Die Qualität der FreD-Kurse hängt wesentlich von den Kursleiterinnen und und -leitern ab. Sie sollen schließlich in den Kursen ein kooperatives Klima schaffen und nach den Grundsätzen des Motivational Interviewing arbeiten.
Die LWL-Koordinationsstelle Sucht hat zur Qualitätssicherung eine fünftägige Zertifikatsausbildung zum FreD-Trainer/zur FreD-Trainerin entwickelt. Angestrebt wird, dass mindestens einer der Kursleiter eine solche Ausbildung absolviert haben sollte.
Mit dem Zertifikat:
- weisen die Trainerinnen und Trainer ihre Kompetenz zur Leitung von FreD-Kursen nach.
- begründen die FreD-Träger in Gesprächen mit den relevanten Partnern um die Finanzierung der Projekte die Qualität des Programms.
- erhalten die Absolventen der Ausbildung exklusiv das FreD-Handbuch, den Leitfaden für die Implementierung eines FreD-Angebotes vor Ort.
Inhalte der Trainerausbildung
In der Zertifikatsausbildung erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Informationen zu Struktur und Ablauf des FreD-Programms, zu rechtlichen Fragen und zum Aufbau von Kooperationsstrukturen vor Ort.
Intensive Einblicke gibt es in die methodischen Grundlagen, vor allem das „Motivational Interviewing“. Detailliert besprochen wird des weiteren die konkrete Durchführung der FreD-Intervention auf der Basis des FreD-Handbuches - von
der ersten Kontaktaufnahme des erstauffälligen Konsumenten über das Intake-Gespräch bis zum Kurs.
Gerade der Aufbau der Kooperationsstrukturen und die Kursleitung stellen besondere Ansprüche an die Trainerinnen und Trainer. In der Kommunikation mit so verschiedenen Akteuren wie Polizei, Justiz, Schulen oder Arbeitgebern müssen jeweils unterschiedliche Ansichten und Motive berücksichtigt werden.
Im Umgang mit den Jugendlichen müssen die Kursleiterinnen und -leiter einerseits deren Sprache und Lebenswelt verstehen, andererseits aber ihr fundiertes theoretisches Wissen angemessen einbringen können - alles mit dem Ziel, die Jugendlichen zur Selbstreflexion ihres Konsumverhaltens zu motivieren.