kurz. Danach begann meine eigentliche Ausbildung in der Werkstatt. Da wir uns am „Alten Schiffshebewerk“ überwiegend mit der Restauration von Schiffen beschäftigen, war mein erstes Projekt das Austauschen von Dichtungen und die Reparatur des Kupplungsgestänges auf der Hafenbarkasse „Herbert“. Im Verlauf des ersten Ausbildungsjahres wurden mir die Grundkenntnisse im Schweißen, Drehen, Fräsen, Trennen vermittelt. Auch der allgemeine Umgang mit Metall wurde mir gezeigt. Die theoretische Ausbildung wird durchgeführt in der Berufsschule in Datteln. Ich fühle mich sehr wohl in meiner Ausbildung. Ich werde ständig vom Ausbilder und seinen Kollegen unterstützt und es bleiben somit keine Fragen oder Probleme ungeklärt. Durch die Größe und Vielfalt des Betriebes (LWL) hebt sich die Ausbildung qualitativ sicher von anderen Lehrstellen ab. Hier am „Alten Schiffshebewerk“ hatte ich auch schon mehrmals die Möglichkeit, bei verschiedenen Anlässen z.B. Museumsfest, Extraschicht und Historisches Dampftreffen mitzuwirken. Ich habe es bislang nicht bereut, beim LWL eine Ausbildung als Metallbauer begonnen zu haben und würde mich freuen, wenn auch einer der Leser dieses Berichts sich um eine Ausbildungsstelle als Metallbauer bewerben würde, falls eine derartige Stelle angeboten wird.

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Tischler/in

Foto: Job
Sebastian Mohr

Azubi zum Tischler im Westf. Freilichtmuseum in Hagen: Sebastian Mohr

Nach vielen, teilweise unbeantworteten Bewerbungen in Hagen und Umgebung habe ich von meinen damaligen Klassenlehrer erfahren, dass im Freilichtmuseum in Hagen ein Tischler - Azubi gesucht wird. Da ich diesen Beruf unbedingt erlernen wollte, weil ich den Werkstoff Holz sehr interessant finde, habe ich sofort eine Bewerbung abgeschickt. Zu meiner Freude wurde diese auch schnell mit einer Einladung zu einem Einstellungstest und einem Vorstellungsgespräch beantwortet. Ich habe mich im Internet genauer über den LWL informiert, bevor ich zu dem Termin erschienen bin. Ich war einer von 11 eingeladenen Bewerbern. Wir wurden zusammen in einen Raum gesetzt und bekamen zuerst den Einstellungstest, in dem es um Mathematik, Allgemeinwissen und Kreativität ging. Der Test lief über knapp neunzig Minuten. Nach der Verkündung der Ergebnisse durften mit mir insgesamt vier Leute zu dem Vorstellungsgespräch gehen. Wir wurden einzeln herein gebeten. Es war eine sehr entspannte Stimmung und nach 45 Minuten durfte ich den Raum wieder verlassen. In diesem Moment fing das Bangen an, würde ich die Stelle bekommen ? Ja, ich habe sie, hieß es dann nach drei Tagen in einem Brief vom LWL. Der erste Ausbildungstag begann in Münster im Landeshaus, wo man mit allen Azubis des Jahrganges zusammen traf. Wir bekamen viele Informationen über unsere Ausbildung und konnten uns gegenseitig kennen lernen. Der zweite Tag begann dann an meiner Ausbildungsstelle im Freilichtmuseum. Dort wurde mir die Werkstatt gezeigt und ich wurde Kollegen vorgestellt. Darauf folgte eine Einführungswoche, in der wir mehrere Gruppenprojekte bekamen und sich alle noch besser kennen lernen konnten. In größeren zeitlichen Abständen folgten mehrere Seminare, damit sich alle Azubis auch wieder sehen und noch mal alle zusammen arbeiten. Nach fast zwei Jahren meiner Ausbildung habe ich immer noch Spaß an meiner Arbeit, sie ist sehr abwechslungsreich und die Arbeitskollegen sind immer bemüht, mir bei Problemen zu helfen. Die Arbeit im Museum umfasst sehr viele Bereiche, so dass ich ein breites Lernspektrum erhalte. Von Vitrinenbau, Fensterrestauration, Stellwände herstellen bis zu Zimmermannsarbeiten an Giebeln oder Fassaden der historischen Gebäude ist alles vertreten. Ich kann es nur jedem empfehlen, der Spaß an vielseitigen Holzarbeiten hat, sich beim LWL als Tischler-Azubi zu bewerben.







Bauzeichner/in

Elena Hövel und Kathrin Lefering

Azubi zur Bauzeichnerin: Elena Hövel und Kathrin Lefering

Eines war für uns beide schon lange klar – wir wollen Bauzeichnerinnen werden – aber wo kann man den Beruf der Bauzeichnerin erlernen und gleichzeitig ein vielschichtiges Aufgabenfeld geboten bekommen? Lange waren wir auf der Suche, bis wir eines Tages die Anzeige vom LWL in der Zeitung entdeckten! Das ist es - Da wollen wir hin! Umgehend haben wir uns beworben und mussten schließlich an mehreren Einstellungstests teilnehmen. Nach erfolgreichem Bestehen wurden wir zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Nach einigen Tagen Bangen kam schließlich die erlösende Nachricht: Wir haben die Stelle! :-) Nach der Einstellungswoche war nun unser erster Arbeitstag im Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) und die erste Aufregung verflog sofort als wir unseren neuen Kolleginnen und Kollegen vorgestellt wurden, die allesamt super nett sind und uns sofort ins Team aufgenommen haben. In den ersten Wochen mussten wir, wie die Bauzeichner vor Einführung des CAD-Programms, mit Tusche auf Transparentpapier zeichnen. Hierzu zählten verschiedene Zeichenübungen und kleinere Projekte, wie das Planen des bevorstehenden Umzugs des BLB. Hierfür mussten beispielsweise Grundrisse mit Möblierung in 2D bzw. 3D gezeichnet werden. Später bekamen wir unseren eigenen PC und durften mit kleinen Schritten das CAD-Programm (AutoCAD2005) erkunden. Kurz darauf erhielten wir eine CAD-Schulung und konnten mit der erlernten Kenntnis schon an mehreren Projekten mitwirken. Mit der Zeit lernten wir Bestandspläne zu digitalisieren, Brandschutzpläne zu zeichnen, Ansichten, Schnitte und Details zu entwerfen und unter Anleitung der Architekten vorhandene Pläne zu bearbeiten. Zudem bauen wir einige Modelle, die bei Projektbesprechungen sehr hilfreich sind. Bei den Projekten handelt es sich um Gebäude wie Krankenhäuser, Schulen, Kindergärten und Museen. Natürlich gehören zu den Aufgaben der Bauzeichner auch Arbeiten wie z.B. Pläne kopieren, schneiden und falten. Oft werden wir auch zu Baustellen mitgenommen, wo wir Fotos machen, kleinere Aufmaße mit dem Laser oder dem Zollstock nehmen oder an Baubesprechungen teilnehmen. Neben der betrieblichen Ausbildung gehen wir 1 bis 2 mal wöchentlich zur Wilhelm-Emmanuel-von Ketteler Berufsschule, wo wir die theoretischen Grundlagen vermittelt bekommen. Außerdem gehört zu der Ausbildung ein mehrwöchiges überbetriebliches Praktikum welches wir im Lehrbauhof Münster absolvierten. Dort bekamen wir Einblicke in die Berufe des Maurers, Betonbauers, Straßenbauers, Kanalbauers und des Stuckateurs. Wir mussten eigenhändig Wände, Schächte und Säulen mauern, Schalungen für Fundamente und Balken zimmern, Gipskartonwände erstellen und verspachteln, Betonwände verputzen und Pflasterflächen legen. Nach diesen anstrengenden Wochen waren wir froh wieder im Büro zu sein. Letztendlich bleibt uns nur zu sagen, dass wir die Ausbildung zur/zum Bauzeichner/in beim LWL nur empfehlen können – denn hier lautet das Motto: Fördern durch fordern!

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Veranstaltungskaufmann/-frau

Bastian Everding

Azubi zum Veranstaltungskaufmann: Bastian Everding

Im ersten Moment erscheint der Ausblick auf ein Dasein als Versuchskaninchen zwar nicht sonderlich attraktiv, in manchen Situationen hat es allerdings auch sein Gutes. So war ich mehr als glücklich, als ich am Telefon die Auskunft erhielt, dass der erste Ausbildungsplatz zum Veranstaltungskaufmann bei LWL mit mir besetzt würde.
So ging es dann voller Vorfreude in die erste Ausbildungswoche, gefüllt mit Kennenlern-Spielen und sonstigen Aktivitäten, die uns auf das Leben beim LWL vorbereiten sollten. Vor allem das „Fördern-durch-Forden-Camp“ in Bocholt ist uns allen in guter Erinnerung geblieben, wo sonst lernt man nebenbei auch noch, wie man einem Seminarleiter hilft, ein Seminar zu leiten...
Nach 2 Wochen „Einschwörung“ ging es dann aber los mit arbeiten und kaum in der Abteilung angekommen, hieß es nach 4 Wochen LWL schon „Auf nach Düsseldorf!“: Auf dem 60sten Geburtstag unseres Bundeslandes sollte sich der LWL präsentieren.
Also ging es Freitags morgens los und als wir am Sonntag Abend wieder am Landeshaus ankamen, steckten mit dutzende Stunden Arbeit, aber auch jede Menge neue Erfahrungen in den Knochen.
In den folgenden Monaten wurde das Aufgabenfeld immer breiter: Von der Planung der Herbstkonzerte über das Sommerfest, von Ausstellungseröffnungen und Kabarettveranstaltungen bis hin zur Weiberfastnachtsparty und Eröffnung der Skulptur Projekte 07 war bisher alles dabei, was das Herz eines zukünftigen Veranstaltungskaufmanns höher schlagen ließ und lässt.
Auch die anstehenden Projekte versprechen viele Stunden Arbeit, aber auch jede Menge interessanter Aufgaben, um die Gäste der LWL-Veranstaltungen zufrieden zu stellen.
Und damit es zwischen LWL-Mobil-Einsätzen am Wochenende, Büroarbeit und Veranstaltungsbetreuung von Ort nicht zu stressig wird, gibt es ja auch noch die Mit-Azubis, mit denen man sich bei Stammtischen und sonstigen Treffen wunderbar über den LWL und das Leben „draußen“ unterhalten kann. Schade eigentlich, dass die Ausbildung in 2 Jahren schon vorbei ist...

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